Mit der Ausstellung „FOR YOUR EYES ONLY. Miniaturen der Romantik“ widmet sich die Hamburger Kunsthalle bis zum 7. Juni 2026 erstmals der facettenreichen Kunst der Miniaturmalerei in Hamburg von ihrer Blütezeit um 1800 bis zu den 1840er Jahren, als sie von den frühen Techniken der Fotografie abgelöst wurde.
Kategorie: Kunst & Kultur
Cézanne – Sehen, was zu sehen ist
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte widmet die Fondation Beyeler eine Einzelausstellung Paul Cézanne (1839–1906) – einem Pionier der modernen Kunst und zentralen Künstler ihrer Sammlung. Mit rund 80 Werken konzentriert sich die Ausstellung auf die letzte und bedeutendste Phase im Schaffen des französischen Malers und zeigt Cézanne in Hochform: Zu sehen sind geheimnisvolle Porträts, paradiesische Badende, Sehnsuchtslandschaften aus der Provence und sein Lieblingsberg, die Montagne Sainte-Victoire, die der Künstler in immer neuen Ansichten darstellte.
REMIX
Kann man Fotografie heute noch glauben? Und welche Aufgabe kann sie übernehmen in Zeiten von KI und Deepfakes? Ab Frühjahr 2026 erweitert die Kunsthalle Bremen ihre Sammlungsausstellung „Remix“ um vier Räume und zeigt dort eine Auswahl historischer und zeitgenössischer Fotografie.
Antike Reloaded. Von Asterix bis Amor
Die Faszination für die Antike ist bis heute ungebrochen. Doch wie hat sich der Blick auf diese Epoche über die Jahrhunderte hinweg verändert? Gemälde und Skulpturen, Zeichnungen, Druckgrafiken und Comics geben Auskunft über die Antike als reiche Inspirationsquelle und ihre vielgestaltigen Einflüsse auf Mythen und Mode, auf Architektur und Bildhauerei. Anhand von rund 100 Werken des 16. bis 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Clemens Sels Museums Neuss zeigt sich einmal mehr, was „Antike Reloaded“ bedeuten kann.
KINDER, KINDER!
Die Ausstellung widmet sich der Darstellung von Kindern in der Kunst vom 16. bis zum 21. Jahrhundert. Sechs Kapitel nähern sich dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigen neben Gemälden auch Fotografien, Arbeiten auf Papier, Druckgrafiken, Medienkunst und Skulpturen unter anderem mit Werken von Tizian, Anthonis van Dyck, Oskar Kokoschka, Paula Modersohn-Becker, Nobuyoshi Araki, Thomas Lawrence, Joshua Reynolds, Rineke Dijkstra, Judith Leyster, Christoph Amberger, Gerhard Richter.
René Magritte – La ligne de vie
1938 hielt René Magritte im Königlichen Museum der Schönen Künste (KMSKA) Antwerpen einen Vortrag über seine Sicht der Realität. Darin sprach er über die Ursprünge und die Entwicklung seiner Kunst sowie über die Geschichte der surrealistischen Bewegung in Belgien. Dieser Vortrag mit dem Titel La ligne de vie war nach dem Vortrag auf der Internationalen Surrealistenausstellung in London sein zweiter und zugleich der wichtigste Vortrag, den Magritte jemals über seine eigenen Werke gehalten hat.
ORT – Ouriel Morgensztern
Mit ORT präsentiert die Heidi Horten Collection ihre zweite Interventionsausstellung – eine Einladung zur ästhetischen Entdeckung und zugleich eine fotografische Transformation ihrer eigenen Räume. Im Zentrum steht das Werk von Ouriel Morgensztern, dessen Schwarz Weiß-Fotografien einen ebenso präzisen wie poetischen Blick auf das Museum und weit darüber hinaus eröffnen.
