PICASSO. HANDMADE

Er hat die Kunst des 20. Jahrhunderts revolutioniert wie kaum ein anderer: Pablo Picasso (1881-1973). Mit seiner unermüdlichen Schöpferkraft erfand er sich ein Leben lang immer wieder neu. Die Lindauer Sonderausstellung im Cavazzen Museum zeigt über 90 Arbeiten des Jahrhundertkünstlers – Zeichnungen und Keramiken aus all seinen Schaffensphasen: von frühen Skizzen, Werken aus der Blauen Periode über die radikale Formauflösung des Kubismus bis zu den kostbaren Keramiken.

08.-10.05.2026 Tag der offenen Tür im Atelierhaus Aquavision Gaby Fey

Die Fotokünstlerin Gaby Fey öffnet die Türen ihres Ateliers AquaVision in Erftstadt und gibt Einblick in ihr Schaffen von atemberaubende Unterwasser-Fotokunst, die in akribischer Kleinarbeit in ihrem Pool oder im Mittelmeer in ihrer Wahlheimat Südfrankreich entstand.Seit rund drei Jahren arbeitet die experimentierfreudige gebürtige Kölnerin in dem hinter einer Hecke wie verwunschen liegenden, uralten Backsteinbau in Erftstadt-Lengerich, der ehemals eine Sattlerei beherbergte.

„Kunst im Rathaus“ 2026

Auch 2026 öffnen sich die historischen Räume des Rathauses Abtei erneut für zeitgenössische Kunst aus Mönchengladbach. Im Ratssaal, im Besprechungsraum sowie im Bürotrakt des Oberbürgermeisters werden Arbeiten der drei c/o-Künstler/innen Wolfgang Hahn, Rudolf Weiher und Eva Weinert präsentiert.

Horst Antes: Eine Sammlung

Das Sprengel Museum Hannover widmet einem der bedeutendsten Vertreter der neuen Figuration in Deutschland eine umfassende Schau: Horst Antes, geboren 1936 in Heppenheim, zählt seit den 1960er-Jahren zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegskunst. Seine ikonischen „Kopffüßler“ und späteren Haus-Archetypen machten ihn international bekannt.

UTE BARTEL – Only Half A Picture

Das Stadtmuseum Siegburg zeigt die Ausstellung „UTE BARTEL – Only Half A Picture“. Dort erfahren Sie, was es mit den „halben Bildern“ der fotografisch arbeitenden Künstlerin aus Köln auf sich hat. Je nachdem, wie das Besondere des Motivs oder Gegenstands zum Ausdruck kommen soll, entwickelt sie die weitere Bearbeitung am Computer und im Atelier.

Emil Nolde – Beziehungen zwischen Menschen, Natur und Kunst

Die 70. Jahresausstellung der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde gibt Einblick in das vielschichtige Spannungsfeld zwischen Menschen, Natur und Kunst in den Gemälden und Aquarellen Emil Noldes. Seine Darstellungen offenbaren eine kompromisslose und zugleich zutiefst poetische Auseinandersetzung mit den Grundfragen menschlicher Existenz. In der Betrachtung treten wir selbst in eine reale Beziehung zu den von Nolde dargestellten Menschen, Blumen, Tieren und Landschaften, die für den Kosmos des Lebens stehen.

Weltkünstlerin in Köln: Yayoi Kusama

Yayoi Kusama (*1929, Matsumoto) zählt zu den bekanntesten Künstlerinnen unserer Zeit. Ihre ikonischen Polka Dots, ihre Kürbisskulpturen und ihre verspiegelten Infinity Rooms sind zu einer Art Markenzeichen geworden und tauchen millionenfach in den sozialen Medien auf. Die Ausstellung im Museum Ludwig in Köln zeigt eine spannende Reise durch Kusamas gesamtes Schaffen mit über 300 Arbeiten, von der ersten Zeichnung von ca. 1934 bis heute, eine Vielzahl künstlerischer Medien, wie Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Mode, Performance und Literatur.

