Toyen

Die Hamburger Kunsthalle konzipiert und präsentiert die erste Einzelausstellung der bedeutendsten und einflussreichsten tschechischen Künstlerin des 20. Jahrhunderts in Deutschland: Das faszinierende und vielschichtige Œuvre von Toyen (Marie Čermínová, *1902 in Prag, †1980 in Paris) nimmt eine einzigartige Stellung in der von Männern dominierten Kunstszene der tschechischen Avantgarde ebenso wie im internationalen Surrealismus ein.

Eröffnung Deutsches Museum Nürnberg

Zur Eröffnung würdigte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder die neue Dependance: „Solarautos und Roboterlabore erlauben einen einzigartigen Blick in die faszinierende Welt der Science and Fiction. Wissenschaft ist immer Zukunft. Das Zukunftsmuseum ist ein Stargate mitten im Herzen der Stadt! Live long and prosper!“

Jonas Deubelbeiss: „Befreite Kunst“

Was als Graffiti-Kunst begann, lässt sich heute auf nationalen wie internationalen Ausstellungen bestaunen. Der junge, in der Schweiz gebürtige Jonas Deubelbeiss hat den Sprung vom Graffiti- Künstler zum anerkannten Abstrakt-Maler bravourös gemeistert und erfreut sich nun bereits internationaler Berühmtheit.

Der geteilte Picasso – Der Künstler und sein Bild in der BRD und DDR

Was verbinden wir mit Pablo Picasso? Und was haben die Deutschen der Nachkriegszeit mit ihm verbunden, als sein Ruhm auf dem Höhepunkt war? Weitaus mehr als wir: Das ist der Hauptgedanke dieser Ausstellung, die an eine vergessene Breite, Spannung und Produktivität der Aneignung erinnert. Nicht nur um den Künstler geht es hier, sondern um sein Publikum, das sich im kapitalistischen Westen und im sozialistischen Osten Picassos Kunst denkbar verschieden zurechtlegte. Der deutsche Picasso war ein geteilter und zerteilter, aber die Teilung beflügelte auch die Mitteilung: Weil jeder diese Kunst befragte, hatte sie allen etwas zu sagen.

Fotografien aus dem Ruhrgebiet

60 Fotografien aus vier Jahrzehnten von Andreas Gursky zeigt derzeit das MKM Museum Küppersmühle im Duisburger Innenhafen - angefangen mit frühen Arbeiten aus dem Ruhrgebiet, das Andreas Gursky zur Zeit seines Studiums an der Düsseldorfer Akademie bei Bernd und Hilla Becher oftmals als Schauplatz diente. Der weitere Ausstellungsrundgang erstreckt sich über bekannte ikonografische Werke bis hin zu neuen Arbeiten im Großformat und führt umfassend in den Bildkosmos des Fotokünstlers ein.

Surrealismus und Magie. Verzauberte Moderne

Mit seinem im Oktober 1924 erschienenen Manifest des Surrealismus begründete der französische Schriftsteller André Breton eine literarische und künstlerische Strömung, die bald zur führenden internationalen Avantgarde avancierte. Im Zentrum des Surrealismus stand die Hinwendung zur Welt des Traums, des Unbewussten und des Irrationalen. Die Künstlerinnen und Künstler tauchten in das Ideenreich der Magie ein. In ihren Werken griffen sie auf okkulte Symbole zurück und pflegten das Selbstbild eines Magiers, Sehers und Alchemisten.

Wieder da: das Düsseldorf Festival!

Düsseldorf ohne Düsseldorf Festival? Geht gar nicht! Der Meinung sind auch die langjährigen Organisatoren Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen. Trotz erschwerter Bedingungen aufgrund der Pandemie haben sie ein Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen (und hören) lassen kann.Tanz, Musik, Theater und Neuer Zirkus – vom 8. bis zum 21. September 2021 erwartet uns spannende Performing Art!

