Nachdem Kunstwerke der brasilianischen Moderne auf der Biennale in Venedig einen großen Auftritt in Europa hatten, gab diese Ausstellung erstmals im Zentrum Paul Klee einen umfangreichen Einblick in die moderne Kunst Brasiliens.
Autor: KN
Anne Winterer – Rheinland und Ruhrgebiet im Blick: Fotografie der 1920er und 1930er Jahre“
Zeitgleich mit ihrem hundert dreißigsten Geburtstag zeigt das LVR-Industriemuseum in der St. Antony-Hütte in Oberhausen erstmals Arbeiten der Fotografin Anne Winterer (1894–1938). Die Ausstellung führt mit über 60 Aufnahmen in vergangene Lebenswelten an Rhein und Ruhr und ermöglicht eine Wiederentdeckung der früh verstorbenen Fotografin mit ihrem besonderen Blick für Menschen und Orte.
Künstlerinnen zwischen Frankfurt und Paris um 1900
Die Ausstellung im Städel Museum Frankfurt zeigt Künstlerinnen, die sich mit großer Eigenständigkeit und Professionalität in einem durch männliche „Künstlergenies“ bestimmten Kulturbetrieb durchsetzten. Unter dem Blickwinkel der Netzwerke entsteht ein komplexes Bild der Ausbildungs- und Arbeitssituation von Künstlerinnen in der Moderne: vom Kampf der Wegbereiterinnen im Paris der 1880er-Jahre über die ersten Bildhauerinnen an der Kunstschule des Städel um 1900 bis hin zu einer jungen selbstbestimmten Generation von Künstlerinnen im Neuen Frankfurt der 1920er- und 1930er-Jahre.
Andy Warhol & Keith Haring. Party of Life
Mit „Andy Warhol & Keith Haring. Party of Life“ präsentierte das Museum Brandhorst die weltweit erste umfassende institutionelle Ausstellung, die sich beiden Künstlern widmet. Der Titel der Schau ist dem Motto von Keith Harings Geburtstagsfeiern entlehnt: „Party of Life“ erzählt vom Kosmos der 1980er-Jahre, von MTV, Discos, Voguing, Hip-Hop, New Wave und Graffiti. In diesem Umfeld zeichnete die Ausstellung Warhols und Harings Künstlerfreundschaft nach. Dabei offenbart sie Parallelen in ihrem künstlerischen Selbstverständnis, ihrer Offenheit für Kooperation und gemeinschaftliche Projekte sowie in ihrer inklusiven Haltung: Kunst und ihre Botschaften sollten möglichst viele Menschen erreichen.
Luigi Colani – Formen der Zukunft
Die Ausstellung richtete den Blick auf das Schaffen und visionäre Potenzial des deutschen Designers und Aerodynamikers Luigi Colani. Das Museum Marta Herford, mit seinem Standort im Zentrum der Holz- und Möbelindustrie, das sich neben der Gegenwartskunst immer wieder Themen aus Architektur und Design widmet, stellte damit das Wirken eines Vordenkers in den Fokus, der nicht nur in der Region aktiv und prägend war, sondern weltweit für Aufsehen sorgte.
KATHLEEN RYAN
Die Hamburger Kunsthalle zeigte die erste museale Präsentation der US-amerikanischen Künstlerin Kathleen Ryan (*1984). Eine Auswahl von rund dreißig skulpturalen Werken dokumentierte die Entwicklung ihrer künstlerischen Praxis von 2014 bis heute.
Modigliani. Moderne Blicke
Moderne Blicke ist die erste Ausstellung in Deutschland von Amedeo Mogdigliani seit fünfzehn Jahren - zu sehen im Museum Barberini, Potsdam. Sie revidiert sein Image, indem sie ihn als Künstler zeigt, der seinen Blick auf die emanzipierte Frau richtet. Die Ausstellung versammelt 56 Porträts und Akte Modiglianis im Dialog mit 33 Gemälden, Zeichnungen und Skulpturen von Künstlerinnen und Künstlern wie Gustav Klimt, Jeanne Mammen, Pablo Picasso, Natalja Gontscharowa, Egon Schiele und Paula Modersohn-Becker.
Alice Springs. Retrospektive
Im letzten Jahr hätte June Newton alias Alice Springs ihren 100. Geburtstag gefeiert. Ihren runden Geburtstag nahm die Helmut Newton Foundation in Berlin zum Anlass, rund 200 Fotografien neu zusammenzutragen. Diese teilweise spektakulären Ergebnisse werden nun in den Opelvillen vorgestellt. Es wird zwar deutlich, dass Alice Springs wie ihr Ehemann Helmut Newton in drei Genres arbeitete: Porträt, Akt und Mode beziehungsweise Werbefotografie, aber mit unterschiedlicher Gewichtung.
Der rote Schirm. Liebe und Heirat bei Carl Spitzweg
Mit dieser Ausstellung zu Carl Spitzweg (1808-1885) begab sich das Museum Georg Schäfer auf Spurensuche nach diesem roten Schirm, der von der Forschung bislang unentdeckt geblieben ist und der sich in seiner Bedeutung von eminenter Tragweite für das Verständnis der Bilder Spitzwegs erweist.
