
Das Museum Tinguely in Basel präsentiert Otto Piene (1928-2014),
Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO, mit in einer monographischen Ausstellung und stellt seinen Wunsch, eine harmonischere, friedvollereund nachhaltigere Welt zu gestalten, in den Mittelpunkt.

Ja, ich träume von einer besseren Welt.
Sollte ich von einer schlechteren träumen?
Ja, ich wünsche eine weitere Welt.
Sollte ich mir eine engere wünschen?
Otto Piene, Wege zum Paradies,
in: ZERO 3, 1961
Museum Tinguely adressiert die Vision des Künstlers, die Grenzen der traditionellen Medien der Kunst zu sprengen und sie auf atmosphärische Gefilde hin neu zu entwerfen. Anstatt sein Œuvre chronologisch zu präsentieren, bietet die Ausstellung eine Neubetrachtung von Pienes Kunst inklusive seiner multi- und intermedialen Projekte entlang wiederkehrender Motive und Themen. Sie verbindet Perioden seiner schöpferischen Tätigkeit miteinander, die oft als distinkt angesehen worden sind, insbesondere ZERO in Europa (1957–1966) und die technologiebasierte «Sky Art», die in den 1960er-Jahren, nach seinem Umzug in die Vereinigten Staaten, entstand.

Die Ausstellung stellt neben den wichtigen, bekannten Werken Pienes selten gesehene Arbeiten und unveröffentlichte Dokumente vor und ist die erste großangelegte Museumsausstellung, die seine konstante Praxis des Skizzierens und Zeichnens im Zusammenhang mit seiner Malerei, Plastik, Installation, Performance und Medienkunst näher in Betracht zieht: Arbeiten und Projekte aus seinen wichtigsten Serien und Themenbereichen – Raster- und Rauchbilder, kinetische Skulpturen, Lichtinstallationen, Sky Art, Experimente mit Fernsehen und neuen Medien (u. a.) – treten so in einen Dialog miteinander und mit seinen Zeichnungen.
Ausstellung bis 12.05.2024, Museum Tinguely, Basel,
http://www.tinguely.ch
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