Früher war mehr Lametta

Lametta, das mit seinem Glanz und Glitter bei der Gestaltung des Weihnachtsfestes einst eine wichtige Rolle spielte, hat im 21. Jahrhundert Presseberichten zufolge „ausgedient“.

In bunte Tütchen zurücksortiert, übersommern vielleicht noch einige Silberfäden in einer alten Schuhschachtel in Omas Weihnachtskiste. Geblieben sind neben Familienfotos unterm glitzernden Weihnachtsbaum vor allem schöne Kindheitserinnerungen.

Lametta am Weihnachtsbaum ist Geschmackssache: Je nach familiärer Tradition weckt es entweder Begeisterung oder strikte Ablehnung. Seine Reduzierung auf schmale, dünne, silberne Metallstreifen, die einen grünen Tannenbaum alljährlich in einen kitschigen, flimmernden Weihnachtsbaum verwandeln, wird seiner kulturell, industriell und sozial bedeutungsvollen Entwicklungsgeschichte jedoch nicht gerecht.

Die Ausstellung geht zurück auf Spurensuche in die Zeit, in der Lametta weltweit der Inbegriff von Christbaumschmuck war. Die Exponate überraschen in ihrer Vielfalt, und neben dem weihnachtlichen Aspekt zeigt die Ausstellung auch einige Objekte der Metallfaden-Industrie, die in Friedens- wie in Kriegszeiten für die Militärausrüstung von Bedeutung waren.

Ausstellung bis 08.01.2023, Dreieich Museum

www-dreieich-museum.de