Edvard Munch und Maria Lassnig: „Malfluss – Lebensfluss“

In einer großen Doppelschau führt die Hamburger Kunsthalle bis zum 30. August 2026 erstmalig Werke der österreichischen Künstlerin Maria Lassnig (1919–2014) und des norwegischen Malers Edvard Munch (1863–1944) zusammen. Obwohl die beiden ein halbes Jahrhundert trennt, gibt es erstaunliche Parallelen, die Munchs Einfluss auf das Schaffen von Lassnig nachvollziehbar machen und umgekehrt neue Aspekte im Œuvre ihres Vorgängers eröffnen.

Skandal! Hermione von Preuschen und der „Mors Imperator“

Ein spektakuläres Gemälde sorgte 1887 in Berlin für eine Sensation: „Mors Imperator“ (übersetzt: „Der Tod ist der Herrscher“), gemalt von der Künstlerin Hermione von Preusschen (1854–1918). Das Werk galt als Majestätsbeleidigung: Kaiser Wilhelm I. war zum Zeitpunkt seiner Entstehung bereits 90 Jahre alt und sollte im Folgejahr sterben. Obwohl der Kaiser mitteilen ließ, er habe nichts gegen das Bild einzuwenden, wurde es von der Jury der Königlichen Akademie der Künste zurückgewiesen. Daraufhin stellte die Malerin das monumentale Gemälde in eigener Regie in Berlin aus. Die Schau wurde ein enormer Publikumserfolg. Die Alte Nationalgalerie zeigt dieses lange als verschollen geglaubte Gemälde nun erstmals wieder öffentlich.

Monets Küste – Die Entdeckung von Étretat

Der Küstenort Étretat wird zum Mythos – und fasziniert bis heute. Die Felsen von Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. Das Städel Museum präsentiert eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes und seinen Einfluss auf die Malerei der Moderne.

Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland 

Max Liebermann war der Wegbereiter der ersten künstlerischen Avantgarde in Deutschland. Mit seinem frühen und richtungs- weisenden Blick nach Frankreich leitete er eine Erneuerung der Malerei ein, die den deutschen Impressionismus nachhaltig prägt. Anhand von über 110 Werken aus mehr als 60 internationalen Sammlungen zeigt das Museum Barberini, Potsdam, eindrucksvoll die Entwicklung des Impressionismus in Deutschland in seiner ganzen Bandbreite.

Familiäre Sammelleidenschaft: die Scharf Collection ist in Düsseldorf zu sehen

Es gibt kaum einen wegweisenden Namen der Moderne, der nicht in der Scharf Collection vertreten ist. Jetzt wird die bedeutendste deutsche Privatsammlung des französischen Impressionismus und Post-Impressionismus der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit rund 180 Exponaten zeigt der Kunstpalast bis zum 9. August 2026 die beeindruckende Bandbreite einer Sammlung, die vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Bislang war die Scharf Collection ausschließlich anonym und nur durch wenige Leihgaben öffentlich zu sehen. Neben Meisterwerken von Claude Monet, Auguste Renoir, Paul Cézanne und Pierre Bonnard werden nun in Düsseldorf Arbeiten von Henri de Toulouse-Lautrec und Henri Matisse präsentiert.

Rebecca Horn. Emotion in Motion

Der Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal zeigt eine umfassende Einzelausstellung der 2024 verstorbenen Künstlerin Rebecca Horn (1944–2024). Die retrospektiv angelegte Schau vereint großformatige Installationen und kinetische Kunstwerke aus vier Jahrzehnten und zeigt in allen Ausstellungshallen sowie in der Villa Waldfrieden das vielseitige, medienübergreifende Schaffen einer der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich in München ein Kreis von Künstlerinnen und Künstlern mit einer Vision. Sie hatten das gemeinsame Ziel, die Kunst zu erneuern und die Gesellschaft zu verändern. Die Ausstellung im Lenbachhaus in München rückt ihre wegweisenden Errungenschaften in den Mittelpunkt – von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs performativen Grenzüberschreitungen. Besonderes Augenmerk gilt den Künstlerinnen, die – für ihre Zeit ungewöhnlich sichtbar – eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei treten ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten.

Essen in der Kunst: Mahlzeit!

