Musée de la Romanité, Nîmes

Am 2. Juni 2018 wurde neben dem Amphitheater von Nîmes das Musée de la Romanité eröffnet. Es lädt zur Erkundung der gallorömischen Stadt anhand innovativer Szenographien und umfassender archäologischer Samm- lungen ein. Mit dieser neuen Adresse weiht die im Département Gard gelegene Stadt eine neue Kultur- einrichtung mit Bibliothek, Café und Sternerestaurant ein.

Nîmes war tatsächlich eine Art antike Version der Stadt Lourdes, die der Imperator August und seine Nachfolger mit monumentalen Bauten schmückten, von denen einige die Zeit überdauert haben: Der Tempel der Diana, das Maison Carée, der Magneturm und das Amphitheater stehen noch heute gut erhalten an Ort und Stelle.

Durch „Augmented Reality“, audiovisuelle Technologien, Projektionen und interaktive Kartographie wird der Museumsbesuch zu einem aufregenden Erlebnis im Nîmes der Antike.

Elizabeth de Portzamparc hat ein Gebäude entworfen, welches durch eine Fassade, die wie drapiert erscheint, an eine römische Toga erinnert und mit einem Mosaik aus tausenden von Glasplättchen überzogen ist.

Etwa um 15 v.Chr. ließ der Imperator August eine Stadtmauer von mehr als sechs Kilometern erbauen, die von 80 Türmen flankiert wurde. Von diesen bleibt heute nur der Magneturm. Es handelt sich übrigens um die fünftgrößte Ringmauer der römischen Welt. Ihr innerer Weg durchquert das Musée de la Romanité auf den Spuren der ehemaligen Stadtmauer.

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(Fotos: museedelaromanite)