
Die Kunst- und Kulturstiftung Opelvillen Rüsselsheim präsentiert den deutschen Hollywoodschauspieler Armin Mueller-Stahl als Maler und Zeichner. Der 1930 in Tilsit/Ostpreußen geborene Schauspieler, Musiker und Maler stellt mit der Vielschichtigkeit seiner künstlerischen Ausdrucksweisen eine Ausnahmeerscheinung dar. Mit großem Einfühlungsvermögen näherte er sich nicht nur der Schauspielerei, sondern auch der Musik und bildenden Kunst.
Seine Biografie spielte auch eine herausragende Rolle: Begebenheiten in der früheren DDR prägten ihn ebenso wie sein späteres Pendeln zwischen den USA und Deutschland. Der Schwerpunkt dieser Ausstellung liegt auf seine politisch ausgerichteten Malereien und bis heute reflektiert er mit dem Zeichenstift und Pinsel Krieg, Diktatur, gesellschaftliche Umbrüche und Missstände.
„Dinge, die man eigentlich nicht malen kann, werden plötzlich ein Bild“, äußerte Mueller-Stahl einmal. Dies gilt auch für seine großformatige Arbeit ‚Allegro furioso (München/New York) 2017‘ in denen in den letzten Jahrzehnten furchtbare terroristische Anschläge auf die Zivilbevölkerung verübt wurden: Kabul, London, Manila, München, New York, Nizza, Paris.
Seine Erinnerungen an sein schauspielerisches Schaffen manifestieren sich in den unterschiedlichen malerischen Konzeptionen, von grafisch-figurativen Skizzen auf leerem Grund über Gestalten, von Drippings überzogen, bis hin zu All-over-Paintings ohne Figuration.




Im Wechselspiel von Text und Bild, das für Mueller-Stahls Malerei so typisch ist, reflektiert er Vergangenes und unterstreicht seine Gefühle. So findet der bittere Nachgeschmack der DDR-Zensur seinen Nachhall im sprachlichen Zusatz „der verstümmelte Film“.
Ein vielseitiges Begleitprogramm, wie der Film „Es gibt Tage …“ sowie eine besondere Hommage an Armin Mueller-Stahl durch seinen musikalischen Wegbegleiter Tobias Morgenstern begleitet durch die Laufzeit der Ausstellung.
Ausstellung bis 04.04.2027
Opelvillen Rüsselsheim,
http://www.opelvillen.de
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