Amseln Kiefer

Die Kunsthalle Mannheim zeigt Werke von Anselm Kiefer aus drei Werkphasen: Von frühen Arbeiten wie Große Fracht (1981/1996) mit applizierten Bleiobjekten über die vielteilige Installation Palmsonntag (2007), in deren Mitte sich eine Palme befindet, bis zu der raumgreifenden Skulptur Der verlorene Buchstabe (2011-2017) werden großformatige, mehrdimensionale Bilder und Skulpturen gezeigt.

Paradies! Paradies?

Zwischen Krieg und der Sehnsucht nach einer idyllischen Welt – die Arbeiten des Malers August Macke erzählen von Reisen in ferne Länder, dem Zauber des Alltags und einer vermeintlich heilen Welt. Paradies! Paradieszeigt 80 Werke aus allen Schaffensphasen des Bonner Expressionisten – darunter auch 16 Gemälde und Aquarelle, die bereits 1920 im Museum Wiesbaden gezeigt wurden. Ergänzt wird die Schau mit 23 Werken von "Rheinischen Expressionisten", die von Macke inspiriert wurden.

Kontrastprogramm im Kunstpalast

Konträrer können die beiden neuen Ausstellungen im Düsseldorfer Kunstpalast kaum sein und doch verbindet sie eine Gemeinsamkeit: die Reflexionen der Künstler auf die Zeitumstände, die mit Kritik von verhalten über ironisch bis schockierend verbunden sind. Die Präsentationen „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“ ebenso wie „Empört Euch! Kunst in Zeiten des Zorns“ sind einen Besuch wert!

Impressionismus in Russland. Aufbruch zur Avantgarde

Paris war vor 1900 der Anziehungspunkt für russische Künstler. Hier begegneten sie den Werken von Claude Monet und Auguste Renoir und ließen sich von den Themen und der Malweise der französischen Impressionisten anregen. Zurück in Russland malten sie en plein air und spürten der Flüchtigkeit des Moments in Portraits der Szenen des russischen Alltags nach. Auch Maler, die später die russische Avantgarde bildeten, entwickelten aus dem impressionistischen Studium des Lichts ihre neue Kunst.

Surrealistisches Rendez-vous: Hans Arp und Salvador Dalí

Wie kaum ein anderer hat es Dalí geschafft, nicht nur durch seine einzigartige Malerei Berühmtheit zu erlangen, sondern auch als Inbegriff des exzentrischen Künstlers zum Star zu werden. Er bringt die Grenze zwischen Hoch- und Popkultur, zwischen Kunst und Alltag zum Einsturz und erreicht so ein breites Publikum. Der Ausstellungsteil im historischen Bahnhof zeigt dieses geniale Selbstmarketing in all seinen Facetten: Dalí als Mythos, Marke und Multimediakünstler.

Oskar Koller zum 95. Geburtstag

Wer sie einmal gesehen hat, kann sich ihrer Wirkung kaum entziehen: Die Aquarelle des gebürtigen Erlangers Oskar Koller brennen sich ein ins Farbgedächtnis. Viele kennen seine Blumenbilder, seine Bilder von griechischen Inseln, seine orientalischen Ansichten. Die Freude an der Farbe – kaum ein zeitgenössischer Maler zeigt sie so evident wie Oskar Koller (1925-2004), der in diesen Tagen 95 Jahre alt geworden wäre.

INTO SPACE

Into Space“ thematisiert die Sehnsucht des Menschen nach dem Weltraum, nach Schwerelosigkeit, fernen Galaxien und den Glauben an bisher unfassbare Energien in Raum und Zeit außerhalb unserer Wahrnehmung. Die Ausstellung bringt eine Bildhauerin und zwei Bildhauer zusammen, die ein besonderes Gespür für elementare Fragen des Universums haben und dort ansetzen, wo Gewissheiten der Naturwissenschaften an ihre Grenzen stoßen. Naum Gabo (1890–1977), Berta Fischer (*1973) und Björn Dahlem (*1974) reflektieren vor dem Hintergrund fundamentaler Erkenntnisse der theoretischen Physik des 20. und 21. Jahrhunderts über Zeit, Raum, Energie und Materie.

