08.09.2019 Tag des offenen Denkmals: Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur

Belegt ist der Begriff „modernus“ seit dem 5. Jahrhundert. Verwendet wird er dann, wenn sich das Selbstverständnis einer Epoche oder der Gesellschaft verändert und sich von Vorgängern absetzt. Ein Umbruch bricht mit tradierten Vorstellungsweisen, Techniken, Erklärungsmodellen und praktischen Umsetzungen. In jedem Umbruch steckt daher etwas Neues, Revolutionäres, Fortschrittliches – und etwas Modernes.

Aufgrund des 100-jährigen Jubiläums des Bauhauses sollt der Blick auf alle revolutionären Ideen oder technischen Fortschritte über die Jahrhunderte gerichtet werden: neue Kunst- und Baustile  die somit Zeitzeugnissen der jeweiligen gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Gegebenheiten darstellen. Unabhängig von Denkmalgattung, Zeit und Ort – Umbrüche sind überall zu finden. 

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Bild:
Ansicht des Treppenaufgangs in den Turm des Ulmer Münsters. Im Stil der Gotik wurde der Bau 1377 begonnen, der Westturm erst im 19. Jahrhundert vollendet.
(Foto: Roland Rossner, Deutsche Stiftung Denkmalschutz)