
Zehn Jahre nach ihrer Eröffnung am 11. Januar 2017 ist die Elbphilharmonie zu einem Wahrzeichen Hamburgs und zu einer international etablierten Konzertadresse geworden. Ihre Wirkung reicht dabei weit über den Konzertsaal hinaus: Die Architektur, die öffentliche Plaza und ein Programm, das musikalische Exzellenz mit programmatischer Neugier verbindet, haben die Wahrnehmung Hamburgs als Musikstadt verändert. Aus einem während der Bauzeit kontrovers diskutierten Projekt ist ein Konzerthaus geworden, das die Menschen in Hamburg ebenso begeistert wie Künstler/innen, Orchester und Besucher aus aller Welt.
Im Mittelpunkt steht dabei ein breit angelegtes musikalisches Profil: Neben dem klassischen Repertoire präsentiert die Elbphilharmonie Jazz, außereuropäische Musiktraditionen, Pop, Elektronik und zeitgenössische Musik. Die 130 Uraufführungen der vergangenen zehn Jahre, alle vier Wochen eine, unterstreichen den Anspruch, auch der Musik der Gegenwart Raum zu geben.
Eine internationale Jubiläumssaison
Wie facettenreich das künstlerische Profil ist, zeigt auch die Jubiläumssaison 2026/27: Sie bringt sieben führende US-Orchester mit insgesamt 13 Konzerten nach Hamburg, darunter erstmals seit 2017 wieder das New York Philharmonic. Die Musikerin, Komponistin und Kuratorin Rhiannon Giddens widmet sich in ihrem »Reflektor«-Festival den globalen Wurzeln US-amerikanischer Musikkultur, während Elbphilharmonie Visions zum dritten Mal aktuelle Orchestermusik in den Mittelpunkt stellt und mit einer Ausstellung des Schweizer Künstlers Zimoun im Kleinen Saal die Brücke zur zeitgenössischen Kunst schlägt.
Gewürdigt werden die Geburtstage von unterschiedlichen Künstlerpersönlichkeiten wie John Adams, Steve Reich und John Coltrane. Das Beethoven-Jahr wird mit Gesamtzyklen der Klaviersonaten, Klavierkonzerte und Streichquartette begangen. Zugleich öffnen Projekte zur Musik des Libanon, Sasha Waltz, Reflektor-Festival und Auftritte von Künstler/innen wie Angélique Kidjo, Youssou NDour, Sophie Hunger, Dianne Reeves oder den Punch Brothers den Blick auf andere musikalische Traditionen und Genres.
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