Spektakulär: der neue Makart-Saal in Hamburg

Mit „Making History“ wagt die Hamburger Kunsthalle einen fulminanten Sprung zurück in die Geschichte. Das größte Gemälde des Museums, „Der Einzug Karls V. in Antwerpen“ von Hans Makart (1840–1884), bildet den Mittelpunkt einer gelungenen Präsentation, die eine plastische Vorstellung von der Diversität und Widersprüchlichkeit in der Kunstentwicklung des 19. Jahrhunderts vermittelt.

Kindheit im Ruhrgebiet

Die Ausstellung wurde als Erinnerungsausstellung unter Einbeziehung der Bevölkerung des -Ruhrgebiets konzipiert: „Die persönlichen Erinnerungen der Menschen sind der Ausgangspunkt für ein großes Panorama der Kindheit im Ruhrgebiet über vier Jahrzehnte, welches die individuellen Erinnerungen der Leihgeber*innen und ihren durch die Objekte vermittelten Geschichten mit der in der Fotografischen Sammlung des Ruhr Museums beheimateten kollektiven Erinnerung zum Ruhrgebiet verbindet. So entsteht ein höchste persönliches und gleichzeitig zu verallgemeinerndes Bild einer historischen Kindheit in einer besonderen Region“ skizziert Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums.

Leipziger Industriekultur: 360 Grad-Videoshow im Kunstkraftwerk

Im Fokus stehen die Stadtteile Lindenau, Plagwitz und Schleußig sowie deren Entwicklung von Dörfern hin zum städtischen Industriestandort. Aus der Perspektive vier fiktiver zeitgenössischer Personen gibt es einen Einblick in das Leben und den Alltag der industriellen Arbeiterschaft. So erinnern eine Anwohnerin und ein Unternehmer an die einsetzende Urbanisierung und Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Veranschaulicht werden die Umgestaltung des Wohnortes und das geschäftliche Treiben.

30 Jahre duesseldorf-festival

Die Planung für das Düsseldorf Festival 2020 war gerade abgeschlossen, als die Pandemie kam. Doch schnell erreichte die Organisatoren eine Welle von Solidarität und Unterstützung. Deshalb feiert man in diesem Jubiläumsjahr ein Festival der Gemeinschaft und Solidarität, bei dem vor allem KünstlerInnen aus Düsseldorf und der Region auftreten. Großveranstaltungen und ein Theaterzelt kann es diesmal nicht geben, aber zu erwarten sind dennoch berührende und lohnenswerte Erlebnisse.

Keith Haring „Ich wollte Intensität für mein Leben“

Die Ausstellung Keith Haring versammelt frühe Zeichnungen und Experimente mit Video und Performance, großformatige Gemälde auf Papier, Leinwand und Vinyl, darunter zahlreiche seiner populärsten Bilderfindungen wie das Radiant Baby und den Barking Dog, außerdem zahlreiche Beispiele für Harings gesellschaftliches Engagement und seine Beschäftigung mit Produktdesign (Plakate, Schallplattencover usw.).

Katharina Grosse. „It Wasn’t Us“

Die Malerei von Katharina Grosse kann überall auftauchen: auf einem Gummistiefel, auf einem Ei, auf den gestauchten Falten eines Tuches, entlang des Bahngleises, am Strand, im Schnee, auf einem Skulpturengebilde oder an der Fassade und auf dem Dach. Ihre raumgreifenden Arbeiten sind multidimensionale Bildwelten, in denen Wände, Decken, Objekte und ganze Gebäude und Landschaften mit leuchtenden Farben überzogen sind.

Aufbruch in die Moderne. Familie Viegener und die Fotografie

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt in der Henrichshütte Hattingen die Ausstellung "Aufbruch in die Moderne. Familie Viegener und die Fotografie". Mit einer Auswahl von 60 Schwarz-Weiß Fotografien aus 60 Jahren präsentiert das LWL-Industriemuseum in Kooperation mit dem LWL-Medienzentrum für Westfalen ein fotografisches Spektrum.

