Schloß Benrath: Die hängenden Gärten von Babylon

Stiftung Schloss und Park Benrath öffnet ihre Museen ab Samstag, den 9.5.2020 wieder. Das Museum Corps de Logis, das Museum für Gartenkunst und das Naturkundemuseum öffnen für die BesucherInnen zunächst jeden Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

Somit wird auch die Sonderausstellung „Die Hängenden Gärten von Babylon“ jetzt im Museum für Gartenkunst zu sehen sein, die Ausstellung wurde bis zum 21. Juni 2020 verlängert.

Vom Weltwunder zur grünen Architektur: Architektur und ihre Bepflanzung bilden nicht erst seit der Diskussion um den Klimawandel eine Einheit. Das Zusammenspiel von menschlicher Bebauung und natürlicher Begrünung hat eine lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Mit den Hängenden Gärten von Babylon, einem der sieben antiken Weltwunder, verbindet sich seit Jahrhunderten die Faszination grüner Architektur. Sie sind antike Vorreiter für moderne Symbiosen zwischen Gebäude und Grün. Die Ausstellung nimmt die BesucherInnen mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte bepflanzter Architektur.

Die Hängenden Gärten von Babylon nehmen unter den sieben antiken Weltwundern eine besondere Stellung ein: Bis heute ist umstritten, ob sie jemals existiert haben. Gleichzeitig verbindet sich mit den Hängenden Gärten, also begrünter Architektur, seit vielen Jahrhunderten eine große Faszination.

Schon zu Zeiten Alexanders des Großen erzählen Texte die Geschichte einer bepflanzten Terrassenarchitektur von monumentaler Größe. Sie sind ein antiker Vorreiter für moderne Symbiosen zwischen Gebäude und Grün und befeuerten die Bildphantasie von Künstlern seit dem 16. Jahrhundert.

Nun hat die Stiftung Schloss und Park Benrath sich das Thema zu eigen gemacht: Die Ausstellung „Die Hängenden Gärten von Babylon“ führt durch eine lange Geschichte grüner Architektur – von den ersten literarischen und bildlichen Erwähnungen bis in die heutige Zeit, in der die Herausforderungen des Klimawandels auch architektonisch gemeistert werden müssen.

Die Sonderausstellung verfolgt die Überlieferungsgeschichte der mythischen babylonischen Königin Semiramis, mit der die Hängenden Gärten bis heute verbunden werden. Daneben fällt der Blick auf die archäologische Wiederentdeckung Babylons um 1900. Schließlich werden die Hängenden Gärten als Bautypus eines bepflanzten Dachgartens verfolgt, von dem sich Beispiele seit dem 15. Jahrhundert erhalten haben. Im Zeichen von Klimawandelund Nachhaltigkeitsanspruch führt seit einigen Jahren eine neue „Hortitecture“ die Tradition fort und definiert das Verhältnis von Architektur und Bepflanzung völlig neu – blühende, grüne Natur mitten in gebauter Stadtarchitektur.

Mit Christoph Ingenhovens gerade entstehendem Kö-Bogen-II-Projekt, von dem Modelle zu sehen sein werden, kann das in Düsseldorf hautnah miterlebt werden

Schloß Benrath, Düsseldorf, schloss-benrath.de