Ein Stern im Feinschmecker-Himmel

Singapur hat sich zum Geheimtipp für Gourmet entwickelt und schon über haben 29 Restaurants den Einzug in den renommierten Michelin-Feinschmecker-Guide gehalten.

„Wir Singapurer essen für unser Leben gern, und wir sprechen auch sehr gern darüber“, erklärt Reiseführer Toon „Als zum Beispiel bekannt wurde, dass der Foodstall Hong Kong Soya Sauce Chicken Rice & Noodle im Chinatown Complex einen Stern bekommen hat, nahmen die Kunden stundenlange Wartezeiten in Kauf, um sich das geröstete Schweinefleisch Char Siu und die gebratenen Nudeln zu holen.“

Toon Teng ist von der Idee, dass auch die kleinen billigen Foodstalls prämiert werden, begeistert. „Das sind Lokale, die von meinen Landsleuten seit Jahren frequentiert werden, wo die Eigentümer bereits seit vielen Generationen ihre drei oder vier Gerichte zubereiten und so eine hohe Qualität erreichen konnten.“

„Singapur ist eine Multi-Kulti-Gesellschaft und das schlägt sich auch in der Küche nieder“, so Teng. „Das gilt für die hier seit vier Generationen lebenden Chinesen ebenso wie für die Malayen, Indonesier und Europäer.“ Ganz speziell sei die Peranakan-Kultur, die aus der Heirat von chinesischen Kaufleuten mit malaysischen Frauen entstanden ist. „Die Peranakan-Kulinarik, die man auch Baba-Nyonya nennt, ist eine der ersten Fusionsküchen der Welt.“

Doch Singapurs hohe Qualität in Sachen Gastronomie spiegelt sich in vielfacher Hinsicht wider: MoSi, „Modern Singapore“ ist eine moderne zeitgenössische Fusionsküche, in der europäische oder auch Einflüsse aus anderen asiatischen Ländern zum Tragen kommen. Und auch in Sachen Western Food gibt es hier ausgezeichnete Restaurants. „Singapurs Fremdenverkehrsamt trägt zur Promotion der vielfältigen Kulinarik übrigens viel bei“, so Teng.

visitsingapore.com

Der HighTech Garten in zwei riesigen Kuppeln untergebracht – der eine Garten beherbergt Pflanzen aus den subtropischen Trockenklimaten, der andere aus den tropischen Hochlandschungel-Regionen. Hier gibt es auch den Skywalk über Wasserfälle und den Urwaldberg.
Singapurs britisch-koloniales Erbe wird hoch gehalten. Der Cricket-Club im Regierungsviertel gehört dazu. Im Kontrast dazu stehen die Wolkenkratzer am Singapore River.
(Fotos: Wolfgang Weitleitner)