Expressionistisches Quintett: „Avantgarde in Farbe“

Kunst dort erleben, wo sie entstanden ist. Durch die oberbayerische Natur wandern, die Wassily Kandinsky und Franz Marc inspirierte. Und die Atmosphäre ihrer farbenfrohen und kontrastreichen Bilder in der Realität wahrnehmen. Die „MuSeenLandschaft Expressionismus“ präsentiert zwischen München und dem Alpenrand eine einmalige Symbiose aus Kultur und Natur: Besucher erleben hier die Werke des beginnenden 20. Jahrhunderts – und zwar genau dort, wo die berühmten Avantgardisten lebten und malten.

Licht des Südens – Künstler sehen Italien

Für die Menschen nördlich der Alpen stellte Italien schon immer einen Sehnsuchtsort dar. „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?“, dichtete Johann Wolfgang von Goethe 1783 und schuf so den Ausdruck für eine Sehnsucht, die für viele Künstlergenerationen seit der Renaissance zum Leitbild wurde. Sie suchten im Süden nicht nur nach der Leichtigkeit des Lebens, sondern nach Licht, Inspiration und künstlerischen Vorbildern.

ITALIENSEHNSUCHT! Auf den Spuren deutschsprachiger Künstlerinnen und Künstler 1905-1933

talien – spätestens seit Goethes Reise (1786–88) Sehnsuchtsziel und Inbegriff eines paradiesischen Arkadiens für „Nordländer“! Allein die Fülle der Kunstwerke in den Kirchen, Palazzi und Museen zog Bildungsreisende, aber auch Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt an. Daneben lockten die südliche Sonne, die mediterrane Landschaft, das gute Leben. Auch wenn Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Kunstmetropole Europas avancierte, blieb Italien für die junge Künstlergeneration ein begehrtes Reiseziel – zumal, wenn dies mit einem Stipendium in den deutschen Künstlerhäusern, der Villa Romana in Florenz oder der Villa Massimo in Rom verbunden war.

Yayoi Kusama: Eine Retrospektive

Yayoi Kusamas erste institutionelle Retrospektive in Deutschland erstreckt sich über etwa 3000 m² und zeigt fast 300 Werke aus den letzten 80 Jahren. Die Ausstellung mit dem Untertitel A Bouquet of Love I Saw in the Universe umfasst Gouachen auf Papier, akkumulative Skulpturen, Happenings und Modearbeiten sowie jüngste Gemälde und einen neuen Infinity Mirror Room, der neben einer Rekonstruktion ihres ersten, 1965 in New York präsentierten Infinity Mirror Room gezeigt wird.

Michelangelo ganz nah

Mit der Ausstellung "Michelangelo - Der andere Blick" präsentiert das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur/Stiftung Kloster Dalheim ab sofort Michelangelos herausragende Fresken als Reproduktionen. 50 großformatige Darstellungen laden in der Klosterkirche ein, eines der berühmtesten Werke der Kunstgeschichte aus der Nähe zu entdecken. Mit 36 Quadratmetern Bildfläche ist Michelangelos berühmte Darstellung des Jüngsten Gerichts die größte in Dalheim präsentierte Reproduktion.

Giorgio de Chirico – Magische Wirklichkeit

Erstmalig ist in Hamburg mit „Magische Wirklichkeit“ eine Ausstellung zu dem italienischen Künstler Giorgio de Chirico (1888–1978) zu sehen, einem der wichtigsten Vorläufer des Surrealismus und der Neuen Sachlichkeit. Im Zentrum der groß angelegten Schau steht mit der metaphysischen Malerei die bedeutendste Werkgruppe, die de Chirico schuf. Die ikonischen Bilder von sonnendurchfluteten leeren Plätzen, in denen das scheinbar Alltägliche mit einer neuen Bedeutung aufgeladen scheint, wirken heute, in Zeiten der Pandemie, besonders eindringlich und aktuell.

Paradies! Paradies?

Zwischen Krieg und der Sehnsucht nach einer idyllischen Welt – die Arbeiten des Malers August Macke erzählen von Reisen in ferne Länder, dem Zauber des Alltags und einer vermeintlich heilen Welt. Paradies! Paradieszeigt 80 Werke aus allen Schaffensphasen des Bonner Expressionisten – darunter auch 16 Gemälde und Aquarelle, die bereits 1920 im Museum Wiesbaden gezeigt wurden. Ergänzt wird die Schau mit 23 Werken von "Rheinischen Expressionisten", die von Macke inspiriert wurden.

Impressionismus in Russland. Aufbruch zur Avantgarde

Paris war vor 1900 der Anziehungspunkt für russische Künstler. Hier begegneten sie den Werken von Claude Monet und Auguste Renoir und ließen sich von den Themen und der Malweise der französischen Impressionisten anregen. Zurück in Russland malten sie en plein air und spürten der Flüchtigkeit des Moments in Portraits der Szenen des russischen Alltags nach. Auch Maler, die später die russische Avantgarde bildeten, entwickelten aus dem impressionistischen Studium des Lichts ihre neue Kunst.

Surrealistisches Rendez-vous: Hans Arp und Salvador Dalí

Wie kaum ein anderer hat es Dalí geschafft, nicht nur durch seine einzigartige Malerei Berühmtheit zu erlangen, sondern auch als Inbegriff des exzentrischen Künstlers zum Star zu werden. Er bringt die Grenze zwischen Hoch- und Popkultur, zwischen Kunst und Alltag zum Einsturz und erreicht so ein breites Publikum. Der Ausstellungsteil im historischen Bahnhof zeigt dieses geniale Selbstmarketing in all seinen Facetten: Dalí als Mythos, Marke und Multimediakünstler.

