„Bröhan Total“

Am 6. Juli 2021 wäre Karl H. Bröhan 100 Jahre alt geworden. Dieser runde Geburtstag gibt den Anlass, in einer groß angelegten Jubiläumsausstellung den Blick auf die Sammlung und Person des Museumsgründers zu richten. Auf der gesamten Ausstellungsfläche des Bröhan-Museums werden in einer komplett neuen Präsentation die Highlights der Sammlung, aber auch zum Teil noch nie oder selten gezeigte Schätze aus dem Depot präsentiert. Die Bandbreite reicht von Interieurs des französischen Art Nouveau über die reformbewegten Entwürfe des deutschen Jugendstils, Art déco und funktionalistische Formgebung der 20er Jahre bis hin zur Kunst der Berliner Secession.

Here We Are! Frauen im Design 1900 – heute

Ob als Gestalterinnen von Möbeln, Mode oder Industrieprodukten, als Innenarchitektinnen oder Unternehmerinnen – Frauen haben entscheidende Beiträge zur Entwicklung des modernen Designs geleistet. In den Geschichtsbüchern des Designs kommen sie jedoch viel seltener vor als Männer. Mit dieser Ausstellung will das Vitra Design Museum dazu beitragen, dies zu ändern. Die Ausstellung präsentiert Gestalterinnen der letzten 120 Jahre und erzählt vor dem Hintergrund des Kampfs um Gleichberechtigung eine neue, vielstimmige Designgeschichte. Gezeigt werden Werke von rund 80 Designerinnen, darunter Protagonistinnen der Moderne wie Eileen Gray, Charlotte Perriand, Lilly Reich oder Clara Porset, Unternehmerinnen wie Florence Knoll und Armi Ratia, aber auch weniger bekannte Persönlichkeiten wie die Sozialreformerin Jane Addams. Zeitgenössische Positionen werden durch Designerinnen wie Matali Crasset, Patricia Urquiola, Julia Lohmann oder das Kollektiv Matri-Archi(tecture) vertreten und führen BesucherInnen in die Gegenwart und Zukunft.

24.09.-03.10.2021 Vienna Design Week

An zehn Herbsttagen zeigt die Vienna Design Week Jahr für Jahr, dass Wien eine "City Full of Design" ist. Dabei werden übersehene Ecken der Stadt zum Schauplatz für Gestaltung, kritische ebenso wie spielerische Auseinandersetzung, niederschwellige Vermittlung genauso wie fachlicher Diskurs entdecken neue Perspektiven auf die Gegenstände, die uns umgeben, und Entstehungs- sowie Produktionsprozesse werden oft experimentell und direkt vor Ort offen gelegt.

Arne Jacobsen – A Love Story

Das SAS Royal Hotel, heute Radisson Collection Royal Hotel, ist ein architektonisches Meisterwerk, das bis hin zum Besteck im Restaurant durchdacht und geplant wurde. Hunderte von kleinen und großen Elementen bilden zusammen ein kohärentes Ganzes. Viele der Elemente, wie die Stühle The Egg, The Drop und The Swan sowie das Besteck und die Türbeschläge, sind zu so starken Design-Ikonen geworden, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass sie eigentlich für das Hotel entworfen wurden.

Spot On Designerinnen in der Sammlung

Das Vitra Schaudepot bietet seit seiner Eröffnung 2016 eine Bühne für rund 400 Hauptwerke aus der Sammlung des Vitra Design Museums. Zum fünften Geburtstag erhält das Schaudepot nun ein neues Präsentationskonzept: Dabei schaffen jährliche Themenschwerpunkte ergänzend zur Dauerausstellung mehr Raum für aktuelle Diskurse und wechselnde Inhalte.

STÜHLE. Nur für Kinder!

Stühle sind mehr als „Sitzgelegenheiten“. Sie sind Ruhezone, Arbeitsplatz, Spiel- und Designobjekt. Die besonderen Anforderungen für die Nutzung durch Kinder bringen eigene Herausforderungen mit sich: Anatomie, Bewegungsfreiheit, Funktionsvielfalt und Sicherheit stehen beim Design von Kindermöbeln heute an erster Stelle.

