Carolas Garten

„Carolas Garten“ zeigt die Natur aus der Perspektive einer Honigbiene, die gerade dabei ist, eine Kamille zu bestäuben. Ringsherum öffnet sich der Blick auf den umgebenden Garten mit riesigen Blumen, Wild- und Nutzpflanzen, Insekten und anderen Details. Naturgetreu simulieren die Ausstellungsmacher Geräusche sowie Licht, Tag und Nacht. Für drei Jahre diente der Garten einer verstorbenen Mitarbeiterin Yadegar Asisis namens Carola in Leipzig als Explorationsort.

Asisis Objekte zeigen in überwältigendem Farbspiel in den unterschiedlichsten Varianten ein beeindruckendes Bild der Vielschichtigkeit der Natur. Die Entwicklung des Konzeptes unterstützte der Biologe Mirko Wölfling. Insgesamt sind über 100 Fotografien, Aquarelle, Acrylmalereien und andere Objekte des Künstlers zu sehen.

Zusätzlich schuf die Hamburgerin Julia Stoess Darstellungen der Insekten in 250-facher Vergrößerung. Das ist etwas ganz Besonderes: Durch ihre unnatürliche Größe können diese wie unter einem Mikroskop betrachtet werden. Zu sehen sind u.a. Honigbiene, Maikäfer und Ameisen. Außerdem können die Besucher die Insekten auch im 360-Grad-Panorama wiederentdecken.

Ende 2020 werden auch Gerüche für einen kompletten Sinneseindruck des Gartens sorgen. Dazu äußerte sich der Entwickler und Multimediakünstler Wolfgang Georgsdorf: „Der ehemalige Gasometer hat ein eigenes Volumen, so dass der Geruch nach oben ziehen kann. Zurzeit entwickeln wir eine Technologie, die dafür sorgt, dass durch die Bewegung der Menschen Gerüche versprüht werden.“

Im Panometer Leipzig erlebt der Besucher das einzigartige Zusammenspiel zwischen Kunst und Architektur in einem ehemaligen Gasometer. Seit 2003 können weltweit einzigartige und größte Panoramenbilder wie „Everest“ und „Leipzig 1813“ auf 3.500 Quadratmeter Fläche bestaunt werden. Die 32 Meter hohen Wände und die viertelstündigen Tag- und Nachtsimulationen mit Licht, Hintergrundgeräuschen, Gerüchen und speziell komponierter Musik machen das Erlebnis perfekt. Auf einem 15 Meter Turm in der Mitte des Gebäudes ist eine lebensechte Aussicht auf das Panorama möglich.

anometer.de/leipzig

(Fotos: Andreas Schmidt