07.-08.09.2019 Festival de la Luna Mora

Wie viele der weißen Dörfer Andalusiens, entstammt Guaro aus der arabischen Besetzung Spaniens. Die kleine Gemeinde Guaros hält seine maurischen Geschichte sehr lebendig mit dem jährlichen „Festival de la Luna Mora“. Guaro ist ein kleines Dorf in der Sierra de las Nieves, ca. 22 km nördlich von Marbella gelegen.

Um 18 Uhr werden mehr als 25.000 Kerzen in den Strassen und Gassen brennen. Alle Häuser haben in den Gittern der Fenster, den Türeingängen und entlang der Strasse Kerzen aufgereit. Sie tauchen die Straßen und Plätze in ein geheimnisvolles Licht. In ihrem Schein bauen Kunsthandwerker ihre Stände auf und präsentieren ihr Können. Dazu ertönt arabisch-andalusische-sephardische Musik.

Mit dem Fest des maurischen Mondes wird symbolisch eine Brücke zwischen Europa und Afrika geschlagen. Mit Konzerten, Ausstellungen und Theater sollen nicht nur der maurischen, sondern insgesamt die christlichen, muslimischen und spanisch-jüdischen Einflüsse gewürdigt werden. Im Mittelalter konnten diese drei Hauptreligionen friedlich nebeneinander existieren.

Man kann im historischen Ortskern live Musik hören, die hier schon vor fünf Jahrhunderten erklang. Auf dem Marktplatz gibt es einen mittelalterlichen Kunsthandwerksbazar, es werden Werkstätten für Kinder und Erwachsene angeboten, in denen man die fremden Kulturen näher kennenlernen kann.

Das friedliche Miteinander soll aber nicht nur mittels kulinarischer Genüsse praktiziert werden. Auch musikalisch kommt es zu einer „Convivencia“, wenn während der verschiedenen Konzerte am Abend die verschiedensten künstlerischen Einflüsse aufeinander treffen.

Höhepunkte des Festivals sind neben seinen zahlreichen Attraktionen die Pasión Vega und Falete, bei denen Flamencomusik die Besucher schon mal zu spontanen Tanzdarbietungen verführt.

Anfahrt:
Auf der Mediterranen Autobahn A-7 in Marbella die Ausfahrt 186
Richtung A-355 Ojén bis Monda