Alberto Giacometti: Vis à Vis
Im Zentrum von Alberto Giacomettis (1901–1966) Werk steht der Mensch. Zeitlebens verfolgte der Künstler das Ziel, den lebendigen Ausdruck seines Gegenübers einzufangen und die menschliche Erscheinung in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Im Fokus standen Werke aus seinen beiden letzten Lebensjahrzehnten, als er bereits seinen reifen Stil entwickelt hatte. Die Ausstellung im Kunstmuseum Ravensburg lenkt den Blick auf die selten gezeigten Zeichnungen und Grafiken des Künstlers, die durch Skulpturen, Malereien und dokumentarische Aufnahmen ergänzt werden.
James Rizzi
Eine Rizzi-Sonderausstellung zeigt das Weilburger Rosenhang Museum. Es sind seine farbintensiven Bilder voller Lebensfreude und Optimismus, die Rizzis Kunst so überaus populär und zeitlos machen. Seine Bilder sprechen für sich. Und "Rizzis künstlerische Intelligenz" (R-KI), die all seinen Schöpfungen immanent ist, baut einen direkten Draht zum Betrachter auf. Lässt diesen staunen und schmunzeln.
Hilma af Klint und Wassily Kandinsky – Träume von der Zukunft
Die Ausstellung zu Hilma af Klint (1862-1944) und Wassily Kandinsky (1866-1944) war eine Premiere in der Kunstsammlung NRW. Obwohl die Künstlerin und der Künstler seit einigen Jahren häufig in einem Atemzug genannt werden, trafen ihre Werke bisher nur vereinzelt im Rahmen großer Gruppenausstellungen aufeinander.
Wild! Kinder – Träume – Tiere – Kunst
In einer großen Familienausstellung präsentierte die Kunsthalle Bremen eine umfangreiche Auswahl an Kunstwerken zum Thema „Wild! Wildheit schlummert in uns allen. Als Neugeborene bringen wir sie ungebändigt zum Ausdruck. Mit jeder erlernten sozialen Fertigkeit allerdings wird das Wilde in uns Stück für Stück überdeckt.
Roy Lichtenstein: Zum 100. Geburtstag
Roy Lichtenstein, den Meister der Pop Art, wird 100 Jahre alt. ALBERTINA Wien feierte den Künstler mit einer umfassenden Retrospektive, die über 90 Gemälde, Skulpturen und Grafiken versammelt.
Tony Cragg. Please touch!
Eine unangefochtene Regel im Museumsbetrieb lautet: „Bitte die Kunstwerke nicht berühren!“. Aus konservatorischen Gründen ist es tabu, ausgestellte Objekte mit bloßen Händen anzufassen. Nicht so in dieser Ausstellung: Es war die erste umfangreiche Präsentation in einem Museum, die die Besuchenden explizit dazu einlädt, sämtliche Skulpturen zu ertasten. Linien dürfen mit den Händen nachgezeichnet und Konturen erspürt werden.
T. Lux Feininger und seine Bauhausfamilie
Haus Feininger ist als eines der berühmten von Walter Gropius entworfenen Meisterhäuser bislang vor allem als das Wohn- und Atelierhaus des Bauhaus-Meisters Lyonel Feininger bekannt.
Sargent and Fashion
Das Tate Britain präsentiert Porträtmaler John Singer Sargent (1856-1925), der die Upper-Class-Ladies in den Salons des Fin de Siècle aufs Herrlichste malte. Das Tate kombiniert in dieser Ausstellung Originalkleider aus dieser Zeit mit Sargent’ Portraits.
Jules Chéret. Plakatkunst der Belle Époque
Jules Chéret - Paris Ende des 19. Jahrhunderts: Die Stadt zieht Künstler und Intellektuelle an, die Wirtschaft boomt, das Nachtleben ist legendär. Das Straßenbild prägen bunte Reklamedrucke, mitunter überlebensgroß, die moderne Konsumgüter und Freizeitvergnügen ankündigen. Eine neue Kunstform ist geboren – das Plakat –, als dessen „Vater“ und „König“ Jules Chéret (1836 in Paris – 1932 in Nizza) gilt
Otto Piene: Wege zum Paradies
Das Museum Tinguely in Basel präsentiert Otto Piene (1928-2014), Mitbegründer der Künstlergruppe ZERO, mit in einer monographischen Ausstellung und stellt seinen Wunsch, eine harmonischere, friedvollere und nachhaltigere Welt zu gestalten, in den Mittelpunkt.
Universum Max Beckmann
Das Kunstmuseum Den Haag zeigte Max Beckmann: Scharfe Winkel, verfremdende Perspektiven, beklemmende Rahmen. Der Maler Max Beckmann (1884-1950) nutzt alle möglichen Techniken, um den Raum in seinen Bildern zu manipulieren. Die gemalte Bildfläche ist seine Domäne; durch das Malen ergreift Beckmann die Wirklichkeit, die für ihn aus physischen, aber auch geistigen Dimensionen besteht. Mit seiner einzigartigen Raumdarstellung gehört er zu den eigenwilligsten und einzigartigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts.
