Lach mal wieder – im KaBARett FLiN



Das Leben ist ernst genug. Doch zum Glück gibt es Orte, wo Frohsinn und Heiterkeit zu Hause sind und uns den grauen Alltag vergessen lassen. Ein solcher Ort ist das KaBARett FLiN in Düsseldorf. RAINBOW besuchte diese außergewöhnliche Comedy-Kulturstätte und sprach mit dem Leiter und Regisseur Philipp Kohlen-Priebe, der zusammen mit seinem Mann Oliver Priebe das Theater führt. Das Motto der engagierten Künstler: „Wir wollen, dass unsere Zuschauer beschwingt nach Hause gehen!“

Draußen rauscht der Verkehr durch die Ludenberger Straße, drinnen erwartet uns eine zauberhafte Welt mit dem Flair vergangener Zeiten. Beim Eintreten fällt uns sofort die imposant-verspielte Bar auf. Ist das etwa echt Jugendstil? „Ja, stimmt“, schmunzelt unser Interviewpartner. „Diese Theke stammt aus dem Jahre 1904. Wir mussten allerdings einiges tun, damit sie wieder so gut aussieht. Bei der Übernahme dieser Räumlichkeiten, einer ehemaligen Gaststätte, war sie mit Resopalplatten vernagelt!“

Viel Arbeit und Ideenreichtum waren auch nötig, um den angrenzenden Raum in einen stimmungsvollen Theatersaal mit 99 Plätzen zu verwandeln. Die Farben Schwarz und Rot sorgen für den mondänen Look der Zwanziger Jahre, als in Berlin und Paris die Kabaretts brillierten. Statt Theatersesseln gibt es aus dem Keller geborgene Thonetstühle, die vom Ensemble liebevoll restauriert wurden. Kleine Tische schaffen Kaffeehaus-Atmosphäre, die Bühne befindet sich nah beim Publikum und erlaubt so den Blickkontakt von den Künstlern zu den Zuschauern.


„Wegen dieser Nähe zum Publikum probieren bei uns viele Künstler ihre Auftritte aus, um damit dann später in größeren Hallen zu glänzen. Sie sehen sofort, ob etwas gut ankommt und fangen an zu improvisieren, wenn der Funke nicht überspringt“, erklärt Kohlen-Priebe. „Die Leute schätzen dieses Vertrauen in ihre Urteilskraft! Unser Publikum ist bodenständig, gehört allen Altersklassen an, kommt aus ganz Deutschland angereist und liebt bei uns vor allem eins: Wir machen lachen!“

Wer aber stellt sich auf die Bühne des kultigen KaBARett, um Menschen niveauvoll zu bespaßen? Kohlen-Priebe: „Wir setzen auf Künstler, die in der Sparte Comedy bereits einschlägige Preise gewonnen haben – ein Qualitätsmerkmal.“ Bekannte Namen wie Lioba Albus, Manes Meckenstock, Carmela de Feo und Hans Gerzlich gehören dazu oder der mit 20 Kleinkunstpreisen ausgezeichnete Comedien Frank Fischer, außerdem der Shooting-Star Mirja Regensburg, der Bauchredner Tim Becker, der speziell ein junges Publikum begeistert, und viele andere mehr.

Neben guter Unterhaltung ist im KaBARett FLiN auch für das leibliche Wohl gesorgt. Vor der Show kann man einen leckeren Imbiss, Feines von der Bar, ein gutes Bier oder alkoholfreie Getränke zu sich nehmen. Die Besucher honorieren die Kombination aus Entertainment, Nostalgie und Genuss – fast alle Vorstellungen sind ausverkauft!

20 Jahre Erfolg!

Oliver Priebe, Philipp Kohlen-Priebe

In dieser Herbst besteht das Theater FLiN seit 20 Jahren. Nach 15 erfolgreichen Jahren an der Ackerstraße im Stadtteil Flingern zog es um nach Ludenberg und fand im ehemaligen Tanz- und Speiselokal „Haus Marx“ eine charmante neue Spielstätte. Zum Jubiläum gratulieren unter anderem TV-Moderatorin Brigit Schrowange, Hans-Georg-Lohe als Kulturdezernent der Landeshauptstadt und die Comediens Margie Kinsky und Bill Mockridge. Als Highlight zum Zwanzigsten wird am 20. November 2019 der Publikumsrenner „Fast Faust“ aufgeführt.



Comedy-Fans dürfen sich außerdem auf pointenreiche Leckerbissen wie etwa die Flin-Produktionen „Was Frauen wollen… (und Männer zu wissen glauben)“, „Ulkig – der Heinz-Ehrhardt-Abend im FLiN“ oder „Damenabend – ein Abend nicht nur für reife Mädels“ freuen.

Das Gesamtprogramm findet sich unter http://www.kabarettflin.de

Autorin: Angelika Campbell