Expressionistisches Quintett: „Avantgarde in Farbe“

Kunst dort erleben, wo sie entstanden ist. Durch die oberbayerische Natur wandern, die Wassily Kandinsky und Franz Marc inspirierte. Und die Atmosphäre ihrer farbenfrohen und kontrastreichen Bilder in der Realität wahrnehmen. Die „MuSeenLandschaft Expressionismus“ präsentiert zwischen München und dem Alpenrand eine einmalige Symbiose aus Kultur und Natur: Besucher erleben hier die Werke des beginnenden 20. Jahrhunderts – und zwar genau dort, wo die berühmten Avantgardisten lebten und malten.

Licht des Südens – Künstler sehen Italien

Für die Menschen nördlich der Alpen stellte Italien schon immer einen Sehnsuchtsort dar. „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?“, dichtete Johann Wolfgang von Goethe 1783 und schuf so den Ausdruck für eine Sehnsucht, die für viele Künstlergenerationen seit der Renaissance zum Leitbild wurde. Sie suchten im Süden nicht nur nach der Leichtigkeit des Lebens, sondern nach Licht, Inspiration und künstlerischen Vorbildern.

Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik

Mit expressiven Bewegungen, extravaganten Erscheinungsbildern und expliziten Vorstellungen von der eigenen Rolle in einer sich rasant wandelnden Welt sprengten Tänzerinnen wie Claire Bauroff, Celly de Rheidt, Anita Berber und Valeska Gert in 1920er-Jahren die gesellschaftlichen Konventionen und Klischees ihrer Zeit. Sich traditionellen Erwartungshaltungen vehement wiedersetzend zogen sie als Pionierinnen eines radikal neuen Selbstverständnisses Blicke auf sich, machten mit exzentrischen Rollen in Avantgardestücken von sich Reden und experimentierten mit Ausdrucksmöglichkeiten zwischen Mimik, Tanz, Sprache und Laut.

Beuys & Bike

Joseph Beuys (1921-1986) erblickte das Licht der Welt in Krefeld, verbrachte aber seine Kindheit und Jugend in Kleve. Anläßlich seines 100 Geburtstages kann man die Orte, die in seinem Leben und Wirken eine wichtige Rolle gespielt haben, auf einer Radroute von Kleve bis Leverkusen erkunden.

Studio 54

Der wohl berühmteste Nachtclub der Welt erwacht zu neuem Leben. Mit der facettenreichen Sonderausstellung „Studio 54: Night Magic“ lässt das Dortmunder U die bewegte Disco-Ära wieder auferstehen. Nach New York und Toronto ist Dortmund die einzige europäische Station, an der Besucher*innen noch einmal tief in das Lebensgefühl der 70er-Jahre eintauchen können.

Louvre-Lens zeigt Picasso

Der Louvre und Pablo Picasso: die leidenschaftliche Begegnung zweier Monumente der Kunstgeschichte. Von Zeit zu Zeit konnte Picasso auf das Vertrauen und die Unterstützung tiefer Bewunderer innerhalb des Museums zählen, aber er musste sich auch mit mächtigen Kritikern auseinandersetzen.

OSTRALE Dresden „Atemwende“

Die 13. OSTRALE wird hauptsächlich in einem derzeit dem Verfall preisgegebenen Ostmoderne-Pavillon im Zentrum Dresdens, der einstigen Robotron-Kantine, stattfinden. Es werden zunächst 557 Werke aller Genres der zeitgenössischen Künste von 138 Künstlerinnen und Künstlern aus 34 Ländern gezeigt.

Niki de Saint Phalle: Structures for Life

Schon zu Beginn ihrer Karriere in den 1950er Jahren widersetzte sich Niki de Saint Phalle (Amerikanerin und Französin, 1930-2002) künstlerischen Konventionen und schuf Werke, die offenkundig feministisch, performativ, kollaborativ und monumental waren. Ihre erste große Ausstellung in den USA zeigt über 200 Werke, die Saint Phalles interdisziplinären Ansatz und ihre Auseinandersetzung mit drängenden sozialen Fragen unterstreichen. Innovation war der Schlüssel zu Saint Phalles Prozess.

