Landesgartenschau 2026 in Neuss

Früher galoppierten hier die Rennpferde um den Sieg. Im Frühjahr 2026 eröffnet auf dem ehemaligen Rennbahngelände in Neuss die Landesgartenschau. Herzstück ist das ehemalige Rennbahngelände, auf dem mit der Landesgartenschau ein neuer Bürgerpark entsteht. Zu den geplanten Maßnahmen im Bürgerpark zählt unter anderem die Gestaltung einer Veranstaltungsfläche für bessere Bedingungen bei der Durchführung des Schützenfestes und die Aufwertung des Shakespeare-Theaters „Globe“.

Drei Monate vor dem Start enthüllte die Landesgartenschau Neuss ihr Maskottchen. Es stellt eine Blume mit großen, farbenfrohen Blütenblättern dar und hat ein grünes Herz als Gesicht. Entworfen und als rund 2,50 Meter hohe Großplastik umgesetzt wurde das LAGA-Maskottchen vom Düsseldorfer Künstler Jacques Tilly. Die Figur steht künftig als Gesicht und Botschafter der Landesgartenschau und für das, was 2026 in Neuss entsteht: ein lebendiger Park als neues „Grünes Herz“ mitten in der Innenstadt.

Eine Grünflächenverbindung als Verknüpfung und Aufwertung verschiedener Grünflächen von der Stadt aus an den Rhein ist angedacht. Neben der Schaffung eines langfristigen, attraktiven Naherholungsgebiets sollen die Planungen der ökologischen Verknüpfung und Aufwertung des Stadtgebiets dienen. Dabei sollen vorhandene Flächen integriert werden.

Gleichzeitig soll mit der Landesgartenschau 2026 in Neuss, neben der Aufwertung von Grün und Freiflächen, auch ein Beitrag zum Klimaschutz gelingen. So sind Informationen zu Leistungen und Perspektiven der grünen Berufe und dazu, wie mit Freiraum Standentwicklung betrieben werden kann ebenso geplant, wie eine 25 Hektar große Ausstellungsfläche am Rhein zum Thema nachhaltiger, ökologischer Anbau und Nahrungsmittelproduktion in der Stadt.

Der neue Park zur Landesgartenschau Neuss 2026 erhält einen großen Teich – als attraktiver Ort zum Sitzen und Entspannen, aber auch als ökologischer Rückzugsraum. Durch die Erweiterung des nördlichen der beiden bestehenden Wiesenteiche entsteht eine große und zusammenhängende Wasserfläche im Park.

Der kleinere südliche Teich wird zugunsten der Anbindung des südlichen Parkentrées in Richtung Hammfeld und des Erhalts des bestehenden Skate Platzes aufgefüllt. Am Ufer des Teichs wird die Präsenz des Wassers durch farbige Bepflanzungen akzentuiert.

Die Landesgartenschau bietet ein täglich abwechslungsreiches Programm mit über 1.000 Veranstaltungen für alle Alters- und Interessengruppen. Farbenprächtige Schaugärten, Garteninspirationen und außergewöhnliche Blumenausstellungen laden zum Spazieren und Verweilen ein.

Für Sportbegeisterte gibt es Plätze für Ballsport und Fitness, einen Skate Park und einen Dirt Track für BMX- und Mountainbike-Fans. Drei große, zentrale Spielplätze – mit den Themen Römer, Kaninchen und Rennbahn – bieten für Kinder viel Platz zum Toben.

Zudem hat die Neusser Landesgartenschau eine einzigartige Charakteristik: Sie findet in direkter Nähe zur Innenstadt statt; man gelangt mit wenigen Schritten ins Zentrum und können die städtischen Attraktionen, wie das Quirinus-Münster, als zusätzliche Qualität eines Gartenschau-Besuchs erleben.

Ein Projekt mit nachhaltigem Wert: In zentraler Lage zwischen Innenstadt, Hafen und Rhein entsteht auf 38 Hektar auf dem Gelände der ehemaligen Pferderennbahn ein „Grünes Herz – Stadtpark Neuss“, ein dauerhaftes und nachhaltiges Freizeit- und Naherholungsgebiet für alle mit über 2.200 neuen Bäumen, hunderten Sträuchern und mehr als einem Kilometer Hecken. Auf einer Fläche von rund 18 Fußballfeldern wurden blüh- und artenreiche Wiesen gesät, die besonders wertvoll für die Biodiversität sind – für eine Heimat mit ökologischem Mehrwert auch für zukünftige Generationen. Gleichzeitig wächst die Entwicklung über das Gelände hinaus und schafft eine grüne Achse, die von der Innenstadt über das Gelände durch das Quartier Neues Hammfeld bis ins Rheinvorland reicht.