Mit dieser Ausstellungsreihe widmet sich das Museum Gunzenhauser, Kunstsammlungen Chemnitz im Jahr 2026 dem Thema Essen in der Kunst. Weit über seine Funktion als alltägliches Konsumgut hinaus avanciert Essen in der Kunst zu einer künstlerischen wie zeithistorischen Dokumentation menschlicher und gesellschaftlicher Verhältnisse. Es wird zum Bedeutungs- und Bildträger gesellschaftspolitischer Diskurse, sozio-ökonomischer Verhältnisse, sozialer Ordnungen, kultureller Codierungen, interkultureller Vielfalt sowie von Machtverhältnissen.

Zeichenräume

Das Museum Barberini präsentiert eine Ausstellung, die die Verbindungslinien zwischen Strömungen geometrisch-abstrakter Kunst wie Konstruktivismus, De Stijl oder Optical Art deutlich und nimmt Wassily Kandinsky als Zentralfigur der Abstraktion in den Fokus nimmt.

Industrie-Insekten

Die LWL-Museen für Industriekultur bieten einen idealen Rahmen, um sich mit dem Insektensterben und der Biodiversität auseinanderzusetzen. Durch ihre kulturelle Arbeit erhalten sie ehemalige Industrieflächen und machen sie für neue Zwecke zugänglich. Museen, Gastronomie und Freizeitangebote ersetzen die Schwerindustrie und füllen die Industriebrachen mit Leben. Verschiedene Veranstaltungen beleben die Räume und vermitteln auf vielfältige Weise das Wissen über die Geschichte der Industrie.

Wolle. Seide. Widerstand.

Mit dieser Ausstellung widmet sich das Museum Angewandte Kunst nach 45 Jahren erstmals wieder ausschließlich dem Thema Teppich – in einer Zeit, in der sich das große Interesse an handgefertigten Textilien aller Art im Übrigen in einer auffallenden Anzahl an internationalen Ausstellungen widerspiegelt. Mit einem Teppich können sich vielschichtige Formen des Widerstands verbinden. Die Ausstellung präsentiert Teppiche internationaler, zeitgenössischer Künstler/innen, die sich mit Themen des politischen Widerstands, individueller und kollektiver Resilienz sowie Resistenz befassen.

Schloß Moyland: IN THE PICTURE

Diese Ausstellung fügt sich in den thematischen Schwerpunkt „Fotografie“ ein, den das Museum Schloss Moyland in den letzten Jahren bereits mit den Ausstellungen Female View (2022), Elina Brotherus (2023) und Alice Springs (2024) gesetzt hat. Das Museum zeigt mit In the Picture erstmals seit 30 Jahren eine vollständige Ausstellung mit Fotografien aus der eigenen Sammlung.

Cézanne – Sehen, was zu sehen ist

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte widmet die Fondation Beyeler eine Einzelausstellung Paul Cézanne (1839–1906) – einem Pionier der modernen Kunst und zentralen Künstler ihrer Sammlung. Mit rund 80 Werken konzentriert sich die Ausstellung auf die letzte und bedeutendste Phase im Schaffen des französischen Malers und zeigt Cézanne in Hochform: Zu sehen sind geheimnisvolle Porträts, paradiesische Badende, Sehnsuchtslandschaften aus der Provence und sein Lieblingsberg, die Montagne Sainte-Victoire, die der Künstler in immer neuen Ansichten darstellte.

REMIX

Kann man Fotografie heute noch glauben? Und welche Aufgabe kann sie übernehmen in Zeiten von KI und Deepfakes? Ab Frühjahr 2026 erweitert die Kunsthalle Bremen ihre Sammlungsausstellung „Remix“ um vier Räume und zeigt dort eine Auswahl historischer und zeitgenössischer Fotografie.

Antike Reloaded. Von Asterix bis Amor

Die Faszination für die Antike ist bis heute ungebrochen. Doch wie hat sich der Blick auf diese Epoche über die Jahrhunderte hinweg verändert? Gemälde und Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Comics geben Auskunft über die Antike als reiche Inspirationsquelle und ihre vielgestaltigen Einflüsse auf Mythen und Mode, auf Architektur und Bildhauerei. Anhand von rund 100 Werken des 16. bis 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Clemens Sels Museums Neuss zeigt sich einmal mehr, was „Antike Reloaded“ bedeuten kann.