Michelangelo ganz nah

Mit der Ausstellung "Michelangelo - Der andere Blick" präsentiert das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur/Stiftung Kloster Dalheim ab sofort Michelangelos herausragende Fresken als Reproduktionen. 50 großformatige Darstellungen laden in der Klosterkirche ein, eines der berühmtesten Werke der Kunstgeschichte aus der Nähe zu entdecken. Mit 36 Quadratmetern Bildfläche ist Michelangelos berühmte Darstellung des Jüngsten Gerichts die größte in Dalheim präsentierte Reproduktion.

„Koudelka. Industries“

Die 40 Motive zeigen massive Umformungen der Landschaft durch den Menschen, zum Beispiel im Braunkohle-Tagebau in der Tschechischen Republik und Deutschland, den Stahlhütten Frankreichs und den Ölfeldern Aserbaidschans. "Koudelkas Bilder zeigen die Wunden, die Wohlstand und Konsum in der Landschaft hinterlassen. Sie entstanden Anfang der 1990er-Jahre, haben aber nichts von ihrer Aktualität verloren.

Contra Corona – Deutsches Heißglas 2020

"Contra Corona" versammelt Werke von 30 in Deutschland arbeitenden zeitgenössischen Künstlern, die trotz der Pandemie ihrer Faszination durch den Werkstoff Glas treu bleiben. Das Spektrum der gezeigten Werke ist vielfältig. Sie verbindet lediglich die Technik: Alle verwenden mundgeblasenes Glas. Alle Beteiligten konnten bis zu drei Werke auswählen, die einen prägnanten Eindruck ihres Schaffens vermitteln. Formal bewegten sich die meisten Künstler*innen innerhalb der Studioglas-Szene, stellen also künstlerische Unikate, Kleinserien oder Gebrauchsglas her. Vertreten sind 20 Kunstschaffende und Designerinnen, die selbst Hohlglas blasen oder das mundgeblasene Glas kalt veredeln.

Daniel Knorr – WE MAKE IT HAPPEN

Daniel Knorr (1968, Bukarest) zählt zu den innovativsten Konzeptkünstlern seiner Generation. Seine ortsspezifischen Installationen sorgten in der Vergangenheit für viel Aufsehen: So ließ er anlässlich der documenta 14 weißen Rauch aus dem Zwehrenturm über Kassel aufsteigen und löste 2005 mit einem leeren Pavillon (European Influenza), mit dem er sein Heimatland Rumänien bei der 51. Biennale in Venedig vertrat, eine politische Debatte aus. Aus heutiger Sicht erscheint der "politisch infektiöse" Biennale Pavillon-Beitrag von damals wie eine subtile Vorahnung der heutigen Corona-Pandemie.

Edward Hopper

Edward Hopper (1882–1967), einer der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts, wurde in Nyack, New York, geboren. Nach einer Ausbildung zum Illustrator studierte er bis 1906 Malerei an der New York School of Art. Neben der intensiven Beschäftigung mit deutscher, französischer und russischer Literatur boten besonders Maler wie Diego Velázquez, Francisco de Goya, Gustave Courbet und Édouard Manet dem jungen Künstler wichtige Orientierungspunkte.

05.07.2020 Eröffnung Skulpturenpark im Lantz’sche Park

Der denkmalgeschützte Lantz'sche Park im Düsseldorfer Norden bietet in diesem Sommer ein besonderes Erlebnis: Im Rahmen des Pilotprojektes, das unter der kuratorischen Leitung von Dr. Gregor Jansen im Auftrag der Kunstkommission Düsseldorf steht, werden klassisch installierte und teilweise für den Park neu konzipierte Werke präsentiert und durch ein wöchentliches Aktionsprogramm ergänzt.

Peter Lindbergh: Untold Stories

Die Ausstellung „Untold Stories“ ist die erste von Peter Lindbergh selbst kuratierte Werkschau. Der renommierte in Duisburg aufgewachsene Fotograf hat zwei Jahre an der Präsentation gearbeitet und diese unmittelbar vor seinem Tod Anfang September 2019 fertiggestellt. Sein Vermächtnis ist noch bis zum 24. September 2020 im Kunstpalast Düsseldorf zu sehen.