Kunst, Freiraum und Spurensuche

Unter diesem Motto binden sich drei temporäre, ortsspezifische Kunstwerke direkt in die räumliche Gestalt des Landesgartenschaugeländes ein – als Landmarke, Treffpunkte und überraschende Erlebnisräume.

Mit diesen drei großformatigen und ortsspezifischen Kunstwerken wird die Landesgartenschau mehr als ein Gartenfestival: Eine 30 Meter hohe begehbare Rhein-Landmarke, eine überraschende Nebel-Architekturskulptur am historischen Totalisator und ein himmelblauer Begegnungspavillon im ‚Ort der Religionen‘ schaffen ikonische Fotomotive, emotionale Aufenthaltsorte und klare Orientierungspunkte im Gelände.

„AQUAER – in der Luft liegend“
Hannah Schneider (Köln)

Den historischen Totalisator am Haupteingang der Landesgartenschau verwandelt Hannah Schneider in eine Nebel-Skulptur aus Wasser. Das Kunstwerk soll für die Besucherinnen und Besucher zum überraschenden Moment werden und den Totalisator als Erlebnisort inszenieren. Mehrmals am Tag hüllt der Nebel den Totalisator spürbar sinnlich ein.

Hanna Schneider: Die Bildhauerin legt ihren Fokus auf Körper, Raum und flüchtige Naturvorgänge. Die Künstlerin erhielt bereits vielfache Auszeichnungen und war 2025 Stipendiatin der Kunststiftung NRW in Istanbul.

„Wir treffen uns im Wind“
Hayato Mizutani (München)

Im ‚Ort der Religionen‘ wird Kunst zum Treffpunkt: Die Gartenskulptur besitzt eine nach oben hin offene, kreisrunde, pavillonartige Struktur mit einem Durchmesser von 15 Metern. Umgeben von Wildhecken und Gartenkabinetten bewegen sich transluzente, hellblaue Stoffbahnen im Wind. Diese sind, wie die künstlerisch gestalteten hellblauen Möbel, farblich vom Himmel inspiriert. Das Ergebnis: ein einerseits geschützter, jedoch auch offener Raum, der den Blick in die Landschaft ermöglicht und als Treffpunkt Menschen zusammenbringt.

Hayato Mizutani: Der in Japan geborene und mehrfach prämierte Künstler verbindet Architektur und Kunst mit einem Fokus auf Transformationsprozesse und kulturelle Codes.

„ASA NISI LAGA“
Christian Odzuck (Düsseldorf)

ASA NISI LAGA ist ein Kunstwerk, das weit über den Rhein bis nach Düsseldorf sichtbar ist und gesehen werden möchte: eine 30 Meter hohe, monumentale und begehbare Landmarke als Ankerpunkt am Rhein. Die farbigen Fahnen an der Spitze der Skulptur wirken im maritimen Einklang des Rheins. Auf 10 Metern Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform. Die künstlerisch gestalteten ‚Hängenden Gärten‘ im Inneren dienen als Verbindungselement zum neuen Stadtpark.

Christian Odzuck: Der studierte Architekt und Meisterschüler der Kunstakademie Düsseldorf wurde bereits mit zahlreichen Preisen und Förderungen ausgezeichnet. Er ist bekannt durch internationale Ausstellungen, wie die Skulptur Projekte Münster 2017.

16.04.-11.10.2026 Landesgartenschau Neuss,
http://www.landesgartenschau-neuss.de

Bilder:
Oben: Jacques Tilly mit LAGA-Maskottchen, (Foto: Wolfang Walter)
Mitte li: Luftbild Landesgartenschau Neuss 2026, (Foto: Alexander Raubal)
Mitte re: Blumen (Foto: Karin Neddermeyer)
Unten: Künstlerfotos: Hannah Schneider, Hayato Mizutani, Christian Odzuck