Nicolas Party | Stage Fright

Der Künstler Nicolas Party (* 1980 in Lausanne, Schweiz) hat ein Werk geschaffen, das die Malerei und ihre Geschichte und Rezeption bis ins kleinste Detail untersucht: Wie wird Licht erzeugt? Wie funktionieren Farben miteinander, wie Pinselstriche? In der Ausstellung „Stage Fright“ dehnt er seine Malerei mit einer monumentalen, ortsspezifischen Installation auf den gesamten Ausstellungsraum aus: Party bemalt die Wände und die Decke der großen Kuppelhalle und erschafft eine spektakuläre grüne Grotte.

Rainer Werner Fassbinder – Eine Retrospektive

Rainer Werner Fassbinder (1945–1982) war Regisseur, Filmproduzent, Schauspieler und Autor zugleich. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Neuen Deutschen Films. Wie kaum ein anderer Künstler hat er durch sein Werk das intellektuelle Bild Nachkriegsdeutschlands geprägt und inspiriert. Die Ausstellung präsentiert ein umfassendes Porträt des großen deutschen Filmemachers im Spiegel seiner Zeit. Seine Arbeiten und seine Biografie werden in der Ausstellung anschaulich mit der damaligen deutschen Lebensrealität verknüpft.

„ZERO-Demonstrationen“ – fotografiert von Reiner Ruthenbeck

Reiner Ruthenbeck ist vor allem als Bildhauer bekannt, arbeitete aber seit einer Lehre zum Fotografen stetig auch in diesem Bildmedium. Zwischen freien und konzeptuellen fotografischen Ansätzen hat Ruthenbeck in den 1960er Jahren wichtige Kunstveranstaltungen festgehalten, darunter auch die ZERO-Demonstrationen. Am 5. Juli 1961 hatten die Düsseldorfer ZERO-Künstler zur „ZERO: Edition, Exposition, Demonstration“ vor der Galerie Schmela geladen.

Leon Löwentraut: „Leonismo“

Der erst 23-jährige Künstler Leon Löwentraut hat sich in beeindruckender Geschwindigkeit einen Namen in der Kunstwelt gemacht. Seine farbgewaltigen Arbeiten wurden bereits weltweit ausgestellt und sorgten zuletzt in der ehrwürdigen Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig und dem Bank Austria Kunstforum Wien für Aufmerksamkeit. Nun sind die Werke des jungen deutschen Malers im Bayerischen Nationalmuseum in München zu sehen.

Fabian Knecht: ISOLATION

Die SPIEGEL|ARCHE – zwei riesige verspiegelte Container, schräg übereinander gestellt auf einem Hügel, mitten in der Stille der Landschaft, unweit von Weimar – feierte 2020 Richtfest. Eingeladen wurde zum Blick auf und in das skulpturale Gebäude mit der Erfahrung des sich veränderten Sehens auf sich selber und die Natur.

LEARNING TO BE

Das SCHAUWERK Sindelfingen zeigt eine umfangreiche Einzelausstellung des britischen Bildhauers Antony Gormley (*1950 London). Ausgezeichnet mit dem Turner Prize und dem Praemium Imperiale zählt er zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Mit rund 20 Werken aus der Sammlung Schaufler und aus dem Studio des Künstlers – darunter Arbeiten, die bisher nie öffentlich zu sehen waren – ist es die bedeutendste Werkschau Gormleys, die je in Deutschland zu sehen ist.

Sammlung Philara: Mirrors and Windows

Die Ausstellung in der Sammlung Philara widmet sich dem hundertjährigen Jubiläum der Zulassung von Frauen an der Kunstakademie Düsseldorf. Diese Ausstellung richtet ihren Blick auf die dort lehrenden Frauen. Durch die Zusammenführung von Werken ehemaliger und aktueller Professorinnen der Bildenden Kunst in der Kunstakademie Düsseldorf.

Expressionistisches Quintett: „Avantgarde in Farbe“

Kunst dort erleben, wo sie entstanden ist. Durch die oberbayerische Natur wandern, die Wassily Kandinsky und Franz Marc inspirierte. Und die Atmosphäre ihrer farbenfrohen und kontrastreichen Bilder in der Realität wahrnehmen. Die „MuSeenLandschaft Expressionismus“ präsentiert zwischen München und dem Alpenrand eine einmalige Symbiose aus Kultur und Natur: Besucher erleben hier die Werke des beginnenden 20. Jahrhunderts – und zwar genau dort, wo die berühmten Avantgardisten lebten und malten.

