Wut ist überall: in Kommentarspalten, auf Straßen, in Talkshows. Sie durchzieht das gesellschaftliche Klima als spürbare Spannung – bedrohlich, befreiend, unvermeidlich. Entgegen ihrem schlechten Ruf ist Wut nicht nur destruktiv: Sie lässt uns spüren, wo es weh tut, gibt Sprache, wo Schweigen herrscht, und verwandelt Ohnmacht in Energie – als Gefühl, das nicht zerstört, sondern in Bewegung setzt. Auch in der Literatur zeigt sich Wut als Ausdruck von Erfahrung, Verletzung und Widerstand.

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