Bunt, kontrovers, packend: die Ausstellung „Immendorf“ im Kunstpalast Düsseldorf

Der Kunstpalast widmet Jörg Immendorf (1945 - 2007) bis zum 10. Januar 2027 eine umfassende Retrospektive – in seiner Wahlheimat Düsseldorf, wo er studierte, lehrte und arbeitete. Rund 120 Werke aus fünf Jahrzehnten zeichnen seinen Weg von den Anfängen an der Düsseldorfer Kunstakademie bis hin zu den letzten Arbeiten aus seinem Düsseldorfer Atelier. Er wurde Ende des 20. Jahrhunderts weltweit als einer der bedeutendsten deutschen Künstler seiner Generation gefeiert. Als berüchtigter „Malerfürst“ pflegte er ein hartes Image und führte einen kontroversen Lebensstil.

„Foundations of Düsseldorf – World Tour“ von Jiny Lan und Dieter Nuhr

Die Ausstellung im Düsseldorfer Rathaus nimmt Düsseldorf als Ausgangspunkt, von dem aus zwei künstlerischen Positionen auf Globalisierung, Mobilität und kulturelle Identität blicken: Jiny Lan, in China geboren und seit mehr als zwei Jahrzehnten in Düsseldorf tätig, und Dieter Nuhr, in Düsseldorf aufgewachsen. Düsseldorf erscheint dabei nicht nur als Motiv, sondern als Ort kulturellen Schaffens und als Schnittstelle zwischen lokaler Verbundenheit und internationaler Perspektive.

Tell Me Where Home Is

Was bedeutet Heimat heute? Ist sie überhaupt ein geografischer Ort oder eher ein Gefühl, eine Erinnerung, eine Illusion? Wie bilden Menschen im 21. Jahrhundert immer wieder neue Heimaten? Das Kunstmuseum Wolfsburg beschäftigt sich in dieser Themenausstellung mit den aktuell kontrovers diskutierten Fragen nach Heimaten, Migration und Zugehörigkeit. Denn auch unseren globalisierten und digitalisierten Gesellschaften wohnt eine Sehnsucht nach Heimat inne – obwohl, oder gerade weil ständiger Wandel und Migrationsbewegungen zur Normalität geworden sind. Krieg, Verfolgung oder die Klimakatastrophe zwingen Millionen Menschen, ihr Zuhause zu verlassen. Nur ein kleiner Teil genießt Mobilität als kosmopolitische Lebensform.

Elisabeth von Samsonow

Die Heidi Horten Collection Wien widmet der deutsch-österreichischen Künstlerin und Philosophin Elisabeth von Samsonow (*1956) eine umfassende Einzelausstellung, die erstmals die ganze Bandbreite und Tiefe ihres interdisziplinären Œuvres präsentiert. Malerei, Skulptur, Performance, Fotografie und Zeichnung treten dabei mit ihrem philosophischen Denken sowie ihrem gesellschaftlichen und ökologischen Engagement in einen Dialog und eröffnen den bislang umfassendsten Einblick in Samsonows Schaffen.

ASIA POP in Düsseldorf

Comics, Film, Essen und vieles mehr – ostasiatische Popkultur prägt den globalen Mainstream entscheidend mit. Das NRW-Forum präsentiert mit ASIA POP die erste umfassende Ausstellung in Deutschland, die sich dieser Entwicklung und ihren kulturpolitischen, wirtschaftlichen und ästhetischen Einflüssen widmet.

Ansbach im Glanz des Barock

Das vom Kunstmuseum Wolfsburg initiierte Ausstellungs- und Publikationsprojekt will ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht setzen, wie ein besseres und gerechteres Leben für alle auf diesem Planeten gelingen kann. Dabei geht es nicht um den neuen großen Weltentwurf, sondern vielmehr um eine Vielzahl von Mikro-Utopien, die in ihrer Gesamtheit etwas Positives bewirken können.

Teppiche erzählen Geschichten

Als Auftakt der neuen Reihe „SWANA Remix“ zeigt das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) bis 27. Juni 2027 zeitgenössische Teppichkunst aus Iran unter dem Titel „Hamdeli – Teppiche erzählen Geschichten“. Die Teppiche treten in einen Dialog mit der Sammlungspräsentation „Inspiration SWANA“ (Südwestasien und Nordafrika), die im Oktober 2025 neu eröffnet wurde.

Katharina Greve – Meisterin der zeitgenössischen Komischen Kunst

Katharina Greve zählt zu den profiliertesten Stimmen der zeitgenössischen Komischen Kunst. Ihr Werk ist geprägt von einer einzigartigen Symbiose, denn hier trifft der analytische Verstand einer Architektin auf den gnadenlosen Humor einer scharfen Beobachterin: Ob sie nun das höchste Comic-Hochhaus der Welt errichtet oder die Absurditäten unseres Alltags in pointierten Cartoons seziert.

