Landeszentrale für politische Bildung feiert 75-jähriges Jubiläum

Die Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen feierte ihr 75-jähriges Bestehen mit einer Geburtstagsparty im Kunstpalast in Düsseldorf.

Der erste Ministerpräsident des Landes, Rudolf Amelunxen, hatte am 2. Oktober 1946 die zunächst „Staatsbürgerliche Bildungsstelle“ genannte Einrichtung ins Leben gerufen. Seit 1967 trägt die Landeszentrale ihren heutigen Namen. Ihre Aufgabe ist es, im bevölkerungsreichsten Bundesland das demokratische Bewusstsein und die politische Partizipation zu fördern. Aktuelle und historische Diskurse greift die Landeszentrale unter anderem mit Publikationen, Veranstaltungen und Online-Angeboten auf. „Demokratie leben“ ist das Motto der unabhängigen und überparteilichen Bildungseinrichtung, die seit 2017 zum Geschäftsbereich des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gehört.

Ministerpräsident Armin Laschet sagt: „Erfolgreiche Demokratie lebt von den Menschen, die sie gestalten. Seit 75 Jahren erklärt die Landeszentrale für politische Bildung wie Demokratie funktioniert und wie man sich an ihr beteiligen kann. Damit unterstützt sie Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen dabei, sich mit Politik zu befassen und fördert das Demokratieverständnis sowie die Bereitschaft zu politischer Partizipation. Gerade in Zeiten polarisierender Diskussionen, etwa in den Sozialen Medien, ist die Vermittlung von demokratischen Grundwerten von essenzieller Bedeutung. Umso wichtiger bleiben Arbeit und Auftrag der Landeszentrale – wenn es um die großen politischen Themen sowie um konkreten Fragen unseres Zusammenlebens geht.“

Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft, betont: „Die Landeszentrale für politische Bildung hat sich immer wieder neuen Aufgaben und Herausforderungen gestellt und ihren hohen Wert bewiesen: In der Gründungszeit standen vor allem die Auseinandersetzung mit der Herrschaft der Nationalsozialisten sowie der Ost-West Gegensatz auf der Agenda. Heute umfassen die Themen ein weites Spektrum – von Extremismus über den Umweltschutz bis zur Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Landeszentrale unterstützt damit ganz wesentlich die Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger am gesellschaftlichen Leben. Politische Bildung bleibt auch nach 75 Jahren immer relevant und unverzichtbar.“

Dr. Guido Hitze, Leiter der Landeszentrale für politische Bildung, unterstreicht: „Vom Zuzug sogenannter „Gastarbeiter“ oder geflüchteter Menschen ins „Einwanderungsland“ Nordrhein-Westfalen bis zur verstärkten Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus nach den ersten Wahlerfolgen der NPD in den 1960er Jahren oder im Anschluss an die Enttarnung des NSU: Die ereignisreiche Geschichte Nordrhein-Westfalens hatte immer wieder Einfluss auf die Themenauswahl. Seit 2004 prägt die Landeszentrale durch ihren Slogan „Demokratie leben“ die Debatte um Demokratie als Staats- und Lebensform. In den 2010er Jahren griff die Landeszentrale mit dem NRW-Forum frühzeitig die Diskussion um Populismus und Big Data auf. Stetiger Wandel durch neue Fragestellungen bei gleichzeitig kontinuierlicher Grundlagenarbeit prägen das Angebot der Landeszentrale für politische Bildung.“

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Fotos: Hans Burger