Jean-Luc Mylayne – Herbst im Paradies

Dies ist die erste institutionelle Einzelausstellung des französischen Künstlers und Fotografen Jean-Luc Mylayne in Deutschland. Das Schaffen von Jean-Luc Mylayne (*1946, in Frankreich) konzentriert sich seit über 40 Jahren auf die Begegnung mit Vögeln, gleichzeitig thematisiert er anhand von zeitlichen Aspekten die Entstehung und Wahrnehmung von Bildern.

Die Ausstellung präsentiert rund 40 großformatige Fotografien, die zwischen 1979 und 2008 entstanden sind. Die fliegenden Hauptfiguren sind meist Singvögel. Vom ländlichen Südfrankreich bis in die Steppen der südwestlichen USA verfolgt der Künstler, in Begleitung seiner Partnerin, eine künstlerische Arbeit, die gleichermaßen radikal wie poetisch ist. Das Augenmerk liegt auf dem Gewöhnlichen; die Einzigartigkeit des Vogels sowie des Moments offenbart sich erst bei genauerem Hinschauen. Seine sorgfältig durchkomponierten Fotografien sind weit entfernt von einem flüchtigen Schnappschuss, vielmehr sind sie das Ergebnis von wochen- oder monatelanger Vorbereitung, in der der Künstler Vertrauen zu den Tieren aufbaut und diese mit speziell angefertigten Kameraobjektiven in Szene setzt. Zum künstlerischen Prinzip Mylaynes gehört auch, dass der perfekte und unwiederholbare Moment der Aufnahme stets nur als Unikat entwickelt wird.

Das internationale Ausstellungsprojekt entsteht in Zusammenarbeit mit der Fondation Vincent van Goghin Arles, Frankreich, dem Aargauer Kunsthaus in Aarau, Schweiz, dem Long Museum in Shanghai, China, und dem Huis Marseille, Museum for Photography in Amsterdam, Niederlande.

Ausstellung 06.03.-17.05.2020, Kestnergesellschaft, Hannover, kestnergesellschaft.de

Bilder:
oben: Février Mars Avril 2007
unten: N° 96, Août 1990 à Décembre
Fotos: Collection Mylène et Jean-Luc Mylayne)