Schumann-Haus in Düsseldorf

Nach erfolgter denkmalgerechten Sanierung und Gebäudeerweiterung kann man das Schumann-Haus, von 1852 bis 1855 Wohnsitz der Schumanns, ein Museum zu Ehren des weltberühmten Musikehepaars, wieder besucht werden.

Das Gebäude konnte in seiner historischen Bausubstanz erhalten werden und vermittelt auch atmosphärisch die bürgerliche Kultur des 19. Jahrhunderts.

Freunde der klassischen Musik können rund 100 hochkarätige Exponate aus der über 1.000 Objekte umfassenden, renommierten Schumann-Sammlung der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie auf zahlreiche Inszenierungen und Interaktionselemente freuen. Insgesamt 225 Quadratmeter stehen als Ausstellungsfläche zur Verfügung. Fast ausschließlich Originalexponate werden dort gezeigt. Zudem werden die Musikhandschriften, Familien- und Künstlerbriefe sowie Erinnerungsstücke regelmäßig ausgetauscht, sodass sich Besucherinnen und Besuchern immer wieder ein neues Museumserlebnis bietet.

Auch akustisch erwartet Interessierte eine besondere Erfahrung: Keine geschriebene Note wird ohne zugehörigen Klang präsentiert. Durch die Einbindung von Audiomedien wird dem Besucher der Einstieg erleichtert und eine sinnlich erfahrbare Annäherung an die Musik der Schumanns geboten. Digitale Vermittlungselemente der Ausstellung richten sich aber auch an Schumann-Kenner. Auf einer Chaiselongue können medial beispielsweise unterschiedliche künstlerische Interpretationen von Robert Schumanns Violinsonaten verglichen werden.

Jeweils ein Ausstellungsraum widmet sich dem Düsseldorf der Schumann-Zeit als Kulturstadt, dem Amt des Musikdirektors, dem Familienleben der Schumanns, den Künstlerpersönlichkeiten Roberts und Claras, ihren Freundschaften und der Krankheit des Komponisten. In einer „Schatzkammer“ können zudem Kostbarkeiten aus dem Leben und Wirken der Schumanns bestaunt werden, die nicht in die Düsseldorfer Zeit fallen.

Darüber hinaus regen virtuelle und spielerische Ausstellungselemente zum aktiv werden an. Ein Medientisch bietet die Möglichkeit, in das Düsseldorf der Schumanns einzutauchen. In einer „Lästerkammer“ kann dem wechselvollen Verhältnis der Schumanns zur Stadtgesellschaft nachgespürt werden. Ein Schreibtisch, der Robert Schumanns Möbelstück nachempfunden ist, vermittelt als museales Herzstück unter anderem den Tagesablauf des Komponisten, animiert zum kreativen Schreiben und bringt an einer Medienstation die Schreibkultur der Schumann-Zeit näher. Die zwischenmenschlichen Beziehungen und Freundschaften der Schumanns in Düsseldorf können durch eine bespielbare, visuelle Inszenierung an Notenständern erkundet werden.

Besondere Exponate sind beispielsweise ein Widmungsexemplar der „Rheinischen“-Sinfonie für Franz Liszt, die Musikhandschrift des weltbekannten „Klavierkonzerts a-moll“ Robert Schumanns, eine Haarlocke des Komponisten, sein Siegelring, ein historisches Tafelklavier, Clara Schumanns Musikhandschrift ihrer „Romanze in Des-Dur“ sowie persönliche Schmuck- und Erinnerungsstücke Claras: eine goldene Brosche mit Emaille-Blüten, ein Ring mit einer Haarlocke von Felix Mendelssohn Bartholdy, ihr Reisetrinkglas und ein Abend-Cape aus Schwanenfedern. Hinzukommen zahlreiche weitere Musikhandschriften, originale Briefe und Porträts der Schumanns.

Schumann Haus, Bilker Straße 15, Düsseldorf

http://www.duesseldorf.de/schumannhaus

(Fotos: Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer)