Garden Futures – Designing with Nature

Das Vitra Design Museum präsentierte eine umfassende Ausstellung zur Geschichte und Zukunft des modernen Gartens. Gärten sind Spiegel von Identitäten, Träumen und Visionen, sie haben tiefe kulturelle Wurzeln und sind Ausdruck unserer Beziehung zur Natur. Heute ist der Garten viel mehr als ein romantisches Idyll. Gärten sind zu Orten der Avantgarde geworden, dienen als Experimentierfelder für soziale Gerechtigkeit, Biodiversität und eine nachhaltige Zukunft.

Klasse und Masse. Kunststoffdesign im Alltag

Die Ausstellung im Peter-Behrens-Bau/ LVR-Industriemuseums zeigte die vielfältigen Möglichkeiten dieses Werkstoffs vom billigen Ersatzstoff und Massenprodukt bis zur Hightech-Komponente und Designikone. Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Untrennbar mit industrieller Massenproduktion verbunden, begleiten sie technische Entwicklungen und eröffnen Designer*innen ungekannte Freiheiten in der Gestaltung. Ob Volksempfänger, Trabant, Panton Stuhl, Bobby Car oder iMac: Kunststoffprodukte sind Teil des kollektiven Gedächtnisses geworden und haben ihren Weg ins Museum gefunden.

DIE GUTE MODERNE

In der Art déco-Pfeilerhalle zeiget das Grassi Museum eine ganz besondere Ausstellung:  Lange Jahre schenkten das Ehepaar Inge und Wilfried Funke immer wieder kleinere Konvolute u.a. Design, Geschirr und Vasen dem GRASSI Museum, vermachte aber schließlich seine gesamte Kollektion dem GRASSI MAK.

Louise Bourgeois: The Woven Child

Der Gropius Bau präsentierte die erste große Retrospektive, die sich ausschließlich Louise Bourgeois’ textilen Arbeiten widmete. Diese entstanden im letzten Kapitel ihrer bewegten Karriere und gehören zu ihren eindringlichsten und intimsten Werken. Anhand einer Vielzahl von Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Collagen, Büchern und Drucken zeigt die Ausstellung die lebenslange Verbindung der Künstlerin zu Textilien – und die Erinnerungen, die diese bergen. The Woven Child umfasst eines der umfangreichsten Spätwerke der Kunstgeschichte und ist die größte Ausstellung von Louise Bourgeois, die bisher in Berlin gezeigt wurde. Zahlreiche Werke waren zum ersten Mal in Deutschland zu sehen.

100 Jahre Lalique im Elsass

Als René Lalique wenige Jahre nach dem Ersten Weltkrieg beschließt, die Verrerie d’Alsace zu gründen, kann er bereits auf ein reiches Künstlerleben zurückblicken. Er, der den modernen Schmuck erfunden hat und – insbesondere dank der von ihm geschaffenen und hergestellten Parfümflakons – bereits einen soliden Ruf als Glaskünstler hat, stellt sich eine neue Aufgabe: das Schöne zugänglich zu machen.

Ansehen! Kunst und Design von Frauen 1880-1940

Von den mehr als 20.000 Sammlungsobjekten des Bröhan-Museums stammen nur etwa 1.500 von Frauen – rund 7,5%. Den knapp 1.000 männlichen Künstlern der Sammlung stehen 99 Künstlerinnen gegenüber. Was sind die Gründe für dieses Ungleichgewicht? Und wer waren diejenigen, die sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert trotz aller Widrigkeiten für eine Laufbahn als Künstlerin oder Designerin entschieden?

Stühle. Dieckmann! Der vergessene Bauhäusler Erich Dieckmann

Erstmals seit über 30 Jahren wird dem Möbelgestalter, Bauhäusler und Burg-Lehrer Erich Dieckmann (1896–1944) wieder eine große Ausstellung gewidmet. Die Wiederentdeckung dieses prägenden Gestalters, der wie Marcel Breuer mit Formen und Materialien experimentierte und Typenmöbelprogramme nach streng geometrischen Formen entwickelte, ist eine gemeinschaftliche Idee des Kunstgewerbemuseums und der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin mit der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Sowohl in Berlin als auch in Halle (Saale) hatte Dieckmann gewirkt.

Konstantin Grcic

Seit mittlerweile über dreißig Schaffensjahren designt Konstantin Grcic (*1965, München) komplexe, bisweilen radikale Lösungen für Objekte des alltäglichen Gebrauchs. Bekanntheit erlangte Grcic ab den 1990er Jahren mit industriell gefertigten Objekten.

Here We Are! Frauen im Design 1900 – heute

Ob als Gestalterinnen von Möbeln, Mode oder Industrieprodukten, als Innenarchitektinnen oder Unternehmerinnen – Frauen haben entscheidende Beiträge zur Entwicklung des modernen Designs geleistet. In den Geschichtsbüchern des Designs kommen sie jedoch viel seltener vor als Männer. Mit dieser Ausstellung will das Vitra Design Museum dazu beitragen, dies zu ändern. Die Ausstellung präsentiert Gestalterinnen der letzten 120 Jahre und erzählt vor dem Hintergrund des Kampfs um Gleichberechtigung eine neue, vielstimmige Designgeschichte. Gezeigt werden Werke von rund 80 Designerinnen, darunter Protagonistinnen der Moderne wie Eileen Gray, Charlotte Perriand, Lilly Reich oder Clara Porset, Unternehmerinnen wie Florence Knoll und Armi Ratia, aber auch weniger bekannte Persönlichkeiten wie die Sozialreformerin Jane Addams. Zeitgenössische Positionen werden durch Designerinnen wie Matali Crasset, Patricia Urquiola, Julia Lohmann oder das Kollektiv Matri-Archi(tecture) vertreten und führen BesucherInnen in die Gegenwart und Zukunft.

Arne Jacobsen

Das SAS Royal Hotel, heute Radisson Collection Royal Hotel, ist ein architektonisches Meisterwerk, das bis hin zum Besteck im Restaurant durchdacht und geplant wurde. Hunderte von kleinen und großen Elementen bilden zusammen ein kohärentes Ganzes. Viele der Elemente, wie die Stühle The Egg, The Drop und The Swan sowie das Besteck und die Türbeschläge, sind zu so starken Design-Ikonen geworden, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass sie eigentlich für das Hotel entworfen wurden.

STÜHLE. Nur für Kinder!

Stühle sind mehr als „Sitzgelegenheiten“. Sie sind Ruhezone, Arbeitsplatz, Spiel- und Designobjekt. Die besonderen Anforderungen für die Nutzung durch Kinder bringen eigene Herausforderungen mit sich: Anatomie, Bewegungsfreiheit, Funktionsvielfalt und Sicherheit stehen beim Design von Kindermöbeln heute an erster Stelle.

Le Corbusier und die Farbe

Die Ausstellung im Pavillon Le Corbusier widmete sich dem Umgang des Universalkünstlers mit Farbe. Le Corbusier setzte in all seinen Schaffensphasen Farbe als raumbildendes und identitätsstiftendes Element ein. Mit Fotografien, Originalen, Plänen und großformatigen Installationen zeichnet die Ausstellung die wichtigsten Stationen der Polychromie Le Corbusiers nach.

Deutsches Design 1949–1989 Zwei Länder, eine Geschichte

Geprägt durch Bauhaus und Werkbund, erlangte das deutsche Design zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweite Bedeutung. Mit der deutschen Teilung ab 1949 entwickelten sich Design und Alltagskultur auf beiden Seiten der Grenze getrennt weiter – im Westen als Motor des »Wirtschaftswunders«, im Osten als Teil sozialistischer Planwirtschaft. Mehr als 30 Jahre nach dem Fall der Mauer präsentiert das Vitra Design Museum die erste große Gesamtschau über das deutsch-deutsche Design der Nachkriegszeit.

„Braun 100“

Kaum ein Unternehmen verkörpert deutlicher die ästhetische Sprache der deutschen Nachkriegszeit als die Firma Braun. Ob Rasierapparate, Hifi-Anlagen, Uhren oder Küchengeräte, sie alle verbindet eine Formensprache, die in Kombination mit ihrer Handhabung als Höhepunkt des gestalterischen Funktionalismus bis heute Schule macht. Bedeutende Designer wie Wilhelm Wagenfeld, Hans Gugelot und Dieter Rams waren für Braun tätig.

Luigi Colani und der Jugendstil

„Das Bauhaus ist out!“ stellte Luigi Colani fest und forderte stattdessen 1977 die „Renaissance des Jugendstils“. Luigi Colani (1928-2019), gebürtiger Berliner, geniales Multitalent und Superstar der Selbstinszenierung, zettelte damit eine Revolution im deutschen Design an. Er war eine der facettenreichsten Designer-Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts und ist nur schwer in seiner Gesamtheit zu fassen.

MURANO. Farbe Licht Feuer

Murano gilt als Inbegriff der italienischen Glasgestaltung par excellence. Ihre Tradition reicht zurück bis ins 14. Jahrhundert, als Venedig seine schon damals berühmte Glasherstellung auf die benachbarte Insel verlagert hatte. Nach einer wechselvollen Geschichte erlebte sie im 20. Jahrhundert eine erneute Blüte, die Ende der 1920er Jahre begann und bis heute reicht.

Eileen Gray

Eileen Gray (1878-1976) war eine Pionierin des modernen Designs und der Architektur und eine der wenigen Frauen, die vor dem Zweiten Weltkrieg in diesen Bereichen professionell tätig waren. Das Bard Graduate Center in New York zeigt in einer Ausstellung das Leben und das Schaffen dieser einzigartigen Designerin.