Der Niederrhein wird 2026 zur lebendigen Bühne der Kunst: Thomas Baumgärtel, bekannt als der Bananensprayer, feiert das 40-jährige Jubiläum seiner Spraybanane mit einem gewaltigen Kunstprojekt. Unter dem Motto „Freiheit für die Kunst“ verwandelt der aus Rheinberg am Niederrhein stammende Künstler seine Heimatregion in eine einzigartige Ausstellungslandschaft und schafft damit eines der spektakulärsten Kulturereignisse des Jahres.
Anja Niedringhaus – An vorderster Front
„Wenn ich es nicht fotografiere, wird es nicht bekannt“ so die Pulitzer-Preisträgerin, Pressefotografin und Porträtistin Anja Niedringhaus, Aufklärung war ihr zentrales Anliegen. Die Ludwiggalerie in Schloss Oberhausen zeigt die Fotoarbeiten der Fotografin, die am 04. April 2024 einem Attentat zum Opfer fiel, als sie im Auftrag der amerikanischen Associated Press (AP) als Wahlberichterstatterin in Afghanistan unterwegs war.
Kunst in der Maschinenhalle: „Das Sichtbare und das Verborgene“
Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Kunst in der Maschinenhalle“ präsentiert die Künstlerin Anna Pocher Papiercollagen und Ölbilder, die durch einen intuitiven Schaffensprozess entstehen. Pocher kombiniert Fotografien aus Zeitschriften, Reproduktionen bekannter und weniger bekannter Werke sowie Alltagsmaterialien wie Eintrittskarten oder Bonbonpapiere zu eigenständigen Bildkompositionen. Dabei folgt sie einer inneren Bildlogik, die von Form, Farbe, Raumwirkung und einem subtilen Zusammenspiel von Sinnlichkeit und Humor geprägt ist.
PICASSO. HANDMADE
Er hat die Kunst des 20. Jahrhunderts revolutioniert wie kaum ein anderer: Pablo Picasso (1881-1973). Mit seiner unermüdlichen Schöpferkraft erfand er sich ein Leben lang immer wieder neu. Die Lindauer Sonderausstellung im Cavazzen Museum zeigt über 90 Arbeiten des Jahrhundertkünstlers – Zeichnungen und Keramiken aus all seinen Schaffensphasen: von frühen Skizzen, Werken aus der Blauen Periode über die radikale Formauflösung des Kubismus bis zu den kostbaren Keramiken.
100 Jahre Tonhalle Düsseldorf
Großes Tonhallen-Jubiläum: Vor 100 Jahren – am 8. Mai 1926 – wurde die heutige Tonhalle als Planetarium eröffnet.
Celebrating Marilyn!
Anlässlich ihres 100. Geburtstags widmet das Filmmuseum Düsseldorf einer Leinwandlegende eine Hommage: Kaum eine Schauspielerin verkörpert den Begriff "Ikone" so sehr wie Marilyn Monroe. Selbst wer nie einen ihrer Filme gesehen hat, kennt ihr Bild: platinblonder Bob, Schönheitsfleck, unverwechselbare Ausstrahlung.
06.05.-01.11.2026 Sandskulpturen-Festival Dänemark
Nordeuropas größtes Sandskulpturen-Festival mit dem Motto "Wildtiere aus aller Welt". findet in Søndervig (DK) statt.
Bundeskunsthalle Bonn: INTERACTIONS
Das Themenjahr der Bundeskunsthalle steht 2026 im Zeichen der sozialen Nachhaltigkeit, des Zusammenhaltes und der Achtsamkeit. Es werden Kunstwerke gezeigt, die neben dem interaktiven Spiel zur Reflexion einladen und sich mit Bildern, Sprache oder Musik/Sound als grenzüberschreitende und universelle Kommunikationsformen beschäftigen.
Weltmacht Liebe. Eine Reise durch die Jahrhunderte
Liebe ist allgegenwärtig: Sie prägt das Denken, Fühlen und Handeln von Menschen zu allen Zeiten und in allen Kulturen. Als Selbstliebe ist sie Ich-bezogen, als spirituelle Liebe zu Gott scheint sie der Welt entrückt. Liebe bedeutet darüber hinaus die Hingabe an andere, seien es die Liebespartner/innen oder sei es die Liebe zu den Nächsten.
29.04.-18.10.2026 Landesgartenschau Bad Nenndorf 2026
Vor den Toren Hannovers und mitten in einer historischen Kurparkanlage, die sich zwischen Stadt und Landschaft öffnet, bildet auf dem denkmalgeschützten Gelände rund um die einzigartige Süntelbuchenallee das grüne Herz der Landesgartenschau Bad Nenndorf.
Wandbilder bringen Kunst in Kingstons Straßen
In Jamaikas quirliger Hauptstadt Kingston wurde die Wirkung, die die Verschönerung öffentlicher Räume hat gern unterschätzt. Dabei können durchdacht gestaltete Umgebungen das Wohlbefinden der dort Lebenden positiv beeinflussen. Nirgendwo wird dies deutlicher als in Downtown Kingston, wo gerade ein lebendiges Kunstviertel entsteht. Durch den Einsatz der Non-profit-Organisation Kingston Creative wurden dort teils heruntergekommene Gebäude in Träger für Kunstwerke verwandelt.
