Objects of Wonder – British Sculpture from the Tate Collection, 1950s – Present

Mit rund 70 Meisterwerken aus der Sammlung Tate ist zu sehen, wie britische Künstlerinnen und Künstler seit der Mitte des 20. Jahrhunderts die zeitgenössische Skulptur revolutioniert haben. Das Spektrum reicht von den Ikonen der Nachkriegsmoderne wie Henry Moore und Barbara Hepworth bis zu den Stars der Young British Artists wie Damien Hirst und Tracey Emin.


Den Auftakt der Schau bilden neben Hepworth und Moore die wichtigsten Bildhauer der britischen Nachkriegszeit, wie etwa Kenneth Armitage und Elisabeth Frink. Sie alle gehören zu den Künstlern, die den internationalen Erfolg der britischen Skulptur in den 1950er-Jahren einleiteten. Das setzt sich mit dem Aufstieg Anthony Caros in den 1960er-Jahren fort, den Kritiker als „führenden Bildhauer“ seiner Zeit bezeichnet haben. Moores ehemaliger Assistent, dessen Skulptur Yellow Swing aus dem Jahr 1965 in Objects of Wonder zu sehen ist, holte die Skulptur vom Sockel auf den Boden und schweißte seine Objekte aus industriellen Fundstücken, Stahl und Schrott zusammen. Als Lehrer an der St. Martin’s School of Art hatte Caro großen Einfluss auf die Künstler der sogenannten „New Generation“.

Dabei untersucht die exklusiv für das PalaisPopulaire konzipierte Schau wichtige Strömungen der Moderne und Gegenwart und die Beziehungen untereinander sowie das Umfeld, das diese Entwicklung bestärkte. Ein durchgehendes Motiv ist dabei die Transformation von alltäglichen Gegenständen. Durch Verfremdung, Neukombination und dramatische Inszenierungen werden sie zu Objects of Wonder (Objekten zum Staunen), die Geschichten in sich bergen und vergessene oder nur flüchtig wahrgenommene Dinge in völlig neuem Licht zeigen.





Ausstellung bis 27.05.2019, PalaisPopulaire
Unter den Linden 5, Berlin
db-palaispopulaire.de




Bilder: Oben: PalaisPopulaire Terrasse /Unten: Eingang Oberwallstrasse (Fotos: PalaisPopulaire)
Wrestler Kimono, 2013 Anthea Hamilton
Swing Low, 1964 , David Annesley 
Bottles and bricks, 1982, Sir Tony Cragg