04.12.2021 Bärbeletreiben

Wenn die Nächte dunkler, rauer und kälter werden und es drinnen umso gemütlicher ist, wenn die Weihnachtszeit vor der Tür steht, werden im Oberallgäu die Bräuche lebendig. Beispielsweise einer der ältesten Bräuche überhaupt, das Allgäuer Bärbeletreiben.

Das Bärbeletreiben – junge Frauen in schaurigen Masken – findet immer am 4. Dezember statt, am Namenstag der heiligen Barbara. Im Allgäu und am Rhein war dieser Tag der eigentliche Gabentag für die Menschen, der später dann auf Nikolaus verschoben wurde.

Die Bärbele im Allgäu tragen Fetzengewänder, Masken und Besen. Oft sind diese Kleidungsstücke aus dem Fundus der Ahnen und Großmütter – alte Kittelschürzen oder Kopftücher. Diese Gewänder sind somit auch eine Huldigung an die Ahninnen jeder Frau, die mit läuft.  Junge „Fehla“, also unverheiratete Mädchen und junge Frauen, ziehen geräuschvoll durch die rauhen Winternächte und vertreiben symbolisch die Geister und Dämonen der dunklen Winterszeit.