Horst Antes: Eine Sammlung
Das Sprengel Museum Hannover widmet einem der bedeutendsten Vertreter der neuen Figuration in Deutschland eine umfassende Schau: Horst Antes, geboren 1936 in Heppenheim, zählt seit den 1960er-Jahren zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegskunst. Seine ikonischen „Kopffüßler“ und späteren Haus-Archetypen machten ihn international bekannt.
Faszination Orgel in der Region Leipzig
Sachsen gilt als eine der bedeutendsten Orgellandschaften Deutschlands. Orgelbauer wie Gottfried Silbermann, Zacharias Hildebrandt, Friedrich Ladegast und Urban Kreutzbach haben mit ihren Meisterwerken Musikgeschichte geschrieben. Zahlreiche ihrer Instrumente – etwa die Silbermann-Orgel in Rötha – erklingen bis heute in unverwechselbarer Klangqualität und prägen die Kulturlandschaft der Region nachhaltig.
Die Bauhaus Fotografinnen „Neue Frau, Neues Sehen.“
Die Ausstellung im Museum für Fotografie in Berlin zeigt circa 300 Fotografien aus dem Sammlungsbestand des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung Berlin. Viele dieser Motive sind bekannt, ihre Urheberinnen jedoch nur wenigen. Mit der Ausstellung würdigt das Bauhaus-Archiv die Bedeutung dieser Künstlerinnen und ihr fotografisches Werk nun erstmals umfassend. Ergänzt werden die Fotografien der Bauhäuslerinnen mit Werken von Künstlerinnen des Institute of Design in Chicago (New Bauhaus), der Nachfolgeinstitution des Bauhauses in den USA.
Zeitlose Bildsprache: Ausstellung „Foto Hans Hansen“ in Hamburg
Mit dieser Ausstellung widmet das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) einem der bedeutendsten Fotografen der Nachkriegszeit eine umfassende Werkschau. Gezeigt werden rund 220 ikonische Fotografien aus über sechs Jahrzehnten.
Bauen für die Macht
Der Pavillon Le Corbusier in Zürich eröffnet die neue Saison mit der Ausstellung Bauen für die Macht und zeigt die engen Beziehungen zwischen Architektur und Autorität; macht sichtbar, wie vielschichtig und zugleich ambivalent dieses Verhältnis ist.
CALDER – Träumen im Gleichgewicht
2026 feiert die Fondation Louis Vuitton den hundertsten Jahrestag der Ankunft von Alexander Calder (1898–1976) in Frankreich im Jahr 1926 sowie den fünfzigsten Jahrestag seines Todes mit einer Retrospektive, die alle Facetten seines Schaffens beleuchtet. Die Ausstellung umfasst ein halbes Jahrhundert seines Schaffens, von den späten 1920er Jahren und den ersten Aufführungen des Cirque Calder, die die Pariser Avantgarde in ihren Bann zogen, bis hin zu seinen monumentalen Skulpturen, die in den 1960er und 1970er Jahren das Konzept der öffentlichen Kunst neu definierten. In der Fondation Louis Vuitton, schweben seine Mobile in der von Frank Gehry entworfenen Architektur.
Otto Altenkirch. Landschaft – Alla Prima
Die Städtische Galerie Dresden präsentiert Otto Altenkirchs Kunstwerke aus der Zeit von 1899 bis 1944, darunter auch Aquarelle und Bühnenbildentwürfe aus Altenkirchs Tätigkeit als Hoftheatermaler. Er wurde auch als der „sächsische Liebermann“ bezeichnet.
Elbland Kunsthalle zeigt Werke von Gille und Weber
Mit einer Doppel-Ausstellung läutet die Elbland Kunsthalle Riesa das Ausstellungsjahr 2026, und zwar werden im „Schmetterlingshaus“ auf dem Muskatorgelände Fotografien von Gerhard Weber und Malerei von Sighard Gille gezeigt.
Landesgartenschau 2026 in Neuss
Früher galoppierten hier die Rennpferde um den Sieg. Im Frühjahr 2026 eröffnet auf dem ehemaligen Rennbahngelände in Neuss die Landesgartenschau. Herzstück ist das ehemalige Rennbahngelände, auf dem mit der Landesgartenschau ein neuer Bürgerpark entsteht. Zu den geplanten Maßnahmen im Bürgerpark zählt unter anderem die Gestaltung einer Veranstaltungsfläche für bessere Bedingungen bei der Durchführung des Schützenfestes und die Aufwertung des Shakespeare-Theaters „Globe“.
Emil Nolde – Beziehungen zwischen Menschen, Natur und Kunst
Die 70. Jahresausstellung der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde gibt Einblick in das vielschichtige Spannungsfeld zwischen Menschen, Natur und Kunst in den Gemälden und Aquarellen Emil Noldes. Seine Darstellungen offenbaren eine kompromisslose und zugleich zutiefst poetische Auseinandersetzung mit den Grundfragen menschlicher Existenz. In der Betrachtung treten wir selbst in eine reale Beziehung zu den von Nolde dargestellten Menschen, Blumen, Tieren und Landschaften, die für den Kosmos des Lebens stehen.
