Bauhaus Agenten

Wie wird das historische Bauhaus zum Impuls für unsere Gegenwart und Zukunft? Wie wollen wir leben? Wie wollen wir lernen? Wie wollen wir unseren Alltag, unser Wohnen, unser Zusammenleben in der Gesellschaft gestalten? Bis heute haben diese Fragen nicht an Aktualität verloren und werden seit dem Schuljahr 2016/17 durch die Bauhaus Agenten neu gestellt.

Das Vermittlungsprogramm Bauhaus Agenten will die Ideen und pädagogischen Ansätze des Bauhauses aufgreifen und für die aktuelle kulturelle Bildung fruchtbar machen. Bauhaus Agenten ist ein umfassendes Modellprogramm der Kulturstiftung des Bundes und der drei Bauhaus-Institutionen Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung, Berlin, Stiftung Bauhaus Dessau und Klassik Stiftung Weimar/bauhaus museum weimar. Ziel ist es, gemeinsam mit bis zu 36 Partnerschulen innovative Vermitt- lungsformate und neue Wege der Museumsgestaltung für die drei neuen Bauhaus-Museen zu entwickeln und zu erproben – und Vermittlung dabei in alle Arbeitsabläufe der Museen zu integrieren.

Dazu arbeiten seit dem Schuljahr 2016/17 neun Bauhaus Agenten gemeinsam mit Schülern und Lehrern, mit Kuratoren und Bauhaus-Experten, mit Künstlern, Gestaltern, Architekten, Historikern sowie vielen weiteren Experten. Das Team der Bauhaus Agenten ist breit aufgestellt: Schauspiel, Kunst, Architektur, Bühnenbild, Kunstvermittlung, Produktdesign und Prozessgestaltung sind nur einige der beruflichen Profile. Die Aufgabe der Bauhaus Agenten ist es, zwischen Bauhaus, Museum und Schule zu vermitteln, Brücken zu bauen und Zusammenarbeit zu initiieren; ihre Herausforderung: inreach und outreach gleichermaßen.

In der deutschen Museumslandschaft ist das Programm Bauhaus Agenten einzigartig, weil es Vermittlung von Anfang an in die Museumskonzeption und Ausstellungsgestaltung einbindet.

Damit hat Bauhaus Agenten Modellcharakter mit bundesweiter und internationaler Strahlkraft: Neben innovativen Vermittlungsformaten und wegweisenden Formen der Zusammenarbeit zwischen Museum und Schule werden vor allem Strukturen und Prozesse entwickelt, Vermittlung mit allen Museumsbereichen zu verschränken. Im Anschluss an das Programm werden die Ergebnisse, vor allem aber auch die Prozesse als Beispiel und Vorbild auch anderen Institutionen zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, die neuen Museen des 21. Jahrhunderts als offene, einladende und diskursive Orte zu gestalten.

bauhaus100.de

Bilder: Oben: Raumlabor, Foto: Friederike Holländer, 2017, Bauhaus-Archiv Berlin / Kindermuseum TatSachen!, Foto: Silke Wallstein, Stiftung Bauhaus Dessau / li: Schönheitslabor Vernissage, Foto: Candy Welz, Klassik Stiftung Weimar / FORMTWIST,Foto: Maxie Götze, 2017, Klassik Stiftung Weimar / Formlabor Workshop,Foto: Johannes Siebler, Klassik Stiftung Weimar / Mitte: Raum + Ort,Foto: Friederike Holländer, Bauhaus-Archiv Berlin