GARTENFOKUS – “FreilichtKunst“

Die Präsentation von Kunstwerken in Gärten und Parkanlagen hat eine lange Tradition. Vom Gesamtkunstwerk des Barockgartens bis zu minimalistischen Land Art Konzepten entwickelten sich dabei ganz unterschiedliche Positionen. Die Fotoausstellung in Schloss Dyck richtet den Blick auf zeitgenössische Kunstwerke in Gärten und Parks und ihre Beziehung zur Umgebung. Gezeigt werden Skulpturen, Installationen, aber auch gartengestalterische Eingriffe, die in den letzten Jahrzehnten an ganz unterschiedlichen Orten entstanden.

ITALIENSEHNSUCHT! Auf den Spuren deutschsprachiger Künstlerinnen und Künstler 1905-1933

talien – spätestens seit Goethes Reise (1786–88) Sehnsuchtsziel und Inbegriff eines paradiesischen Arkadiens für „Nordländer“! Allein die Fülle der Kunstwerke in den Kirchen, Palazzi und Museen zog Bildungsreisende, aber auch Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt an. Daneben lockten die südliche Sonne, die mediterrane Landschaft, das gute Leben. Auch wenn Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Kunstmetropole Europas avancierte, blieb Italien für die junge Künstlergeneration ein begehrtes Reiseziel – zumal, wenn dies mit einem Stipendium in den deutschen Künstlerhäusern, der Villa Romana in Florenz oder der Villa Massimo in Rom verbunden war.

Benjamin Katz – Entdeckungen

Mit weltweit berühmten Schwarzweißportraits von Künstler*innen wie Georg Baselitz, Gerhard Richter, Joseph Beuys, Cindy Sherman oder Marisa Merz hat sich Benjamin Katz auf seine stille, aber höchst präsente Art einen festen Platz in der Geschichte der Künstlerfotografie erarbeitet. Doch hier steht nun ein anderer Teil seines Œu­v­res im Zentrum: Rund 200 ausgewählte Bilder aus dem fast eine halbe Million Negative umfassenden Archiv des Künstlers zeigen Landschaften, Stillleben oder Architekturdetails, die Katz mit unverwechselbarem Blick einfängt und meisterhaft ins Bild rückt.

Bernd & Hilla Becher, Photo & Druckgraphik

Die Ausstellung kombiniert repräsentative Photographien von Bernd und Hilla Becher mit Druckwerken unterschiedlicher Art, die die Entwicklung des Werkschaffens wie auch die Rezeptionsgeschichte exemplarisch vor Augen führen. Der Blick auf Plakate, Kunstdrucke, Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Einladungskarten in Kombination mit analog gefertigten Photographien vermittelt einen lebhaften Eindruck der vielen Auftritte und Lesarten, die die Motivwelt der Bechers zwischen den 1960er- und 2010er-Jahren, zwischen dem Heimatort von Bernd Becher, so ausgehend von Siegen, dem Rheinland, dem Ruhrgebiet, München, Venedig, Amsterdam, Göteborg, Paris, New York und Los Angeles etc. durchlaufen hat.

Cultural Affairs – Kunst ohne Grenzen

Seit jeher hat sich der Austausch der Kulturen auf ihre Kunst, auf ihr Kunsthandwerk und ihr Design ausgewirkt. Denn mit den Menschen reisen und migrieren auch Objekte, welche sich an neue Umgebungen und Kontexte anpassen. Dies spiegelt sich in ihrer Gestaltung wider: Zusammen mit den Kunstwerken sind auch ihre Formen, Dekore und Techniken einer Transformation unterworfen, welche von der Erfahrung des Reisens und der Migration herrühren.

Prachtvoll-vitale Bildwelten

Die Galerie Beck & Eggeling in Düsseldorf zeigt bis 17. Juli 21 die Doppelausstellung „Ein- und Ausblicke. Die üppigen Bildwelten von Wolf Hamm und Hartmut Neumann“. Im Max Ernst Museum Brühl des LVR sind gleichzeitig die Präsentationen „Hartmut Neumann –Verbotene Zonen“ und „Wolf Hamm – Große Prozesse“ zu sehen.

