15.-20.03.2020 Las Fallas

Entstanden sind die Fallas im 18. Jahrhundert, wobei die Ursprünge nicht genau festzustellen sind. Der Volksmund sagt, dass die Zimmerleute am Ende der kalten Jahreszeit ihre Holzgestelle für die Lampen und Kerzen verbrannt haben, weil sie diese im Frühjahr nicht mehr brauchten. Der Termin für diese Verbrennung (valencianisch: cremà) sei dann im Laufe der Zeit auf den Tag des Heiligen Josef (San José/Sant Josep) am 19. März gelegt worden. Da Josef, der Ziehvater Jesu von Nazaret, wie auch sein Sohn Zimmermann war, gilt er in Spanien als Schutzpatron der Zimmerleute.

Jedes Stadtviertel hat sein eigenes Programm mit kleinen Feuerwerken, Mascletàs, Wettbewerben etc. Auf dem Weg durch die Stadt stößt man zudem ständig auf eine der über 350 Kapellen, die während der Festwoche durch die Straßen ziehen und Pasodoble spielen. Jeder Verein stellt eine Fallera, eine Valencianerin in traditioneller Tracht; unter allen Mädchen wird dann die Fallera Mayor gewählt, die das Fest dann eine Woche lang offiziell repräsentiert.

Während der Fallas gibt es ein interessantes Programm, z.B. die Ofrena de Flors, der zweitägige Opfergang zu Ehren der Verge dels Desamparats (Heilige Jungfrau der Schutzlosen), die gleichzeitig die Stadtpatronin Valencias ist. An der Ofrena de Flors nehmen kommen Männer und Jungen im traditionellen Anzug, Frauen und Mädchen in Röcken aus feiner Seide und teurem Brokat, die Haare kunstvoll aufgesteckt. In den Gala-Kostümen steckt nicht selten ein ganzes Monatseinkommen; sie werden aber immer wieder getragen. Auf der Plaza de la Virgen wird eine 14 Meter hohe Holzstatue der Heiligen Jungfrau aufgebaut. Darauf wird aus den Blumen, die die Teilnehmer der Ofrenda bringen, das Madonnenkleid gesteckt.

Ihren Höhepunkt finden die Feierlichkeiten in der Nacht zum 20. März. Zu Ehren des Heiligen Josef werden die Fallas um Mitternacht verbrannt, wobei die größte auf der Plaza del Ayuntamiento vor dem Rathaus angezündet wird