Eröffnung des Vitra Designwegs

Weil am Rhein wird um eine städtebauliche Attraktion reicher: Im Mai 2021 wurde der Vitra Designweg installiert, der von der Tramhaltestelle im Stadtzentrum Weil am Rhein direkt zum Vitra Campus führt. Markiert wird der Weg durch 12 sich drehende Vitrinen, in denen Miniaturen von Designklassikern gezeigt werden.

Le Corbusier und die Farbe

Die neue Ausstellung im Pavillon Le Corbusier widmet sich dem Umgang des Universalkünstlers mit Farbe. Le Corbusier setzte in all seinen Schaffensphasen Farbe als raumbildendes und identitätsstiftendes Element ein. Mit Fotografien, Originalen, Plänen und großformatigen Installationen zeichnet die Ausstellung die wichtigsten Stationen der Polychromie Le Corbusiers nach.

Deutsches Design 1949–1989 Zwei Länder, eine Geschichte

Geprägt durch Bauhaus und Werkbund, erlangte das deutsche Design zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweite Bedeutung. Mit der deutschen Teilung ab 1949 entwickelten sich Design und Alltagskultur auf beiden Seiten der Grenze getrennt weiter – im Westen als Motor des »Wirtschaftswunders«, im Osten als Teil sozialistischer Planwirtschaft. Mehr als 30 Jahre nach dem Fall der Mauer präsentiert das Vitra Design Museum die erste große Gesamtschau über das deutsch-deutsche Design der Nachkriegszeit.

„Braun 100“

Kaum ein Unternehmen verkörpert deutlicher die ästhetische Sprache der deutschen Nachkriegszeit als die Firma Braun. Ob Rasierapparate, Hifi-Anlagen, Uhren oder Küchengeräte, sie alle verbindet eine Formensprache, die in Kombination mit ihrer Handhabung als Höhepunkt des gestalterischen Funktionalismus bis heute Schule macht. Bedeutende Designer wie Wilhelm Wagenfeld, Hans Gugelot und Dieter Rams waren für Braun tätig.

Luigi Colani und der Jugendstil

„Das Bauhaus ist out!“ stellte Luigi Colani fest und forderte stattdessen 1977 die „Renaissance des Jugendstils“. Luigi Colani (1928-2019), gebürtiger Berliner, geniales Multitalent und Superstar der Selbstinszenierung, zettelte damit eine Revolution im deutschen Design an. Er war eine der facettenreichsten Designer-Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts und ist nur schwer in seiner Gesamtheit zu fassen.

Alexey Brodovitch

Alexey Brodovitch ist einer der großen Pioniere moderner Grafik. Seine Erfindungen im Zusammenspiel von Schrift und Fotografie waren wegweisend, sein Einfluss auf das Layout der Gegenwart kann nicht überschätzt werden. Das Museum für Gestaltung Zürich zeigt mit über 250 Objekten das Gesamtwerk Brodovitchs, der die Gestaltung der Modemagazine und -fotografie revolutionierte.

Memphis – 40 Jahre Kitsch und Eleganz

Das italienische Design-Kollektiv Memphis zählt zu den außergewöhnlichsten Erscheinungen im Design der letzten Jahrzehnte. Es entstand im Winter 1980/81, als sich um den italienischen Designer und Architekten Ettore Sottsass eine Gruppe junger Designer versammelte, die aus den Dogmen des Industriedesigns ausbrechen wollten. Bereits im September 1981 erlangte die Gruppe mit der Präsentation ihrer ersten Kollektion in der Mailänder Galerie Arc’74 internationale Aufmerksamkeit. Die Memphis-Entwürfe wirkten mit ihren schrillen Farben und Mustern wie aus einem Comic entsprungen und prägten einen völlig neuen Look, in dem sich Popkultur, Werbeästhetik und Postmoderne zu einem wilden Mix verbanden.

MURANO. Farbe Licht Feuer

Murano gilt als Inbegriff der italienischen Glasgestaltung par excellence. Ihre Tradition reicht zurück bis ins 14. Jahrhundert, als Venedig seine schon damals berühmte Glasherstellung auf die benachbarte Insel verlagert hatte. Nach einer wechselvollen Geschichte erlebte sie im 20. Jahrhundert eine erneute Blüte, die Ende der 1920er Jahre begann und bis heute reicht.

