
Die Ausstellung „Amazônia. Indigene Welten“ gibt bis zum 9. August 2026 in der Bonner Bundeskunsthalle den indigenen Völkern des Amazonasgebiets eine Stimme. Sie bietet einen neuen Blick auf diese Region, die oft auf das Klischee einer exotischen, von der heutigen Welt abgekoppelten Gesellschaft reduziert wird. Dabei ist Amazonien ein lebendiges Ganzes aus dichten Netzwerken und interkulturellem Austausch zwischen Hunderten von indigenen Völkern.


Die Schau mit ca. 400 Exponaten legt einen Schwerpunkt auf die Konzepte von Schöpfung, Gemeinschaft und Zukunftsperspektiven aus der Sicht der Bewohnerinnen und Bewohner.
Amazonien ist eine vielschichtige, sich immer weiter entwickelnde Region, in der sich die sozialen und ökologischen Dynamiken ständig begegnen. Das Gebiet erstreckt sich über insgesamt neun Länder hinweg auf einer Fläche, die ganz Europa entspricht. Die Ausstellung in Bonn zeichnet dabei ein Bild von Amazonien als Kulturraum mit Hunderten von Völkern, weniger als natürlichen Lebensraum.

Hier stehen sich Menschen, die Tier- und Pflanzenwelt, verschiedene soziale Schichten und Szenen, Tradition und Modernität sowie die unterschiedlichsten lokalen und globalen politischen Herausforderungen gegenüber und verflechten sich. Bei all dem geht es um die Zukunft des Amazonas-Gebiets und der Lebensgrundlage ihrer Bewohner.
Indigene Künstler und Künstlerinnen spielen in der Ausstellung eine wichtige Rolle, wobei ihre Werke in einen lebendigen Dialog mit den Beständen archäologischer Sammlungen treten.
Zwischen historischen Sammlungen und aktueller indigener Produktion hinterfragt die Ausstellung den Platz der Ästhetik Amazoniens und deren Weisheit als Wegbereiter für die heutige Welt.
http://www.bundeskunsthalle.de
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