Giorgio de Chirico – Magische Wirklichkeit

Erstmalig ist in Hamburg mit „Magische Wirklichkeit“ eine Ausstellung zu dem italienischen Künstler Giorgio de Chirico (1888–1978) zu sehen, einem der wichtigsten Vorläufer des Surrealismus und der Neuen Sachlichkeit. Im Zentrum der groß angelegten Schau steht mit der metaphysischen Malerei die bedeutendste Werkgruppe, die de Chirico schuf. Die ikonischen Bilder von sonnendurchfluteten leeren Plätzen, in denen das scheinbar Alltägliche mit einer neuen Bedeutung aufgeladen scheint, wirken heute, in Zeiten der Pandemie, besonders eindringlich und aktuell.

Amelie von Wulffen

Seit den 1990er Jahren hat Amelie von Wulffen (*1966) ein komplexes und eigenwilliges Werk entwickelt, das Fragen nach den historischen, ökonomischen und sozialen Bedingungen von Malerei aufwirft. Dies erstreckt sich auch auf die Figur der Künstlerin selbst, die immer wieder in unterschiedlicher Gestalt in ihren Arbeiten auftaucht und dabei oft ihre persönliche Familienchronik mit nationaler Geschichte und existentiellen Fragen nach einem kulturellen und spezifisch deutschen Erbe verknüpft.

Zum 90. Geburtstag von Heinz Mack: „Tuschen und Keramiken“

Heinz Mack blickt auf ein erfülltes Leben zurück: Sein Schaffensdrang ist nach wie vor ungebremst, nach sechs erfolgreichen Ausstellungen, zahlreichen internationalen Messepräsentationen, 12 publizierten Büchern und internationalen Projekten, zeigt die Galerie Beck & Eggeling parallel zur großen Einzelausstellung im Museum Kunstpalast ‚Tuschen und Keramiken‘ des viel talentierten Künstlers.

Susanne Kühn: FLASH

In unsteten Zeiten wie diesen hat Kunst ein Problem: Sie kann die Menschen nicht zusammenzubringen, was ja doch eine ihrer vornehmsten Eigenschaften ist. Der Düsseldorfer Galerie Beck & Eggeling ist es trotzdem wichtig, ihr Ausstellungsprogramm weiterzuführen. In diesem Sinne wird noch bis zum 27. Februar 2021 die Ausstellung FLASH mit den neuesten Arbeiten der Malerin Susanne Kühn präsentiert.

2 x KIPPENBERGER

Das Museum Folkwang präsentiert Kippenbergers selten gezeigtes Hauptwerk The Happy End of Franz Kafka’s ‘Amerika’, dass in der großen Ausstellungshalle in den beeindruckenden Dimensionen seiner „Urfassung“ von 1994 zu sehen sein wird. Zeitgleich werden in den historischen Räumlichkeiten der Villa Hügel Künstlerbücher und -plakate Kippenbergers unter dem Titel Vergessene Einrichtungsprobleme in der Villa Hügel ausgestellt.

Andy Warhol

Andy Warhol (*1928 in Pittsburgh, † 1987 in New York) hat mit seiner Persönlichkeit Menschen in seinen Bann gezogen und polarisiert; seine Kunst hat eine ganze Ära geprägt. Sein facettenreiches Werk hat die Grenzen von Malerei, Skulptur, Film und Musik neu definiert. Mehr noch als seine bewussten Flirts mit der Welt des Kommerz und der Celebrities machen ihn aus heutiger Sicht seine Parteinahmen für alternative Lebensentwürfe zum Ausnahmekünstler, der unvermindert neue Lesarten und Erkenntnisse zu offenbaren vermag.

Amseln Kiefer

Die Kunsthalle Mannheim zeigt Werke von Anselm Kiefer aus drei Werkphasen: Von frühen Arbeiten wie Große Fracht (1981/1996) mit applizierten Bleiobjekten über die vielteilige Installation Palmsonntag (2007), in deren Mitte sich eine Palme befindet, bis zu der raumgreifenden Skulptur Der verlorene Buchstabe (2011-2017) werden großformatige, mehrdimensionale Bilder und Skulpturen gezeigt.

Paradies! Paradies?

Zwischen Krieg und der Sehnsucht nach einer idyllischen Welt – die Arbeiten des Malers August Macke erzählen von Reisen in ferne Länder, dem Zauber des Alltags und einer vermeintlich heilen Welt. Paradies! Paradieszeigt 80 Werke aus allen Schaffensphasen des Bonner Expressionisten – darunter auch 16 Gemälde und Aquarelle, die bereits 1920 im Museum Wiesbaden gezeigt wurden. Ergänzt wird die Schau mit 23 Werken von "Rheinischen Expressionisten", die von Macke inspiriert wurden.

Kontrastprogramm im Kunstpalast

Konträrer können die beiden neuen Ausstellungen im Düsseldorfer Kunstpalast kaum sein und doch verbindet sie eine Gemeinsamkeit: die Reflexionen der Künstler auf die Zeitumstände, die mit Kritik von verhalten über ironisch bis schockierend verbunden sind. Die Präsentationen „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“ ebenso wie „Empört Euch! Kunst in Zeiten des Zorns“ sind einen Besuch wert!