GARTENFOKUS – “FreilichtKunst“

Die Präsentation von Kunstwerken in Gärten und Parkanlagen hat eine lange Tradition. Vom Gesamtkunstwerk des Barockgartens bis zu minimalistischen Land Art Konzepten entwickelten sich dabei ganz unterschiedliche Positionen. Die Fotoausstellung in Schloss Dyck richtet den Blick auf zeitgenössische Kunstwerke in Gärten und Parks und ihre Beziehung zur Umgebung. Gezeigt werden Skulpturen, Installationen, aber auch gartengestalterische Eingriffe, die in den letzten Jahrzehnten an ganz unterschiedlichen Orten entstanden.

Mal haben Künstler ihre Werke für die jeweiligen Standorte geschaffen, mal sind es Kunstmäzene oder Institutionen, die ihre Sammlungen im Garten präsentieren. Die Fotografien gehen dem Verhältnis zwischen Kunstwerk und Umgebung nach, blicken auf Wechselwirkungen und Symbiosen.

So bilden in Chaumont und Wijlre geschichtsträchtige Schloss- und Parkanlagen mit entsprechenden kunsthistorischen Strukturen einen fruchtbaren Kontrast zu den Werken internationaler Künstler. Den Hortillonnages, Amiens einzigartigen, seit den 1960er Jahren jedoch zunehmend verwahrlosten Garteninseln wiederum, hauchen seit nunmehr zehn Jahren junge Gartengestalter, Künstler und Künstlerinnen alljährlich im Rahmen eines Garten- und Kunstfestivals durch ihre Werke neues Leben ein. Bemerkenswert schließlich sind auch die in Nordfrankreich liegenden Gärten des Friedens. Diese Orte der Besinnung sind auf die Schönheit des Friedens gerichtet. Sie sind das Werk von Gartengestaltern aus den Ländern, die am Ersten Weltkrieg beteiligt waren.

Neben den Arbeiten an solch spezifischen Orten zeigt die Ausstellung auch unterschiedliche Facetten im Werk ausgewählter Künstler. Den Arbeiten des britischen Künstlers Stuart Ian Frost (*1960), des baskisch-spanischen Bildhauers und Malers Agustín Ibarrola (*1930), der deutschen Künstlerin Cornelia Konrads (*1957), der australischen Künstlerin Angela Kornie (*1980) und des Schweizer Bildhauers Urs-Peter Twellmann (*1959) wurde dabei besonderer Raum gegeben.

Ausstellung bis 20.02.2022, Stiftung Schloss Dyck, Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur, Jüchen, http://www.stiftung-schloss-dyck.de