GRAND HOTEL PARR
Das Neue Museum Nürnberg (NMN) in Kooperation mit The-Photo-Book-Museum zeigte die erste große Fotobuch-Retrospektive des britischen Magnum-Fotografen Martin Parr. In der schrägen Inszenierung einer Hotelanlage lud die Ausstellung dazu ein, über 200 Fotobücher, die Martin Parr selbst veröffentlicht hat, lustvoll in Augenschein zu nehmen. Der Parcours verführte zum Flanieren und Fremdschämen zwischen Speisesaal und Honeymoon Suite.
Huguette Caland: A life in a few lines
Die Deichtorhallen Hamburg zeigen die Werke der libanesischen Künstlerin Huguette Caland (1931-2019), die ihr Leben selbst zum Ausgangspunkt ihrer Kunst machte: „Das Medium, das ich für meine Kunst verwende, ist größtenteils mein eigenes Leben. (…) Jeder einzelne Austausch, ein Blick, ein Lächeln, eine kurze Begegnung.“
Yayoi Kusama
In der Fondation Beyeler wurde die erste umfassende Retrospektive des Werks von Yayoi Kusama (*1929, lebt und arbeitet in Tokio) – einer der einflussreichsten Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts gezeigt. Die Ausstellung, die in enger Zusammenarbeit mit Kusama und ihrem Atelier entstand, versammelte über 300 Werke aus Sammlungen in Japan, Singapur, den Niederlanden, Deutschland, Österreich, Schweden, Frankreich und der Schweiz.
Alberto Giacometti: Das Maß der Welt
Die Kunsthalle Bremen zeigte die erste umfassende monografische Ausstellung über das Leben und Werk des schweizerischen Bildhauers und Malers Alberto Giacometti seit zehn Jahren in Deutschland. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Fondation Giacometti in Paris.
Anders Zorn: Schwedens Superstar
Die Hamburger Kunsthalle zeigte in einem repräsentativen Überblick das facettenreiche Schaffen des schwedischen Künstlers Anders Zorn (1860–1920), der in den Jahren um 1900 zu den berühmtesten Künstler und Künstlerinnen weltweit zählte. In Europa avancierte er zu einem regelrechten Malerstar und in den Vereinigten Staaten ließen sich neben diversen Köpfen der amerikanischen High Society sogar zwei Präsidenten von ihm porträtieren.
Hélène de Beauvoir. Mit anderen Augen sehen
Die Opelvillen Rüsselsheim präsentieren die erste museale Ausstellung der Malerin Hélène de Beauvoir in Deutschland, der vergessenen Schwester von Simone de Beauvoir.
Museum Wiesbaden: Feininger, Münter, Modersohn-Becker
Im ausklingenden Jubiläumsjahr erzählt eine großangelegte Ausstellung zur „Klassischen Moderne“ des Museums Wiesbaden die Geschichte ihrer Sammlung. Zugleich werden anhand der 105 Kunstwerke (Gemälde und Skulpturen) die wesentlichen Schritte in der Entwicklung der deutschen Avantgarde nachvollzogen: ausgehend vom expressiven Impressionismus zu Beginn des Jahrhunderts über den deutschen Expressionismus mit seinen prägenden Künstlergruppierungen in München und Berlin bis hin zu neu sachlichen Tendenzen in den 1920- und 1930er-Jahren.
Wiedereröffnung des B.C. Koekkoek-Haus – Museum der Romantik
Er gilt als einer der wichtigsten niederländischen Maler des 19. Jahrhunderts neben Vincent van Gogh – doch sein Zuhause war jahrzehntelang in Kleve. Ab Sonntag, 31. August 2025, ist der langjährige Wohn- und Schaffensort des bedeutenden Landschaftsmalers Barend Cornelis Koekkoek, das B. C. Koekkoek-Haus in Kleve, wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Zweieinhalb Jahre lang hatte die Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege – Eigentümerin seit 1997 – das Museum sanieren lassen.
