06.08.2022 Tag der Trinkhallen: „Revierkultur. Trinkhallen im Ruhrgebiet“

Großfotografien geben einen Überblick über die Geschichte der Trinkhallen im Ruhrgebiet von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart. Die Schau vereint historische Motive mit Fotografien von Brigitte Kraemer, Dieter Rensing und Helmut Orwat und ist bis 21. August auf dem Zechenplatz zu sehen.

Die Ausstellung zeigt die Architektur und die Menschen rund um die Trinkhalle im Wandel der Zeit. Auf den stark vergrößerten Ansichtskarten des 19. Jahrhunderts rücken die Trinkhallen als Zierde der Parks und Plätze in den Mittelpunkt. Fotografien aus den 1940er und 50er Jahren zeigen die Buden auf Gehwegen und an noch wenig befahrenen Straßen. Die Aufnahmen aus den 1980er Jahren bis zur Gegenwart rücken die Menschen in den Vordergrund: freundliche Besitzer, die inmitten ihres breiten Sortiments auf ihre Kundschaft warten, Kunden, die ihre tägliche Zeitung holen oder Kinder, die ihr Taschengeld in die gemischte Tüte Süßigkeiten investieren. Aber auch eine verlassene Trinkhalle ist zu sehen, mit einer Kundin, die aufmerksam den Aushang des Besitzers studiert.

Die Trinkhallenkultur wurde 2020 offiziell in das kulturelle Erbe Nordrhein-Westfalens aufgenommen. „Ich freue mich sehr, dass in diesem Jahr gleich zwei Trinkhallen in unmittelbarer Nähe der Zeche Hannover zu den aktiven Programmbuden am Tag der Trinkhallen gehören. Mit unserer Outdoor-Ausstellung wollen wir einen Beitrag zur Geschichte der Trinkhallenkultur leisten. Zu Fuß oder mit dem Rad ergibt sich so eine tolle Trinkhallentour im Bochumer Norden“, sagt Museumsleiter Dietmar Osses.

Zeche Hannover, Westfälisches Landesmuseum für Industriekultur
Günnigfelder Straße 251, Bochum

(Foto: LWL/Hudemann)