Dieter Rams: Retrospektive

Das Deutsche Design Museum Berlin zeigte eine Ausstellung zu einem der einflussreichsten Gestalter des 20. und 21. Jahrhundert. Die Schau präsentierte einen Überblick über die wichtigsten Entwürfe des legendären Produktdesigners, dessen klare Formensprache und konsequente Reduktion bis heute Maßstäbe für gutes Design setzten. Bis heute steht der 93-jährige Meister der Nachkriegsreduktion für die Aufbruchstimmung der jungen Bundesrepublik ab den Sechzigerjahren.

Hello Image. Die Inszenierung der Dinge

Zu sehen sind im MKG Hamburg zahlreiche bekannte Designklassiker aus der MK&G Sammlung sowie Leihgaben aus London, Paris und Mailand, darunter die Bauhaus-Leuchte von Wilhelm Wagenfeld, Möbel von Charles und Ray Eames und Memphis-Design von Ettore Sottsass. Ikonen der Mode von Martin Margiela und Issey Miyake sind ebenso vertreten wie bekannte Fotografien von Lucia Moholy und Kampagnen von Oliviero Toscani für United Colours of Benetton, und Juergen Teller für JW Anderson sowie zentrale Grafikarbeiten von Giovanni Pintori und Otl Aicher. Die Ausstellung präsentiert zudem spannende Entdeckungen, dazu gehören Werke der Designer-/innen Margarete Jahny und Erich Müller, der Fotografin Ingeborg Rams, der Grafiker-/innen Lora Lamm, Emilio Fioravanti und Wolfgang Schmidt sowie des italienischen Studios Ballo + Ballo.

Deutsches Design 1949–1989 Zwei Länder, eine Geschichte

Geprägt durch Bauhaus und Werkbund, erlangte das deutsche Design zu Beginn des 20. Jahrhunderts weltweite Bedeutung. Mit der deutschen Teilung ab 1949 entwickelten sich Design und Alltagskultur auf beiden Seiten der Grenze getrennt weiter – im Westen als Motor des »Wirtschaftswunders«, im Osten als Teil sozialistischer Planwirtschaft. Mehr als 30 Jahre nach dem Fall der Mauer präsentiert das Vitra Design Museum die erste große Gesamtschau über das deutsch-deutsche Design der Nachkriegszeit.

„Braun 100“

Kaum ein Unternehmen verkörpert deutlicher die ästhetische Sprache der deutschen Nachkriegszeit als die Firma Braun. Ob Rasierapparate, Hifi-Anlagen, Uhren oder Küchengeräte, sie alle verbindet eine Formensprache, die in Kombination mit ihrer Handhabung als Höhepunkt des gestalterischen Funktionalismus bis heute Schule macht. Bedeutende Designer wie Wilhelm Wagenfeld, Hans Gugelot und Dieter Rams waren für Braun tätig.