Neues Kunsthaus in Potsdam: DAS MINSK – eröffnet mit zwei Ausstellungen: Wolfgang Mattheuer / Stan Douglas

Das jüngste Projekt der Hasso Plattner Foundation eröffnete am 24.09.2022: Das ehemalige Terrassenrestaurant »Minsk« – erbaut in den 1970er-Jahren im modernistischen Stil der DDR – wird damit zu einem Ort für Begegnungen zwischen moderner und zeitgenössischer Kunst. Hier werden künftig Kunstwerke aus der ehemaligen DDR, die Teil der Sammlung Hasso Plattner sind, gezeigt. Das neue Potsdamer Kunsthaus soll DDR-Kunst mit der Gegenwart zusammenbringen.

Niki de Saint Phalle

Das Kunsthaus Zürich zeigt in einer Retrospektive mit rund 100 Werken das außergewöhnliche Schaffen von Niki de Saint Phalle: frühe Assemblagen, Aktionskunst und Grafik, die Nanas, den Tarotgarten und große späte Plastiken. Niki de Saint Phalle (1930–2002), eine der wichtigen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts, ist weltweit bekannt geworden durch ihre ‚Nanas‘: Sie zeugen von einer scheinbar unbekümmerten Fröhlichkeit, die das Bild der Künstlerin geprägt hat.

Christo und Jeanne-Claude: Verhüllte Welt

Die Ausstellung „Christo und Jeanne-Claude – Paris. New York, Grenzenlos“ im Düsseldorfer Kunstpalast zeichnet mit rund 70 Werken die künstlerische Entwicklung von Christo und Jeanne-Claude seit Mitte der 1950er Jahre bis zu Christos Tod im Mai 2020 nach. Zum ersten Mal wird noch bis zum 22. Januar 2023 das in Frankreich entstandene Frühwerk im Kontext mit Arbeiten von internationalen Weggefährt*innen wie Arman, Jean Dubuffet, Lucio Fontana, Yves Klein, Niki de Saint Phalle und anderen präsentiert.

Stadt Land Hund – Fotografien von Sibylle Bergemann

Mit einer Auswahl von über 200 Fotografien, davon 30 bisher unveröffentlicht, richtet die Ausstellung in der Berlinischen Galerie einen retrospektiven und persönlichen Blick auf das Werk von Sibylle Bergemann. Sechs Kapitel: „Unsichtbare Beobachterin“, „Berlin“, „Frauen“, „Moskau, Paris, New York “, „Die Welt in Farbe“ und „Zurück in Berlin“ – führen thematisch durch das zwischen 1966 und 2010 entstandene Œuvre der Fotografin.

Entdeckt – Verfemt – Gefeiert

Zum 100. Jubiläum des Museum Folkwang in Essen nimmt diese Ausstellung einen Sammlungsschwerpunkt in den Blick, der eng mit der Geschichte des Hauses verwoben ist. Anhand von etwa 250 Meisterwerken des Expressionismus zeichnet sie die vielfältigen Verbindungen zwischen den Künstler-/innen und dem Museum Folkwang nach. Werke von u. a. Paula Modersohn-Becker, Ernst Ludwig Kirchner, Oskar Kokoschka, Franz Marc, Gabriele Münter, Emil Nolde, Karl Schmidt-Rottluff und Egon Schiele kommen aus nationalen und internationalen Sammlungen nach Essen und werden mit Hauptwerken aus der Folkwang-Sammlung vereint.

Louise Bourgeois: The Woven Child

Der Gropius Bau präsentiert die erste große Retrospektive, die sich ausschließlich Louise Bourgeois’ textilen Arbeiten widmet. Diese entstanden im letzten Kapitel ihrer bewegten Karriere und gehören zu ihren eindringlichsten und intimsten Werken. Anhand einer Vielzahl von Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Collagen, Büchern und Drucken zeigt die Ausstellung die lebenslange Verbindung der Künstlerin zu Textilien – und die Erinnerungen, die diese bergen. The Woven Child umfasst eines der umfangreichsten Spätwerke der Kunstgeschichte und ist die größte Ausstellung von Louise Bourgeois, die bisher in Berlin gezeigt wurde. Zahlreiche Werke sind zudem zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.

Küste in Sicht! – Max Liebermann in Noordwijk

Zwischen 1905 und 1913 war das Dorf Noordwijk an der holländischen Küste ein bedeutender Inspirationsort des deutsch-jüdischen Malers Max Liebermann (1847–1935). Die in Noordwijk entstandenen Werke sind erstaunliche Zeugnisse seiner wachsenden Faszination für die Techniken und Motive des Impressionismus. Mit der ergründet die Liebermann-Villa am Wannsee die Bedeutung des Küstenortes sowohl für Liebermanns künstlerische Praxis als auch für sein persönliches und berufliches Netzwerk.

Mondrian Evolution

Anlässlich seines 150. Geburtstags widmet die Fondation Beyeler dem niederländischen Maler Piet Mondrian (1872–1944) eine umfassende Ausstellung. Als einer der bedeutendsten und vielseitigsten Künstler der Avantgarde hat Mondrian die Entwicklung der Malerei von der Figuration zur Abstraktion maßgeblich geprägt. Die Ausstellung bietet die seltene Gelegenheit, Mondrian, der nicht nur die Kunst des 20. Jahrhunderts, sondern auch weitere Bereiche wie Design, Architektur, Mode und Popkultur wesentlich beeinflusste, auf eine neue Weise zu entdecken und kennenzulernen.