Edvard Munch – Angst
Die Kunstsammlungen am Theaterplatz in Chemnitz präsentierte eine Ausstellung mit Werken von Edvard Munch (1863–1944), in deren Zentrum das Gefühl der Angst steht. Unter dem Motto »C the Unseen« wird Angst als gesellschaftliches Tabu sichtbar gemacht und in einen Dialog mit zeitgenössischen Positionen gebracht. Angst als Grundemotion ist ein überlebensnotwendiges Gefühl. Sie kennt keine sozialen Grenzen und betrifft alle Gesellschaftsgruppen. Munchs existenzielle Bildwelten treffen in der Ausstellung auf Werke u. a. von Marina Abramović, Neo Rauch und Paula Rego – und eröffnen neue Perspektiven auf ein Gefühl, das aktueller nicht sein könnte.
W.I.M. – Die Kunst des Sehens
Anlässlich seines 80. Geburtstages widmete die Bundeskunsthalle in Bonn dem Filmemacher und Künstler Wim Wenders eine immersive und bildmächtige Ausstellung.
Mit offenem Blick – Camille Pissarro
Das Museum Barberini in Potsdam präsentierte den Impressionisten Camille Pissaro. Im Fokus stand dabei eine der Gründungsfiguren des Impressionismus, dessen vielseitiges Schaffen durch Offenheit und Experimentierfreude, aufmerksam beobachtete Details und sorgsam abgestimmte Harmonien geprägt war.
„Rendezvous der Träume“ – Surrealismus und deutsche Romantik
Mit „Rendezvous der Träume“ präsentiert die Hamburger Kunsthalle bis zum 12. Oktober 2025 eine umfassende Ausstellung zum internationalen Surrealismus, dies anlässlich des 100. Jubiläums der Gründung dieser Bewegung. Dabei spürt sie der deutschen Romantik als einer der wichtigsten Geistesverwandtschaften des Surrealismus nach.
Katharina Grosse – Wunderbild
Mit »Wunderbild« verwandelte Katharina Grosse die 3.000 qm große Halle für aktuelle Kunst in ein raumgreifendes Kunstwerk, das Malerei, Skulptur und Architektur verbindet. Mit einer Länge von über 60 Metern präsentiert sich das »Wunderbild« als imposante Enfilade von Gemälden auf losen Stoffbahnen, die an zwei Seiten von der Decke herabhängen. Ursprünglich für den Messepalast der Nationalgalerie Prag entwickelt, hat die Künstlerin die monumentale Installation für die Deichtorhallen Hamburg neu inszeniert und um eine eigens für die Ausstellung entwickelte Soundkomposition von Stefan Schneider ergänzt.
Welt, wohin? ZERO und die Gegenwart
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Ausstellung im Malkasten Düsseldorf vereinte charakteristische Werke der Düsseldorfer ZERO-Künstler Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker und ihres Umfelds mit Arbeiten junger Künstler/innen, die heute im Geiste von ZERO erproben, welche neuen Möglichkeiten sich für die Kunst bieten. Werke aus den 1950er bis frühen 1980er Jahren treffen auf Arbeiten, die erst jüngst entstanden sind. So zeigt sich in dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Zeitebenen und Positionen, welche Strahlkraft ZERO auch heute noch ausübt.
Zero+: Die Stunde Null in der Kunst und ihre Nachwirkungen
Der Kunstraum Gewerbepark-Süd in Hilden präsentiert die Werkschau „Zero +“. Die Ausstellung versammelt nicht nur eine Auswahl repräsentativer Werke von Mack, Piene und Uecker, sondern zeigt u.a. mit Arbeiten der Künstler Mischa Kuball, Ólafur Elíasson und Hartmut Neumann, wie das Erbe von Zero weiterlebt.
Die frühen Jahre – Marc Chagall
Die Ausstellung im Museum K20 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zeigte rund 120 Gemälde und Papierarbeiten aus allen Schaffenszeiten von Marc Chagall. Der russisch-französische Maler ist ein Ausnahmetalent der Moderne und zählt zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine fantastisch-poetischen Bildwelten und deren Motive sind bis heute rätselhaft, deren intensive Farbigkeit außergewöhnlich.
