La Plancha – Chillen und Grillen

An warmen Tagen gibt es nichts Schöneres als ein Grillfest mit Freunden, meistens wird dafür ein Holzkohlegrill genutzt. Bis die perfekte Glut unter dem Rost erreicht wird, das Grillgut gar und nicht angebrannt, ist ein Gastgeber den größten Teil des Abends mit dem Grillen beschäftigt, aber nicht mit seinen Gästen.

Die Alternative zum Holzkohlegrill – La Plancha – hat ihren Ursprung irgendwo zwischen  Barcelona und Niort (östlich von La Rochelle).

Plancha-Grillen zeichnet sich dadurch aus, dass Flüssigkeiten aufgrund der hohen Gartemperaturen nicht verdampfen, sondern sich zu kleinen Perlen sammeln und  auf der der Grillplatte „tänzeln“. Bei diesem Prozess bleiben alle nicht-flüssigen Aromen am Gargut haften behält dadurch den ursprünglichen Geschmack.

Komplette Gerichte können beim Grillen angerichtet werden. Mit der „Plancha“ ist es möglich bei hohen Temperaturen von bis zu 350 Grad zu grillen, so dass das Grillgut schnell gar und kross wird.

Ralf Bos, Holger Behrens

Experte und Delikatessenpapst Ralf Bos ist von der Vielfältigkeit der „Plancha“ beeindruckt: „Leckere Gerichte mit Fleisch, Fisch und Gemüse kann ich in kürzester Zeit einfach zusammen grillen, selbst Spiegeleier sind möglich. Nichts fällt mehr durch den Grillrost. Auch mit Flüssigkeiten kann gearbeitet werden, damit das Grillgut mit vielen verschiedenen Aromen unterstützt wird. Ob man einen Risottoreis mit Brühe gar zieht oder ein Steak mit Portwein verfeinert, alles ist möglich.“

Für Holger Behrens, Sternekoch vom Behrens am Kai aus Düsseldorf kommt noch etwas hinzu: „Der besondere Reiz liegt für mich in den fast unerschöpflichen Möglichkeiten. Gegrillte Muscheln als Vorspeise, Steaks als Hauptgericht und zum Nachtisch flambierte Früchte ‒ mit einer „Plancha“ geht das.

Selbst ein Dessert, das aus mehreren Komponenten besteht, ist auf der „Plancha“ schnell und einfach zubereitet, und auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: „Armer Ritter mit gebranntem Obst und einem rauchigen Whisky-Aroma wären mir für ein Grillgericht nie in den Sinn gekommen, aber mit der „Plancha“ gibt es da keine Probleme.“

„Plancha“ Expertin Mona Leone: „Wegen der hohen Temperaturen beim Grillen kann ich mich vielseitig, fettarm und gesund ernähren und der Kreativität bei den Gerichten sind kaum Grenzen gesetzt. Außerdem brauche ich für die Reinigung nur wenig Zeit. Damit gehören Grillkohle und Anblaspumpe der Vergangenheit an.“

Eine aufwendige Reinigung, wie etwa bei einem normalen Holzkohlegrill, entfällt. Ein Glas Wasser reicht zur Reinigung. Durch die große Hitze löst sich alles Angebratene und lässt sich mittels eines Schabers in den Fettauffangbehälter schieben.

Werden Sie als Planchero oder Planchera ein entspannter Gastgeber an einem lauen Sommerabend mit Ihren Freunden!

Zu beziehen über: bosfood.de

(Fotos: Karin Neddermeyer)