Richard Paul Lohse

2026 feiert das Museumszentrum Quadrat Bottrop sein 50-jähriges Bestehen. Als Highlight in diesem Jubiläumsjahr präsentiert das Josef Albers Museum eine umfassende Einzelausstellung des Malers, Grafikers und Theoretikers Richard Paul Lohse.

Labouring Bodies

Die Ausstellung im Museum Tinguely untersucht aus feministischer Perspektive die vielschichtigen Beziehungen zwischen Körper und Technologie. Sie beleuchtet, wie insbesondere weibliche Körper seit der Moderne durch Maschinen geprägt und kontrolliert wurden.

Paperwork – Jumping He. Blackbox #18

Der Grafikdesigner und Designkurator Dr. Jumping He versteht „Paperwork“ als ein experimentelles Projekt, das den Wandel visueller Kommunikation im Spannungsfeld von Printmedien, digitalen Informationsformen und neuen Technologien untersucht. Die Ausstellung im Bröhan Museum Berlin gibt einen umfassenden Einblick in mehr als 25 Jahre Designpraxis. Zu sehen sind Plakate, Bücher, grafische Arbeiten und Papierinstallationen, die die vielfältigen Möglichkeiten des Mediums Papier zwischen Gestaltung, Kommunikation und Kunst erfahrbar machen.

James Ensors fantastische Welten

Zwei Männer – der eine sehr korpulent, der andere mit einer großen, roten Trinkernase – sitzen beim Essen am gedeckten Tisch. Warum spucken sie den Rotwein aus? Weil ihnen der Tod persönlich das Essen serviert hat? Auf den Bildern von James Ensor (1860–1949) gibt es eine Fülle skurriler, lustiger und grotesker Details zu entdecken. In seinen Radierungen sind Masken, Skelette und Absurditäten aller Art allgegenwärtig. Sie entlarven das Menschliche auf spitze, komische Weise. Das Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch Gladbach präsentiert über 100 Radierungen des Künstlers.

Pling! Design hören

Seit jeher werden Klänge genutzt, um auf etwas aufmerksam zu machen. Die Welt ist voller akustischer Signale; viele hören wir jeden Tag. Eine schrille Sirene aktiviert den Körper; Alarme steuern Menschen und kontrollieren Verhalten. In sieben Kapiteln geht die Ausstellung im Museum für Gestaltung Zürich dem Klang auf die Spur – vom Lärm über die Erforschung von akustischen Phänomenen bis hin zum Wohlklang. Und befragt, was in den oft als selbstverständlich wahrgenommenen Schallwellen steckt.

On Nervous Grounds. Zwischen Wahn und Wirklichkeit

Die Ausstellung zeigt anhand ausgewählter Werke aus der Sammlung des Kunstmuseums Wolfsburg, wie Kunst seit den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart hinein emotionale Resonanzräume erzeugt. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die emotionale Zustände thematisieren, diese selbst hervorrufen oder aus einer bestimmten Emotionalität heraus entstanden sind.

Thomas Baumgärtel – Niederrheintour 2026 – Freiheit für die Kunst: 40 Werkgruppen, 40 Kunstorte, 40 Jahre BANANENSPRAYER

Der Niederrhein wird 2026 zur lebendigen Bühne der Kunst: Thomas Baumgärtel, bekannt als der Bananensprayer, feiert das 40-jährige Jubiläum seiner Spraybanane mit einem gewaltigen Kunstprojekt. Unter dem Motto „Freiheit für die Kunst“ verwandelt der aus Rheinberg am Niederrhein stammende Künstler seine Heimatregion in eine einzigartige Ausstellungslandschaft und schafft damit eines der spektakulärsten Kulturereignisse des Jahres.

Anja Niedringhaus – An vorderster Front

„Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt“ so die Pulitzer-Preisträgerin, Pressefotografin und Porträtistin Anja Niedringhaus, Aufklärung war ihr zentrales Anliegen. Die Ludwiggalerie in Schloss Oberhausen zeigt die Fotoarbeiten der Fotografin, die am 04. April 2024 einem Attentat zum Opfer fiel, als sie im Auftrag der amerikanischen Associated Press (AP) als Wahlberichterstatterin in Afghanistan unterwegs war.