Licht des Südens – Künstler sehen Italien

Für die Menschen nördlich der Alpen stellte Italien schon immer einen Sehnsuchtsort dar. „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn?“, dichtete Johann Wolfgang von Goethe 1783 und schuf so den Ausdruck für eine Sehnsucht, die für viele Künstlergenerationen seit der Renaissance zum Leitbild wurde. Sie suchten im Süden nicht nur nach der Leichtigkeit des Lebens, sondern nach Licht, Inspiration und künstlerischen Vorbildern.

Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik

Mit expressiven Bewegungen, extravaganten Erscheinungsbildern und expliziten Vorstellungen von der eigenen Rolle in einer sich rasant wandelnden Welt sprengten Tänzerinnen wie Claire Bauroff, Celly de Rheidt, Anita Berber und Valeska Gert in 1920er-Jahren die gesellschaftlichen Konventionen und Klischees ihrer Zeit. Sich traditionellen Erwartungshaltungen vehement wiedersetzend zogen sie als Pionierinnen eines radikal neuen Selbstverständnisses Blicke auf sich, machten mit exzentrischen Rollen in Avantgardestücken von sich Reden und experimentierten mit Ausdrucksmöglichkeiten zwischen Mimik, Tanz, Sprache und Laut.

Beuys & Bike

Joseph Beuys (1921-1986) erblickte das Licht der Welt in Krefeld, verbrachte aber seine Kindheit und Jugend in Kleve. Anläßlich seines 100 Geburtstages kann man die Orte, die in seinem Leben und Wirken eine wichtige Rolle gespielt haben, auf einer Radroute von Kleve bis Leverkusen erkunden.

Studio 54

Der wohl berühmteste Nachtclub der Welt erwacht zu neuem Leben. Mit der facettenreichen Sonderausstellung „Studio 54: Night Magic“ lässt das Dortmunder U die bewegte Disco-Ära wieder auferstehen. Nach New York und Toronto ist Dortmund die einzige europäische Station, an der Besucher*innen noch einmal tief in das Lebensgefühl der 70er-Jahre eintauchen können.

Louvre-Lens zeigt Picasso

Der Louvre und Pablo Picasso: die leidenschaftliche Begegnung zweier Monumente der Kunstgeschichte. Von Zeit zu Zeit konnte Picasso auf das Vertrauen und die Unterstützung tiefer Bewunderer innerhalb des Museums zählen, aber er musste sich auch mit mächtigen Kritikern auseinandersetzen.

OSTRALE Dresden „Atemwende“

Die 13. OSTRALE wird hauptsächlich in einem derzeit dem Verfall preisgegebenen Ostmoderne-Pavillon im Zentrum Dresdens, der einstigen Robotron-Kantine, stattfinden. Es werden zunächst 557 Werke aller Genres der zeitgenössischen Künste von 138 Künstlerinnen und Künstlern aus 34 Ländern gezeigt.

Niki de Saint Phalle: Structures for Life

Schon zu Beginn ihrer Karriere in den 1950er Jahren widersetzte sich Niki de Saint Phalle (Amerikanerin und Französin, 1930-2002) künstlerischen Konventionen und schuf Werke, die offenkundig feministisch, performativ, kollaborativ und monumental waren. Ihre erste große Ausstellung in den USA zeigt über 200 Werke, die Saint Phalles interdisziplinären Ansatz und ihre Auseinandersetzung mit drängenden sozialen Fragen unterstreichen. Innovation war der Schlüssel zu Saint Phalles Prozess.

GARTENFOKUS – “FreilichtKunst“

Die Präsentation von Kunstwerken in Gärten und Parkanlagen hat eine lange Tradition. Vom Gesamtkunstwerk des Barockgartens bis zu minimalistischen Land Art Konzepten entwickelten sich dabei ganz unterschiedliche Positionen. Die Fotoausstellung in Schloss Dyck richtet den Blick auf zeitgenössische Kunstwerke in Gärten und Parks und ihre Beziehung zur Umgebung. Gezeigt werden Skulpturen, Installationen, aber auch gartengestalterische Eingriffe, die in den letzten Jahrzehnten an ganz unterschiedlichen Orten entstanden.

