
Der idyllische Hof des Schlosses Oberhausen wird Anziehungspunkt für alle, die Spaß an Open-Air-Theater und -Kabarett haben. Vielfältige, spannende und unterhaltsame Künstlerinnen und Künstler aus der Region und ganz Deutschland sind vertreten und werden die Kulturlandschaft im Ruhrgebiet bereichern.
Den Auftakt macht: „Achtsam morden“ am 30. Juli. „Eins vorweg, ich bin kein gewalttätiger Mensch. Ganz im Gegenteil. Ich habe mich zum Beispiel in meinem ganzen Leben noch nie geprügelt. Und den ersten Menschen habe ich auch erst mit zweiundvierzig Jahren umgebracht.“ So beginnt Karsten Dusses Erfolgsroman. Was dann folgt, ist ein rasantes und hochkomisches schwarzhumoriges Kriminalstück im Achtsamkeitsgewand, das auch als Serie bei Netflix höchst erfolgreich lief (die dritte Staffel ist bereits in Planung!) und mit dem das gut aufgelegte Schlossensemble bereits im letzten Jahr das Publikum schwer begeisterte.
Ein weiterer Höhepunkt folgt am Freitag, dem 31. Juli, mit „König Ödipus“ nach Sophokles – in der Fassung des vielfach ausgezeichneten Klavierkabarettisten und Wortakrobaten Bodo Wartke. Manch einem ist er vielleicht noch mit seinem Zungenbrecher-Rap „Barbaras Rhabarberbar“ in Erinnerung, der 2024 viral ging. Mit wenigen Requisiten, rasanten Rollenwechseln und kabarettistischen Liedern wird die klassische Geschichte des Ödipus, Sohn des Laios, König von Theben, erzählt, der unwissend seinen eigenen Vater tötet. Wartkes Bühnenfassung macht aus dem antiken Mythos ein wahres Feuerwerk an Sprachwitz und Unterhaltung. Die Aufführung ist eine Kooperation der Schlossnächte mit dem GRENDTheater in Essen.
Was passiert, wenn durch den Anstieg des Meeresspiegels 17 Millionen orangefarbene Klimaflüchtlinge mit ihren Wohnwagen auf der linken Spur nach Deutschland rollen? Sind die Deutschen dann bereit, die so geliebten Holländer aufzunehmen? Dieser Frage geht der niederländische Kabarettist Patrick Nederkoorn in seinem ersten deutschsprachigen Programm „Die orangene Gefahr – Die Holländer kommen“ nach. Zu sehen ist die amüsante und bitterböse Auseinandersetzung mit den Eigenarten unserer beiden Nationen und dem Thema „Migration im Klimawandel“ am Donnerstag, dem 6. August.
Was bleibt, wenn der Bizeps nachlässt und der Bauch wächst? Ist das schon die Midlife-Crisis oder doch nur ein schlechter Tag? Diesen und anderen Fragen widmet sich am Freitag, dem 7. August, Kabarettist Nito Torres in „Nützt ja nix“. Nur mit seiner Gitarre und seinen Liedern nimmt Torres, die Allzweckwaffe des Ebertbads, das Leben, die Liebe und den eigenen Verfall mit Humor, ohne Klischees und doppelten Boden unter die musikalische Lupe.
Der Klassiker der Schlossnächte, „Schillers sämtliche Werke – leicht gekürzt“, ist am Samstag, dem 8. August, und am Sonntag, dem 9. August zu erleben. Vier Männer machen sich auf, Schiller zu finden. Den ganzen Schiller. Und den wahren Schiller.
„Die Räuber“, Kabale und Liebe“, Wallenstein“ und alle anderen Schillerdramen in nur zwei Stunden. Ein idealer Theaterabend für alle, die Zeit und Geld sparen und nebenbei auch noch die Lachmuskeln trainieren wollen.
Den krönenden Abschluss finden die Schlossnächte am 15. August, 18:00 bis 22:00 Uhr, mit „Dinner in Weiß“. Die Gäste bringen alles mit, von Tisch und Stuhl über Deko bis hin zu Essen und Getränken. Einzige Bedingung für die Teilnahme: weiße Kleidung.
www.oberhausener-schlossnaechte.de
Tickets über www-ebertbad.de
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