Günther Uecker – Die Verletzlichkeit der Welt

Die Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck ist die erste nach dem Tod des Künstlers und ZERO Mitglied Günther Uecker (*1930 Wendorf †2025 Düsseldorf) und dabei die letzte, an der er noch selbst mitgewirkt hat. Sie würdigt den international bekannten Künstler, der mit seinen ikonischen Nagelbildern und -reliefs Kunstgeschichte schrieb und als prägende Persönlichkeit der Künstlergruppe ZERO die Kunst der Nachkriegszeit revolutionierte.

Uecker war dem Künstlerbahnhof Rolandseck eng verbunden: Das Nagelrelief Bett zum Aufwachen (1965) befindet sich noch heute in der Museumssammlung. Der performative Film Die Treppe (1964) zeigt Uecker, wie er Bahnhofsvorplatz und -gebäude Nagel für Nagel erobert.

Insgesamt werden 45 Werke aus sieben Jahrzehnten gezeigt – von frühen Nagelobjekten über kinetische Installationen bis zu späten Serien, die Ueckers spirituelle Haltung und sein humanistisches Weltbild spiegeln. Im Zentrum stehen Arbeiten, die der Verletzlichkeit der Welt gewidmet sind – Ausdruck eines Lebenswerks, das Frieden, Empathie und menschliche Verantwortung reflektiert.

Die Ausstellung vereint Arbeiten aus allen Schaffensphasen. Neben den berühmten Nagelobjekten und -reliefs auch kinetische Arbeiten, Installationen und textile Werke.

Ausstellung bis 14.06.2026, arp museum Bahnhof Rolandseck, Remagen,
http://www.arpmuseum.org

Bilder:
Oben: Waldgarten (3-teilig), (Detail), 2008, Private Collection. Courtesy Axel Vervoordt Gallery, Foto: Jan Liégeois,

VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Unten: v.li.n.re.: Geheimnisskulptur (Schweigeskulptur), 1982, Foto: Lothar Wolleh, Foto: Uecker Archiv, Privatsammlung / Übernagelter Tisch, 1964. Kunstpalast Düsseldorf, Foto: Kunstpalast, Horst Kolberg, Arthothek, VG Bild Kunst, Bonn 2025
/Tanzende Nadel für Pina Bausch, 2019. Foto: David Ertl, Uecker Archiv. Privatsammlung. VG Bild Kunst Bonn 2025 /