Die Unsichtbare Skulptur auf Zollverein

Anlässlich seines 100. Geburtstags widmen sich Stiftung Zollverein und Ruhr Museum dem "erweiterten Kunstbegriff nach Joseph Beuys". Im Rahmen des Jubiläumsprogramms "beuys 2021. 100 jahre joseph beuys" beleuchtet die dreigliedrige Ausstellung in Halle 8 des UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen die für Beuys‘ Werk zentralen Themen Demokratie, Ökologie und Kreativität und nimmt sein Konzept der "Unsichtbaren Skulptur" in den Blick.

Yayoi Kusama: Eine Retrospektive

Yayoi Kusamas erste institutionelle Retrospektive in Deutschland erstreckt sich über etwa 3000 m² und zeigt fast 300 Werke aus den letzten 80 Jahren. Die Ausstellung mit dem Untertitel A Bouquet of Love I Saw in the Universe umfasst Gouachen auf Papier, akkumulative Skulpturen, Happenings und Modearbeiten sowie jüngste Gemälde und einen neuen Infinity Mirror Room, der neben einer Rekonstruktion ihres ersten, 1965 in New York präsentierten Infinity Mirror Room gezeigt wird.

6 ½ WOCHEN: Selma Köran – Exit Athena

Mit „Exit Athena“ bringt Selma Köran die griechische Mythologie in die Gegenwart und betrachtet sie aus einer modernen, feministischen Position neu. Hesiods Theogonie (rund 700 v.Chr.) erzählt die Geschichte der griechischen Gottheiten. Aus ihren Kämpfen, Familienbeziehungen und Liebschaften geht Zeus als Herrscher des Olymp hervor und schafft die Grundlage für eine patriarchale Weltordnung.

Joseph Beuys. Der Raumkurator

Zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys widmet die Staatsgalerie dem Künstler eine Ausstellung, die sich mit dem Verhältnis des Künstlers zur Institution Museum auseinandersetzt. Ausgangspunkt ist der Beuys-Raum in der Staatsgalerie, den der Künstler im Jahr 1984 selbst eingerichtet hat.

Michelangelo ganz nah

Mit der Ausstellung "Michelangelo - Der andere Blick" präsentiert das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur/Stiftung Kloster Dalheim ab sofort Michelangelos herausragende Fresken als Reproduktionen. 50 großformatige Darstellungen laden in der Klosterkirche ein, eines der berühmtesten Werke der Kunstgeschichte aus der Nähe zu entdecken. Mit 36 Quadratmetern Bildfläche ist Michelangelos berühmte Darstellung des Jüngsten Gerichts die größte in Dalheim präsentierte Reproduktion.

JOSEPH BEUYS DENKEN. HANDELN. VERMITTELN.

Joseph Beuys hat ab den 1960er-Jahren neue Denkansätze geschaffen, die in ihrer Vielfalt noch heute zeitgenössisch wirken. Mit seiner Erweiterung des Kunstbegriffs und dem Konzept der Sozialen Plastik wurde er weltberühmt. Die Kunst – so Beuys’ Leitgedanke – solle auf der sozialen, politischen, geistigen und wissenschaftlichen Ebene wirksam werden und damit integraler Bestandteil unseres Denkens und Handelns sein.

HEINZ MACK

Der Kunstpalast widmet Heinz Mack (*1931) im Jahr seines 90. Geburtstages eine Ausstellung, die vornehmlich sein künstlerisches Schaffen ab den 1950er bis in die 1970er Jahre hinein präsentiert. Die Werkauswahl von etwa 100 Arbeiten fokussiert zentrale Stationen in Macks Werdegang wie das Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie, die ZERO-Zeit, lichtkünstlerische Environments sowie die Eroberung des Landschaftsraums durch Großprojekte in freier Natur.

Giorgio de Chirico – Magische Wirklichkeit

Erstmalig ist in Hamburg mit „Magische Wirklichkeit“ eine Ausstellung zu dem italienischen Künstler Giorgio de Chirico (1888–1978) zu sehen, einem der wichtigsten Vorläufer des Surrealismus und der Neuen Sachlichkeit. Im Zentrum der groß angelegten Schau steht mit der metaphysischen Malerei die bedeutendste Werkgruppe, die de Chirico schuf. Die ikonischen Bilder von sonnendurchfluteten leeren Plätzen, in denen das scheinbar Alltägliche mit einer neuen Bedeutung aufgeladen scheint, wirken heute, in Zeiten der Pandemie, besonders eindringlich und aktuell.

Amelie von Wulffen

Seit den 1990er Jahren hat Amelie von Wulffen (*1966) ein komplexes und eigenwilliges Werk entwickelt, das Fragen nach den historischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen von Malerei aufwirft. Dies erstreckt sich auch auf die Figur der Künstlerin selbst, die immer wieder in unterschiedlicher Gestalt in ihren Arbeiten auftaucht und dabei oft ihre persönliche Familienchronik mit nationaler Geschichte und existentiellen Fragen nach einem kulturellen und spezifisch deutschen Erbe verknüpft.

Zum 90. Geburtstag von Heinz Mack: „Tuschen und Keramiken“

Heinz Mack blickt auf ein erfülltes Leben zurück: Sein Schaffensdrang ist nach wie vor ungebremst, nach sechs erfolgreichen Ausstellungen, zahlreichen internationalen Messepräsentationen, 12 publizierten Büchern und internationalen Projekten, zeigt die Galerie Beck & Eggeling parallel zur großen Einzelausstellung im Museum Kunstpalast ‚Tuschen und Keramiken‘ des viel talentierten Künstlers.

Susanne Kühn: FLASH

In unsteten Zeiten wie diesen hat Kunst ein Problem: Sie kann die Menschen nicht zusammenzubringen, was ja doch eine ihrer vornehmsten Eigenschaften ist. Der Düsseldorfer Galerie Beck & Eggeling ist es trotzdem wichtig, ihr Ausstellungsprogramm weiterzuführen. In diesem Sinne wird noch bis zum 27. Februar 2021 die Ausstellung FLASH mit den neuesten Arbeiten der Malerin Susanne Kühn präsentiert.

2 x KIPPENBERGER

Das Museum Folkwang präsentiert Kippenbergers selten gezeigtes Hauptwerk The Happy End of Franz Kafka’s ‘Amerika’, dass in der großen Ausstellungshalle in den beeindruckenden Dimensionen seiner „Urfassung“ von 1994 zu sehen sein wird. Zeitgleich werden in den historischen Räumlichkeiten der Villa Hügel Künstlerbücher und -plakate Kippenbergers unter dem Titel Vergessene Einrichtungsprobleme in der Villa Hügel ausgestellt.

Andy Warhol

Andy Warhol (*1928 in Pittsburgh, † 1987 in New York) hat mit seiner Persönlichkeit Menschen in seinen Bann gezogen und polarisiert; seine Kunst hat eine ganze Ära geprägt. Sein facettenreiches Werk hat die Grenzen von Malerei, Skulptur, Film und Musik neu definiert. Mehr noch als seine bewussten Flirts mit der Welt des Kommerz und der Celebrities machen ihn aus heutiger Sicht seine Parteinahmen für alternative Lebensentwürfe zum Ausnahmekünstler, der unvermindert neue Lesarten und Erkenntnisse zu offenbaren vermag.

Amseln Kiefer

Die Kunsthalle Mannheim zeigt Werke von Anselm Kiefer aus drei Werkphasen: Von frühen Arbeiten wie Große Fracht (1981/1996) mit applizierten Bleiobjekten über die vielteilige Installation Palmsonntag (2007), in deren Mitte sich eine Palme befindet, bis zu der raumgreifenden Skulptur Der verlorene Buchstabe (2011-2017) werden großformatige, mehrdimensionale Bilder und Skulpturen gezeigt.

Paradies! Paradies?

Zwischen Krieg und der Sehnsucht nach einer idyllischen Welt – die Arbeiten des Malers August Macke erzählen von Reisen in ferne Länder, dem Zauber des Alltags und einer vermeintlich heilen Welt. Paradies! Paradieszeigt 80 Werke aus allen Schaffensphasen des Bonner Expressionisten – darunter auch 16 Gemälde und Aquarelle, die bereits 1920 im Museum Wiesbaden gezeigt wurden. Ergänzt wird die Schau mit 23 Werken von "Rheinischen Expressionisten", die von Macke inspiriert wurden.