George Hoyningen-Huene: Glamour & Style
JAEGER ART präsentierte mit "Glamour and Style" Fotografien berühmter Persönlichkeiten der 1920 - 1960er Jahre des Fotografen George Hoyningen-Huene (1900-1968), einem der bahnbrechendsten Fotografen seiner Zeit, der es wie kaum ein anderer verstand, Kunst, Mode und Film miteinander zu verbinden.
Frida Kahlo. Ihre Fotografien
Frida Kahlo (1907–1954) zeigte Bildern ihres fotografischen Nachlasses, die bis vor kurzem völlig unbekannt waren, neue Erkenntnisse zum Verständnis einer der ikonischsten Figuren des 20. Jahrhunderts geben - so die ureigene Geschichte dieser starken Persönlichkeit offenzulegen und ihr Land in der Zeit zu zeigen, in der sie lebte.
CASPAR DAVID FRIEDRICH. Kunst für eine neue Zeit
Anlässlich des 250. Geburtstags von Caspar David Friedrich (1774 –1840) präsentiert die Hamburger Kunsthalle vom 15. Dezember 2023 bis 1. April 2024 eine Jubiläumsausstellung. Sie bietet die umfangreichste Werkschau des bedeutenden romantischen Malers seit vielen Jahren.
Schumann-Haus in Düsseldorf
Nach erfolgter denkmalgerechten Sanierung und Gebäudeerweiterung kann man das Schumann-Haus, von 1852 bis 1855 Wohnsitz der Schumanns, ein Museum zu Ehren des weltberühmten Musikehepaars, wieder besucht werden.
„Belles choses. Art Nouveau um 1900“
Aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums des Bröhan-Museums widmet sich diese umfangreiche Ausstellung einem der Schwerpunkte des Hauses – dem französischen und belgischen Art Nouveau. Naturhaft bewegte Linien, raffiniert geschwungene Formen und ein überbordender Reichtum an floralen, figürlichen und abstrakten Ornamenten – das sind die Erkennungszeichen des Art Nouveau, der französischen und belgischen Variante des Jugendstils. Frankreich und Belgien hatten großen Anteil an der Aufbruchsbewegung der europäischen Kunst und Gestaltung um 1900, die der Moderne den Weg ebnete. Besonders von Paris ging eine enorme Sogwirkung aus: Hier wirkten Architekten wie Hector Guimard und Eugène Gaillard; Plakatgestalter wie Henri de Toulouse-Lautrec und Alfons Mucha revolutionierten das Grafikdesign.
Heidi-Horten-Collection – neue Ausstellung mit Herz: WE ❤
Unter diesem Titel präsentierte die Heidi Horten Collection eine umfassende Auswahl ikonischer Werke aus eigenem Bestand.
Sehen, staunen, wiederkommen: der neue Kunstpalast in Düsseldorf
Ein Stuhl, ein Plattenspieler, ein i-Phone, ein VW-Käfer inmitten von hochrangigen Gemälden, ein Buddha aus Thailand zwischen Muttergottes-Figuren? Ja, das gibt es, im Düsseldorfer Kunstpalast, und es ist einfach nur großartig. Denn hier werden verschiedenste künstlerische Positionen aus dem Sammlungsbereich geschickt zusammengeführt. So wird er ein spannender Museumsbesuch voller Überraschungen möglich. Die traditionsreiche Kulturstätte am Rhein zeigt ihre Sammlungspräsentation in neuem Glanz – nach drei Jahren umfangreicher Sanierung.
Sigmar Polke, Höhere Wesen befehlen
Die Ausstellung zeigte frühe Zeichnungen, Editionen und Fotografien aus der Sammlung Prigge und der Grafischen Sammlung des Museum Morsbroich in Leverkusen. Mit viel Witz demontiert Sigmar Polke im Nachkriegsdeutschland traditionelle Künstlermythen.
Stephan Balkenhol – „Zeitfenster“
Der international renommierte Bildhauer Stephan Balkenhol hat sich das Material Holz zu Eigen gemacht und öffnete im Museum Wiesbaden ein Zeitfenster der besonderen Art. Seine Figuren, Abbilder des zeitgenössischen Menschen, treten eigens für die Sonderausstellung Zeitfenster: Stephan Balkenhol trifft Alte Meister in den Dialog mit den Kunstwerken der Gemäldesammlung Alte Meister des Museums Wiesbaden. Fast 50 Skulpturen wurden in Raumbildern vom Künstler inszeniert und Gäste sind dazu eingeladen, die Konfrontation zwischen Alt und Neu zu erfahren und Teil der Begegnungen von Gemälde und Skulptur zu werden.
Marc Chagall – Geträumte Welten
Die Kunsthalle Messmer in Riegel präsentierte eine hochkarätige Auswahl aus dem Schaffen des weltberühmten Künstlers Marc Chagall, dabei auch mehrere, bisher in Deutschland noch nie gezeigte Arbeiten des „Maler-Poeten“.






























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