Inspiration Handwerk

Die Kunstkammer im Japanischen Palais war nicht nur ein reiner Ausstellungsort, sondern auch ein Raum der Produktion. Kurfürst August I., der sie 1560 in Dresden gründete, vereinte in ihr sowohl Kunsthandwerk als auch bildende Kunst sowie wissenschaftliche und mathematische Instrumente. Es ist überliefert, dass er regionalen Gewerken Werkzeuge, Bücher und Materialien zum Experimentieren und Produzieren auslieh.

Eileen Gray

Eileen Gray (1878-1976) war eine Pionierin des modernen Designs und der Architektur und eine der wenigen Frauen, die vor dem Zweiten Weltkrieg in diesen Bereichen professionell tätig waren. Das Bard Graduate Center in New York zeigt in einer Ausstellung das Leben und das Schaffen dieser einzigartigen Designerin.

ART DÉCO. Grafikdesign aus Paris

Rankende florale Formen und strenge geometrische Elemente, kontrastreiche Farben, klare und zugleich verspielte Typografie – das Grafikdesign des Art Déco vereint das scheinbar Gegensätzliche. Kunstvolle Plakate, Illustrationen und Anzeigen spiegeln die großen Themen dieser Zeit: Die neue Werbung für Haute Couture oder Jazz, Tanz und technische Errungenschaften wie moderne Sportwagen – nicht zuletzt auch für Kriegs- und Staatsanleihen – entführt in die Illusion einer besseren und schöneren Welt.

Bis 15.11.2020 Im Glanz des Goldes

Eine imposante Videoinstallation »L’età dell’oro« (Das goldene Zeitalter) des Videopioniers Fabrizio Plessi hüllt die Fassade des Museo Correr auf dem Markusplatz in Venedig in goldenen Glanz. Rauschende Wasserfälle aus flüssigem Gold, untermalt mit einer Klavierkomposition von Michael Nyman, erleuchten prachtvoll die Fenster des Museums.

Kausalkonsequenz – Alicja Kwade in der Langen Foundation

Die Langen Foundation zeigt eine umfassende Einzelausstellung der Künstlerin Alicja Kwade, die zu den wichtigsten bildenden Künstlerinnen ihrer Generation gehört. In intensiver Auseinandersetzung mit der klaren und Kontinuität ausstrahlenden Architektur der Langen Foundation hat die in Berlin lebende Künstlerin für diesen besonderen Ort eine Ausstellung konzipiert, die bis in das weitläufige Gelände hinein wirkt und den Übergang zwischen Innen und Außen betont. So wird zum ersten Mal wird so die monumentale Treppe in Gänze bespielt und zu einer in beide Richtungen lesbaren Zeitskala.

Schloß Benrath: Die hängenden Gärten von Babylon

Stiftung Schloss und Park Benrath öffnet ihre Museen ab Samstag, den 9.5.2020 wieder. Das Museum Corps de Logis, das Museum für Gartenkunst und das Naturkundemuseum öffnen für die BesucherInnen zunächst jeden Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Somit wird auch die Sonderausstellung „Die Hängenden Gärten von Babylon“ jetzt im Museum für Gartenkunst zu sehen sein, die Ausstellung wurde bis zum 21. Juni 2020 verlängert.

Gae Aulenti. Ein kreatives Universum

Die Italienerin Gae Aulenti zählt zu den bedeutendsten Architektinnen und Designerinnen der Nachkriegszeit. Bereits in den 1960er Jahren trug sie mit ihren ikonischen Objekten erheblich zum weltweiten Erfolg Italiens im Produktdesign bei, unter anderem mit der »Locus Solus«-Reihe (1964) oder den Leuchten »Pipistrello« (1965) und »King Sun« (1967). Internationale Anerkennung gewann Aulenti zudem für den Umbau eines ehemaligen Pariser Bahnhofs in ein Museum, das Musée d’Orsay (1980–1986).