Kunst in der Maschinenhalle: „Das Sichtbare und das Verborgene“

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Kunst in der Maschinenhalle“ präsentiert die Künstlerin Anna Pocher Papiercollagen und Ölbilder, die durch einen intuitiven Schaffensprozess entstehen. Pocher kombiniert Fotografien aus Zeitschriften, Reproduktionen bekannter und weniger bekannter Werke sowie Alltagsmaterialien wie Eintrittskarten oder Bonbonpapiere zu eigenständigen Bildkompositionen. Dabei folgt sie einer inneren Bildlogik, die von Form, Farbe, Raumwirkung und einem subtilen Zusammenspiel von Sinnlichkeit und Humor geprägt ist.

Celebrating Marilyn!

Anlässlich ihres 100. Geburtstags widmet das Filmmuseum Düsseldorf einer Leinwandlegende eine Hommage: Kaum eine Schauspielerin verkörpert den Begriff "Ikone" so sehr wie Marilyn Monroe. Selbst wer nie einen ihrer Filme gesehen hat, kennt ihr Bild: platinblonder Bob, Schönheitsfleck, unverwechselbare Ausstrahlung.

Bundeskunsthalle Bonn: INTERACTIONS

Das Themenjahr der Bundeskunsthalle steht 2026 im Zeichen der sozialen Nachhaltigkeit, des Zusammenhaltes und der Achtsamkeit. Es werden Kunstwerke gezeigt, die neben dem interaktiven Spiel zur Reflexion einladen und sich mit Bildern, Sprache oder Musik/Sound als grenzüberschreitende und universelle Kommunikationsformen beschäftigen.

CALDER – Träumen im Gleichgewicht

2026 feiert die Fondation Louis Vuitton den hundertsten Jahrestag der Ankunft von Alexander Calder (1898–1976) in Frankreich im Jahr 1926 sowie den fünfzigsten Jahrestag seines Todes mit einer Retrospektive, die alle Facetten seines Schaffens beleuchtet. Die Ausstellung umfasst ein halbes Jahrhundert seines Schaffens, von den späten 1920er Jahren und den ersten Aufführungen des Cirque Calder, die die Pariser Avantgarde in ihren Bann zogen, bis hin zu seinen monumentalen Skulpturen, die in den 1960er und 1970er Jahren das Konzept der öffentlichen Kunst neu definierten. In der Fondation Louis Vuitton, schweben seine Mobile in der von Frank Gehry entworfenen Architektur.

ANIMALIA. Von Tieren und Menschen

Mit der Ausstellung untersucht die Heidi Horten Collection das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Der aus der Biologie entlehnte Begriff Animalia dient dabei als Leitgedanke einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Umgang des Menschen mit dem Tier, der sich in über 100 Kunstwerken aus dem20. und 21. Jahrhundert spiegelt.

Anne Truitt. Pionierin der Minimal Art

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen widmet der US-amerikanischen Künstlerin Anne Truitt (1921 – 2004) die erste umfassende Einzelausstellung in Europa. Mit rund 120 Werken aus mehr als vier Jahrzehnten würdigt die Ausstellung im K20 eine Künstlerin, die in den Vereinigten Staaten schon längst als Wegbereiterin der Minimal Art gilt und jetzt endlich in Europa mit einer großen Retrospektive gefeiert wird. Präsentiert werden Truitts bahnbrechende Skulpturen der frühen 1960er-Jahre, ihre farbig leuchtenden Arbeiten auf Papier, ihre Weiß-auf-Weiß Malerei und ihre tiefschwarzen Piths, eine ihrer letzten Bildserien.

TICHA. Retrospektive

Anlässlich des 85. Geburtstags im vergangenen Jahr wird Hans Tichas malerisches Werk in deutsch-deutscher Perspektive im Neuen Museum Nürnberg vorgestellt. Die Ausstellung präsentiert seine künstlerische Vielschichtigkeit: von seinen einflussreichen Kinderbuchillustrationen, die Teil des kulturellen Gedächtnisses der ehemaligen DDR sind, bis zu seinen politisch scharfsinnigen Gemälden, die ein bewegtes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte reflektieren.

Gasometer Oberhausen „Mythos Wald“

Emotional, überraschend, mitreißend und dabei stets wissenschaftlich fundiert: das Gasometer Oberhausen zeigt die atemberaubende Schönheit der Wälder. In unterschiedlichen Kapiteln präsentiert „Mythos Wald“ die Diversität der Waldgebiete, deren Ökosysteme so unterschiedlich sind, wie die Klimazonen in denen sie vorkommen. Um den Äquator liegen die tropischen Regenwälder mit ihrer verschwenderischen Fülle, die mächtigsten Baumriesen wachsen tausende Kilometer weiter nördlich in Kalifornien und in den Transsilvanischen Alpen findet sich Europas letzter Urwald. Facettenreich ist der oft in Märchen und Sagen vorkommende Deutsche Wald mit seinen Eichen, Buchen, Fichten oder Kiefern und gilt dabei auch als Sehnsuchtsort.