
Das Kloster Knechtsteden mit seinem romanischen Kirchenbau ist ein energetischer Ort, der jedes Jahr im September zur Kulisse für ein außergewöhnliches Musikfestival wird.
Schon für die Römer des Altertums war Neapel Sehnsuchtsort und Kulminationspunkt künstlerischer Inspiration, in der Barockzeit avancierte die Stadt am Vesuv zum Zentrum der Musikwelt.
Noch heute ist sie Synonym für einen überbordenden Schatz musikalischer Superlative in Komposition und Instrumentenbau und der Herkunftsort von Gesangs-Weltstars des Barock. Das Festival Alte Musik Knechtsteden schickt sich nun an, anlässlich des Gedenkjahres zum 300. Todestag des Neapolitaners Alessandro Scarlatti in neun Musikproduktionen von einer Wiederentdeckung eines Oratoriums über große Vokalwerke bis zu hochkarätiger Kammermusik.
Dieses Jahr gibt es Hoffmanns 250. Geburtstag zu feiern mit fantastischen Konzerten mit Artist in Residence Dorothee Oberlinger, Andreas Scholl, Matthias Brandt, Christine Schornsheim, dem Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, dem Tamuz Ensemble, Cappella Pratensis, The Curious Bards und natürlich unserem Festivalklangkörper der Rheinischen Kantorei.
E.T.A. Hoffmann gilt als zentraler Vertreter der deutschen Romantik. Er ist Jurist, Schriftsteller, Karrikaturist, Musikkritiker und Komponist zugleich, Wegbereiter der fantastischen und Horrorliteratur, Schöpfer so skurriler Figuren wie des Kapellmeisters Kreisler mit dem sich ganze Musikergenerationen identifizieren und leidenschaftlicher Verehrer von Mozart, für den er sogar seinen zweiten Taufnahmen Wilhelm in Amadeus ändert.
Hoffmanns Einfluss auf die Musik ist unumstritten: Durch seine Bewunderung für Palestrina und Bach ebnet er den Weg für den Cäcilianismus. Beethoven definiert er in seinen Kritiken als den Romantiker schlechthin. Richard Wagner beschäftigt sich sein Leben lang intensiv mit seinen Werken. 1822 setzte Jacques Offenbach ihm mit der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ ein unsterbliches Denkmal.
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