Will McBride – Die Berliner Jahre
Diese Ausstellung setzt die Reihe der Foto-Ausstellungen im Bröhan Museum fort. Sie antwortet auch unmittelbar auf die Schau „Berlin in einer Hundenacht. Gundula Schulze Eldowy“, die 2024 im Bröhan-Museum zu sehen war. Genauso wie Gundula Schulze Eldowy kommt Will McBride als junger Mensch nach Berlin. Beide sind fasziniert vom Leben in dieser Stadt – Gundula Schulze Eldowy vom Ost-Berliner Milieu der 1970er Jahre in Mitte und Will McBride vom noch nicht von der Mauer getrennten, aber doch sich allmählich auseinander dividierenden Leben Berlins der 1950er Jahre.
Der Schlüssel der Träume. Surrealistische Meisterwerke der Collection Hersaint
Die Fondation Beyeler zeigte eine repräsentative Auswahl surrealistischer Meisterwerke der Collection Hersaint. Die Ausstellung umfasst rund 50 Schlüsselwerke von Künstler-/innen wie Salvador Dalí, Max Ernst, René Magritte, Joan Miró, Pablo Picasso, Man Ray, Dorothea Tanning, Toyen sowie Balthus, Jean Dubuffet, Wifredo Lam und vielen anderen. Sie greift zentrale Themen des Surrealismus auf, wie beispielsweise die Nacht, den Traum, das Unbewusste, die Verwandlung oder den Wald als Ort des Rätselhaften.
Maurice de Vlaminck – Rebell der Moderne
Maurice de Vlaminck (1876–1958) ist einer der bedeutendsten französischen Maler der Moderne und war Mitglied der Gruppe der so genannten „Fauves“ („Wilden“), die sich 1905 um Henri Matisse und André Derain zusammenschloss. Das Von der Heydt-Museum realisiert gemeinsam mit dem Museum Barberini in Potsdam die erste postume Einzelausstellung des Künstlers in Deutschland seit fast 100 Jahren und rückt damit eine zentrale Figur der französischen Kunst des 20. Jahrhunderts wieder ins Licht der Öffentlichkeit.
Robert Lebeck. Hierzulande
Die Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim zeigt Fotografien des großen Reportagefotografen – berührend, skurril und zutiefst menschlich; Lebeck: „Ich bin viel gereist in meinem Fotografenleben, doch um ein spannendes Foto zu machen, musste ich eigentlich nur vor die Haustür treten.“
Momente der Klarheit – Janus la Cour und das neue Bild der Natur
Das Museum der Westküste, Föhr, zeigt Janus la Cour (1837–1909), an der dänischen Westküste geboren, denn es gilt ihn wiederzuentdecken – vor allem in seiner Modernität. Bekannt als großer Einsiedler, hatte er bei seiner ersten Italienreise 1867 den Traum von einem perfekten Bild: ein leerer Strand, wild und öde. In den Schweizer Bergen, im warmen Italien, aber besonders bei seinen Wanderungen an den heimischen Stränden bei Aarhus suchte er seitdem karge, einsame Orte auf und verherrlichte sie in seiner fast meditativen Kunst.
Maurice de Vlaminck. Rebell der Moderne
Die Ausstellung im Museum Barberini gab einen Überblick über Vlamincks gesamtes Werk ab 1929, wobei der Akzent auf der produktiven Schaffenszeit vor dem Ersten Weltkrieg liegt, ergänzt durch eine Auswahl später Arbeiten.
Copacabana & Kubismus – Brasil Brasil!
Nachdem Kunstwerke der brasilianischen Moderne auf der Biennale in Venedig einen großen Auftritt in Europa hatten, gab diese Ausstellung erstmals im Zentrum Paul Klee einen umfangreichen Einblick in die moderne Kunst Brasiliens.






























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