Jean Michel Othoniel: My Way

Jean Michel Othoniel ist die größte Einzelausstellung des Künstlers in Paris seit seiner Retrospektive „My Way“ im Centre Pompidou im Jahr 2011 sein.

Zu diesem Anlass und mit mehr als 70 neuen Werken hat Othoniel das „Narzissentheorem“ erfunden, das von einem blühenden Menschen handelt, der sich selbst und die Welt um ihn herum reflektiert.  Laut Gaston Bachelard ist „Narzissmus nicht immer neurotisch. Er kann auch eine positive Rolle in der ästhetischen Arbeit spielen. Sublimierung ist nicht immer die Negation des Begehrens. Sie kann eine Sublimierung um eines Ideals willen sein“.

Othoniel webt ein Netz aus Unwirklichkeit, Verzauberung, Illusion und Befreiung der Phantasie. Flüsse aus blauen Ziegeln, Lotus, Necklaces, Crown of the Night, Wild Knots und Precious Stonewall sind in der Architektur versteckt, auf den Wasserspiegeln der Pools platziert, an Bäumen aufgehängt; neue Werke stehen im Dialog mit der Architektur des Petit Palais und den goldenen Gärten.

Diese Ausstellung ist eine Botschaft der Öffnung, die dem Publikum frei gegeben wird. Im Zeichen der Wiederverzauberung und der Theorie der Spiegelungen, die der Künstler seit zehn Jahren im Dialog mit dem mexikanischen Mathematiker Aubin Arroyo entwickelt, ist diese Ausstellung eine Gelegenheit zum Träumen und, solange sie andauert, zum Widerstand gegen die Desillusionierung der Welt.

Avenue Winston Churchill 75008 Paris,

https://www.petitpalais.paris.fr/en

(Fotos: Jean Michel Othoniel)