Macau’s Gourmettempel

Macau, die ehemalige portugiesische Kolonie am Perlflussdelta, hat allen Grund dazu, seine außergewöhnliche Küche zu feiern. „Erstmals wurden in Macau zwei Gourmettempel mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnet“, so Alfredo Augusto da Rosa, Public Relation Executive vom Macau Tourist Office. Im Michelin Guide 2015 zeigen die elf mit insgesamt 17 Sternen ausgezeichneten Restaurants die Vielfalt an erlesenen Gaumenfreuden in Macau.

Das 70 Kilometer von Hongkong entfernte Macau gilt als das Las Vegas des Ostens. Aber immer noch wird die Verbindung zum ehemaligen Mutterland Portugal hochgehalten – und das, obwohl es vor 15 Jahren an China zurückging. Das nur 28 Quadratkilometer große Macau liegt an der Südostküste der Volksrepublik China und grenzt an die chinesische Provinz Guangdong (Kanton). Macau besteht aus einer Halbinsel gleichen Namens sowie den Inseln Taipa und Coloane sowie dem künstlich aufgeschütteten Cotai.

Die Zutaten der macanesischen Küche spiegeln die einzigartige Geschichte Macaus und der portugiesischen Seefahrer-Nation wider. Im 16. und 17. Jahrhundert hatten die Portugiesen die Seeroute nach Osten zum Handelsweg ausgebaut. Damit gelangten Gewürze aus Afrika, Indien und Malakkas Küste sowie ihre Esskultur nach Macau.

„Curry, Kokosnussmilch, Gewürznelken und Zimt wurden fixe Bestanteile der lokalen Küche. Sie kombinieren die portugiesische Küche mit der Kochkunst Chinas zu einem wunderbaren kulinarischen Potpurri aus Aromen und Geschmacksrichtungen“, erklärt Raymond Chong, Manager des Restaurante Litoral, seit 2012 steht diese Küche auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Stadt.“

„In den vergangenen Jahren hat sich Macau rasant entwickelt. Die neuen Mega-Resorts prägen das moderne Bild der Stadt“, meint der Journalist und Fremdenführer Danny Ieong gegenüber pressetext. In den nächsten Jahren werden noch weitere im neuen Stadteil Cotai eröffnet.

„Gleichzeitig bewahrt Macau, dessen Altstadt 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurde, das reiche historische Erbe, das fernöstliche und europäische Kultur miteinander vereint“, verdeutlicht Ieong. Nach rund 450 Jahren portugiesischer Anwesenheit hat Macau seit Dezember 1999 den Status eines Sonderverwaltungsgebietes der Volksrepublik China.

asien.net/macau

Bilder: Vom Sofitel Macau hat man einen großartigen Blick auf die Altstadt mit dem Macau Tower im Hintergrund
Die Ruinen der Pauluskirche sind Macaos Wahrzeichen und wurden 2005 als Teil des historischen Zentrums Macaos in das UNESCO-Welterbe mit aufgenommen.
Der Largo do Senado ist das historische Zentrum der Stadt Macau
Neben zahlreichen Tempeln gibt es in Macau auch eine ganze Reihe katholischer Kirchen – eine davon ist die barocke St. Dominic-Kirche aus dem 16. Jahrhundert.
(Alle Fotos: Wolfgang Weitlaner)