„Handwerk hat doppelten Boden“

Das Jahr 2022 steht im Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) im Zeichen der Karikatur. Freunde der komischen Kunst und des schwarzen Humors kommen auf ihre Kosten. Gemeinsam mit der Galerie Komische Meister Dresden hat das Museum einen Karikaturen-Wettbewerb zum Thema "Handwerk hat doppelten Boden" ausgerufen. Das LWL-Freilichtmuseum Hagen präsentiert in der Ausstellung Karikaturen und Cartoons aus der "Jetztzeit". Über 40 Karikaturist-/innen aus Deutschland nehmen mit rund 100 ausgewählten Arbeiten teil.

Colour Rush!

Das Vitra Schaudepot, in dem die Sammlung des Vitra Design Museums präsentiert wird, erhält jedes Jahr ein neues Gesicht. Diesmal wird sich die Sammlungspräsentation ganz dem Thema Farbe widmen. Dafür hat das Vitra Design Museum die niederländische Designerin Sabine Marcelis eingeladen, die das Schaudepot mit einer ebenso einfachen wie beeindruckenden Geste umgestaltet: Sie hat die rund 400 gezeigten Sammlungsobjekte nach Farbe arrangiert.

Out of Africa

Ostafrika ist in Sachen Natur- und Wildlife-Erlebnissen das Nonplusultra", es ist egal, ob es die Gorillas in Uganda, die Big Five in der Serengeti oder der Blick vom kenianischen Amboseli National Park auf den Kilimandscharo sind, Ostafrika ist eine Klasse für sich." Kenia und Tansania sind neben der reichhaltigen Natur und den Safaris auch Synonyme für das Bergsteigen in Afrika.

Stühle. Dieckmann! Der vergessene Bauhäusler Erich Dieckmann

Erstmals seit über 30 Jahren wird dem Möbelgestalter, Bauhäusler und Burg-Lehrer Erich Dieckmann (1896–1944) wieder eine große Ausstellung gewidmet. Die Wiederentdeckung dieses prägenden Gestalters, der wie Marcel Breuer mit Formen und Materialien experimentierte und Typenmöbelprogramme nach streng geometrischen Formen entwickelte, ist eine gemeinschaftliche Idee des Kunstgewerbemuseums und der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin mit der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Sowohl in Berlin als auch in Halle (Saale) hatte Dieckmann gewirkt.

Artemisia-Museum: Museum für Kräuter in der Provence

In der Europäischen Universität für Düfte und Geschmäcker (UESS) in den provenzalischen Voralpen öffnete ein Museum für Kräuterkunde und Lavendel. Das Artemisia-Museum befindet sich im Franziskanerkloster von Forcalquier und gibt auf 250 Quadratmetern Einblicke in das Sammeln von und den Handel mit Kräutern rund um die Bergkette Montagne de Lure.

Mit dem Fahrrad ein Blütenmeer erleben

Wenn der Frühling kommt, dann verwandeln sich weite Landstriche im Dreieck zwischen Bingen, Mainz und Worms in ein wogendes Blütenmeer. Die Obstblüte beginnt. Viele tausend Blütensterne recken sich der Sonne entgegen. „Jetzt kann man den Frühling riechen“ sagen die Obstbauern. Mitten durch das Reich der Blütenträume führt die Obstroute – eine gut 45 Kilometer lange Fahrradstrecke durchs rheinhessische Hügelland mit vielen lohnenswerten Stopps am Wegesrand.

Von Herzöginnen und Weißstörchen – entlang der Aller

Im Süden der Lüneburger Heide kommen Aktivurlauber, historisch Interessierte und Naturfreunde gleichermaßen auf ihre Kosten. Denn im Aller-Leine-Tal erhalten sie entlang des Aller-Radwegs allerhand tolle Einblicke in Vergangenheit und Gegenwart der Region. Geführte Radtouren vom Schloss Ahlden bis zum Welfenschloss Celle versetzen die Urlauber zum Beispiel zurück in die Zeit der alten Fürstenhöfe. Unterwegs „begegnen“ sie dann unter anderem Eleonore D’Olbreuse, der letzten Celler Herzogin, und ihrer Tochter Sophie Dorothea, der „Prinzessin von Ahlden“.

SCHMUCK + IMAGE

Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig zeigt rund 300 Schmuckarbeiten von rund 180 internationalen Schmuckgestalterinnen und Künstlern. Im Fokus stehen Schmuckstücke, die ab 1945 in die Sammlungen des Museums kamen.

glass – hand formed matter

Das internationale, von Hochschulen, Glashütten und Kulturinstitutionen getragene Projekt „glass – hand formed matter“ will neue Perspektiven für die manuelle Glasherstellung in Deutschland und Europa ausloten. Glasmacher/innen, Künstler/innen, Designer/innen und Studierende aus Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie aus Finnland und Schweden wurden miteinander vernetzt, um gemeinsam das jahrtausendealte Handwerk der Glasherstellung neu zu interpretieren und weiter zu entwickeln.