24.-25.08.2019 Tag des offenen Weinguts

Zuhause ist der Weinbau im Elbtal seit dem Jahr 1161, auch wenn vermutet wird, dass Meißner Bischof Benno womöglich schon um 1100 Rebstöcke in seinem Bistum pflanzen ließ. Die ersten Pflanzen könnten mit fränkischen Siedlern oder reisenden Geistlichen in die Region gekommen sein, so dass der Weinbau sich langsam entwickelte und ab dem 16. Jahrhundert seine erste Blütezeit erlebte.

Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts wuchs die sächsische Rebfläche zwischen Elbtal und Lausitz auf 5.000 Hektar an, bis der Boom aus verschiedenen Gründen ein Ende nahm.

Mit rund 450 Hektar Rebfläche zählt Sachsen heute zu den kleinsten deutschen Weinbaugebieten. Jenseits des 51. Breitengrades liegt es nahe der nördlichen Anbaugrenze und wird vom besonderen Klima des Dresdner Elbtals verwöhnt: Die Reben an den Südhängen genießen über 1.600 Sonnenstunden im Jahr und mit neun Grad Celsius im Jahresmittel ist es nirgendwo in Sachsen wärmer. Bis in den Oktober wächst der Wein zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz auf 15 Einzellagen.Das Ergebnis: Dutzende Rebsorten von Müller-Thurgau über Riesling und Weißburgunder bis zu Traminer oder Dornfelder.

Bereits zum 20. Mal werden die  „Tage des offenen Weingutes“ in begangen. Neben dem Wein selbst gibt es auch viele Informationen zur Arbeit im Weinberg und im Keller an diesem Wochenende, Führungen durch Hang- und Steillagen, viel zu entdecken und zu verkosten.

elbland.de