ITALIENSEHNSUCHT! Auf den Spuren deutschsprachiger Künstlerinnen und Künstler 1905-1933

talien – spätestens seit Goethes Reise (1786–88) Sehnsuchtsziel und Inbegriff eines paradiesischen Arkadiens für „Nordländer“! Allein die Fülle der Kunstwerke in den Kirchen, Palazzi und Museen zog Bildungsreisende, aber auch Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt an. Daneben lockten die südliche Sonne, die mediterrane Landschaft, das gute Leben. Auch wenn Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Kunstmetropole Europas avancierte, blieb Italien für die junge Künstlergeneration ein begehrtes Reiseziel – zumal, wenn dies mit einem Stipendium in den deutschen Künstlerhäusern, der Villa Romana in Florenz oder der Villa Massimo in Rom verbunden war.

Benjamin Katz – Entdeckungen

Mit weltweit berühmten Schwarzweißportraits von Künstler*innen wie Georg Baselitz, Gerhard Richter, Joseph Beuys, Cindy Sherman oder Marisa Merz hat sich Benjamin Katz auf seine stille, aber höchst präsente Art einen festen Platz in der Geschichte der Künstlerfotografie erarbeitet. Doch hier steht nun ein anderer Teil seines Œu­v­res im Zentrum: Rund 200 ausgewählte Bilder aus dem fast eine halbe Million Negative umfassenden Archiv des Künstlers zeigen Landschaften, Stillleben oder Architekturdetails, die Katz mit unverwechselbarem Blick einfängt und meisterhaft ins Bild rückt.

Bernd & Hilla Becher, Photo & Druckgraphik

Die Ausstellung kombiniert repräsentative Photographien von Bernd und Hilla Becher mit Druckwerken unterschiedlicher Art, die die Entwicklung des Werkschaffens wie auch die Rezeptionsgeschichte exemplarisch vor Augen führen. Der Blick auf Plakate, Kunstdrucke, Bücher, Broschüren, Zeitschriften, Einladungskarten in Kombination mit analog gefertigten Photographien vermittelt einen lebhaften Eindruck der vielen Auftritte und Lesarten, die die Motivwelt der Bechers zwischen den 1960er- und 2010er-Jahren, zwischen dem Heimatort von Bernd Becher, so ausgehend von Siegen, dem Rheinland, dem Ruhrgebiet, München, Venedig, Amsterdam, Göteborg, Paris, New York und Los Angeles etc. durchlaufen hat.

Cultural Affairs – Kunst ohne Grenzen

Seit jeher hat sich der Austausch der Kulturen auf ihre Kunst, auf ihr Kunsthandwerk und ihr Design ausgewirkt. Denn mit den Menschen reisen und migrieren auch Objekte, welche sich an neue Umgebungen und Kontexte anpassen. Dies spiegelt sich in ihrer Gestaltung wider: Zusammen mit den Kunstwerken sind auch ihre Formen, Dekore und Techniken einer Transformation unterworfen, welche von der Erfahrung des Reisens und der Migration herrühren.

Prachtvoll-vitale Bildwelten

Die Galerie Beck & Eggeling in Düsseldorf zeigt bis 17. Juli 21 die Doppelausstellung „Ein- und Ausblicke. Die üppigen Bildwelten von Wolf Hamm und Hartmut Neumann“. Im Max Ernst Museum Brühl des LVR sind gleichzeitig die Präsentationen „Hartmut Neumann –Verbotene Zonen“ und „Wolf Hamm – Große Prozesse“ zu sehen.

Die Unsichtbare Skulptur auf Zollverein

Anlässlich seines 100. Geburtstags widmen sich Stiftung Zollverein und Ruhr Museum dem "erweiterten Kunstbegriff nach Joseph Beuys". Im Rahmen des Jubiläumsprogramms "beuys 2021. 100 jahre joseph beuys" beleuchtet die dreigliedrige Ausstellung in Halle 8 des UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen die für Beuys‘ Werk zentralen Themen Demokratie, Ökologie und Kreativität und nimmt sein Konzept der "Unsichtbaren Skulptur" in den Blick.