Daniel Knorr – WE MAKE IT HAPPEN

Daniel Knorr (1968, Bukarest) zählt zu den innovativsten Konzeptkünstlern seiner Generation. Seine ortsspezifischen Installationen sorgten in der Vergangenheit für viel Aufsehen: So ließ er anlässlich der documenta 14 weißen Rauch aus dem Zwehrenturm über Kassel aufsteigen und löste 2005 mit einem leeren Pavillon (European Influenza), mit dem er sein Heimatland Rumänien bei der 51. Biennale in Venedig vertrat, eine politische Debatte aus. Aus heutiger Sicht erscheint der "politisch infektiöse" Biennale Pavillon-Beitrag von damals wie eine subtile Vorahnung der heutigen Corona-Pandemie.

Edward Hopper

Edward Hopper (1882–1967), einer der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts, wurde in Nyack, New York, geboren. Nach einer Ausbildung zum Illustrator studierte er bis 1906 Malerei an der New York School of Art. Neben der intensiven Beschäftigung mit deutscher, französischer und russischer Literatur boten besonders Maler wie Diego Velázquez, Francisco de Goya, Gustave Courbet und Édouard Manet dem jungen Künstler wichtige Orientierungspunkte.

Jubiläumsausstellung zum 100. Todestag von Max Klinger

Max Klinger (1857-1920) galt unter seinen Zeitgenossen als der "deutsche Michelangelo" und war nicht nur für seine Skulpturen und Gemälde berühmt, sondern vor allem für seine Druckgraphiken. Anlässlich seines 100. Todestages widmet das Museum der bildenden Künste Leipzig dem sächsischen Künstler eine umfassende Ausstellung. Unter dem Titel "KLINGER 2020" wird sein Schaffen und Werk in einen internationalen Kontext gestellt.

Es begann in den Sechzigern

Die Ausstellung „Die jungen Jahre der alten Meister - Baselitz, Richter, Polke, Kiefer“ bietet bis 5. Januar 2020 in den Deichtorhallen Hamburg einen umfassenden Blick auf die frühen Werke von vier weltbekannten Künstlern. Sie legten während der kreativen und produktiven 1960er Jahre den Grundstein dafür, dass heute ihre Werke in den Fokus des weltweiten Kunstinteresses gerückt sind.

Wege in die Abstraktion

Marta Hoepffner (1912–2000) ist eine zentrale Vertreterin der experimentellen Fotografie, die es in dieser Ausstellung zu entdecken gilt. Ihr Œuvre ist bis heute eher unbekannt und nur selten in Ausstellungen gezeigt worden. Mit über 50 Werken, die einen umfassenden Einblick in ihr Schaffen geben, widmet das Zeppelin Museum der Fotografin erstmals eine große Ausstellung.

Martin Kippenberger BITTESCHÖN DANKESCHÖN

Martin Kippenberger (1953–1997) war einer der vielseitigsten, produktivsten und einflussreichsten deutschen Künstler seiner Generation. Wie kein anderer verkörpert er das Bild des „typischen Künstlers“. Wie kein anderer lebte er eine untrennbare Symbiose von Leben und Kunstproduktion – intensiv und exzessiv mit allen persönlichen Konsequenzen. Alle seine Arbeiten sind im weitesten Sinne Selbstporträts, sagen etwas über ihn und sein Umfeld aus – auch die, die ihn nicht zeigen.

Sehenswert: die Ausstellung „Ai Weiwei“ in Düsseldorf

Haben Sie schon einmal 100 Millionen Sonnenblumenkerne auf einmal gesehen? Keine echten, sondern „made in China“ aus handbemaltem Porzellan, Symbol für das Zeitalter der Globalisierung und Massenproduktion und gleichzeitig ein Hinweis auf Mao, der sich als Sonne sah, auf die sich alle Chinesen wie Sonnenblumen ausrichten sollten? Die „Sunflower Seeds“, ausgebreitet auf fast 800 Quadratmetern, … Weiterlesen Sehenswert: die Ausstellung „Ai Weiwei“ in Düsseldorf

Das schwarze Modell von Géricault bis Matisse

Ausgehend von drei zentralen Momenten - die Abschaffung der Sklaverei (1794-1848), die Periode der Neuen Malerei (Manet, Bazille, Degas, Cézanne) und die ersten Avantgarde-Bewegungen des 20. Jahrhunderts - bietet eine Ausstellung im Musée Orsay in Paris bis zum 21. Juli 2019 eine neue Sicht auf ein Thema, das lange vernachlässigt wurde. Es geht um den … Weiterlesen Das schwarze Modell von Géricault bis Matisse

Karin Kneffel. Still

Karin Kneffel (*1957 in Marl) zählt zu den zentralen Vertreterinnen der zeitgenössischen Malerei. Sie war Meisterschülerin von Gerhard Richter, war Professorin für Malerei an der Hochschule für Künste in Bremen und lehrt aktuell an der Akademie der Bildenden Künste in München. Bekanntheit erlangte sie in ihrem Frühwerk mit der realistischen Darstellung von überdimensionierten Früchten und … Weiterlesen Karin Kneffel. Still