
Das Vitra Schaudepot bietet seit seiner Eröffnung 2016 eine Bühne für rund 400 Hauptwerke aus der Sammlung des Vitra Design Museums. Ein neues Präsentationskonzept kam hinzu: jährliche Themenschwerpunkte ergänzen die Dauerausstellung.
Das erste Jahresthema lautete »Spot On. Designerinnen in der Sammlung«. Das Vitra Schaudepot verwandelte sich für ein Jahr in ein Labor, in dem sich das Museum mit der Rolle von Frauen im Möbeldesign auseinandersetzt und die eigene Sammlungspraxis kritisch hinterfragt. Gezeigt werden neben Neuerwerbungen von Designerinnen wie Inga Sempé, Reiko Tanabe, Matali Crasset oder Gunjan Gupta auch historische Archivbestände, etwa zu der legendären Zusammenarbeit von Ray und Charles Eames.
Anlass für den Jahresschwerpunkt »Spot On. Designerinnen in der Sammlung« ist die Tatsache, dass Werke von Frauen – wie in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen auch – oft nur ungenügend gewürdigt, erforscht, gesammelt und ausgestellt wurden. Museen haben diesbezüglich eine zentrale Verantwortung, denn sie beeinflussen – genau wie Universitäten und Medien – was als relevant gilt, was bleibt, und wer bekannt wird.
Wechselnde Präsentationen heben Neuankäufe, Archivschätze und andere spannende Beiträge aus der Sammlung hervor. Darüber hinaus werden Hintergrundgeschichten zu Sammlungsikonen wie dem spektakulären Mesa Table von Zaha Hadid oder dem Stahlrohrstuhl erzählt, mit dem die Finnin Maija-Liisa Komulainen Designgeschichte schrieb. Neben Lieblingsobjekten internationaler Gastkuratorinnen wie Khushnu Hoof werden auch Werke von Newcomerinnen, darunter Lisa Ertel und Anne-Sophie Oberkrome, vorgestellt.
Vitra Schaudepot, Weil am Rhein







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