Edward W. Godwin und Oscar Wilde. Dandys Dekadenz Moderne
Das Bröhan Museum Berlin widmet sich zwei herausragenden Protagonisten des Aesthetic Movements, dessen Kult der Schönheit einen wesentlichen Impuls für die Entstehung der gestalterischen Moderne setzte. Ausgehend von der beispielhaften Verbindung von Kunst, Design und Lebensstil, die Godwin und Wilde kultivierten, beleuchtet die Schau die ästhetischen und gesellschaftlichen Grundlagen einer Bewegung, die über das 19. Jahrhundert hinaus wirkmächtig blieb und die Entwicklung des Designs maßgeblich beeinflusste.
ANIMALIA. Von Tieren und Menschen
Mit der Ausstellung untersucht die Heidi Horten Collection das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Der aus der Biologie entlehnte Begriff Animalia dient dabei als Leitgedanke einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Umgang des Menschen mit dem Tier, der sich in über 100 Kunstwerken aus dem20. und 21. Jahrhundert spiegelt.
Weltkünstlerin in Köln: Yayoi Kusama
Yayoi Kusama (*1929, Matsumoto) zählt zu den bekanntesten Künstlerinnen unserer Zeit. Ihre ikonischen Polka Dots, ihre Kürbisskulpturen und ihre verspiegelten Infinity Rooms sind zu einer Art Markenzeichen geworden und tauchen millionenfach in den sozialen Medien auf. Die Ausstellung im Museum Ludwig in Köln zeigt eine spannende Reise durch Kusamas gesamtes Schaffen mit über 300 Arbeiten, von der ersten Zeichnung von ca. 1934 bis heute, eine Vielzahl künstlerischer Medien, wie Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Mode, Performance und Literatur.
Anne Truitt. Pionierin der Minimal Art
Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen widmet der US-amerikanischen Künstlerin Anne Truitt (1921 – 2004) die erste umfassende Einzelausstellung in Europa. Mit rund 120 Werken aus mehr als vier Jahrzehnten würdigt die Ausstellung im K20 eine Künstlerin, die in den Vereinigten Staaten schon längst als Wegbereiterin der Minimal Art gilt und jetzt endlich in Europa mit einer großen Retrospektive gefeiert wird. Präsentiert werden Truitts bahnbrechende Skulpturen der frühen 1960er-Jahre, ihre farbig leuchtenden Arbeiten auf Papier, ihre Weiß-auf-Weiß Malerei und ihre tiefschwarzen Piths, eine ihrer letzten Bildserien.
Edvard Munch und Maria Lassnig: „Malfluss – Lebensfluss“
In einer großen Doppelschau führt die Hamburger Kunsthalle bis zum 30. August 2026 erstmalig Werke der österreichischen Künstlerin Maria Lassnig (1919–2014) und des norwegischen Malers Edvard Munch (1863–1944) zusammen. Obwohl die beiden ein halbes Jahrhundert trennt, gibt es erstaunliche Parallelen, die Munchs Einfluss auf das Schaffen von Lassnig nachvollziehbar machen und umgekehrt neue Aspekte im Œuvre ihres Vorgängers eröffnen.
TICHA. Retrospektive
Anlässlich des 85. Geburtstags im vergangenen Jahr wird Hans Tichas malerisches Werk in deutsch-deutscher Perspektive im Neuen Museum Nürnberg vorgestellt. Die Ausstellung präsentiert seine künstlerische Vielschichtigkeit: von seinen einflussreichen Kinderbuchillustrationen, die Teil des kulturellen Gedächtnisses der ehemaligen DDR sind, bis zu seinen politisch scharfsinnigen Gemälden, die ein bewegtes Kapitel deutsch-deutscher Geschichte reflektieren.
Skandal! Hermione von Preuschen und der „Mors Imperator“
Ein spektakuläres Gemälde sorgte 1887 in Berlin für eine Sensation: „Mors Imperator“ (übersetzt: „Der Tod ist der Herrscher“), gemalt von der Künstlerin Hermione von Preusschen (1854–1918). Das Werk galt als Majestätsbeleidigung: Kaiser Wilhelm I. war zum Zeitpunkt seiner Entstehung bereits 90 Jahre alt und sollte im Folgejahr sterben. Obwohl der Kaiser mitteilen ließ, er habe nichts gegen das Bild einzuwenden, wurde es von der Jury der Königlichen Akademie der Künste zurückgewiesen. Daraufhin stellte die Malerin das monumentale Gemälde in eigener Regie in Berlin aus. Die Schau wurde ein enormer Publikumserfolg. Die Alte Nationalgalerie zeigt dieses lange als verschollen geglaubte Gemälde nun erstmals wieder öffentlich.
Gasometer Oberhausen „Mythos Wald“
Emotional, überraschend, mitreißend und dabei stets wissenschaftlich fundiert: das Gasometer Oberhausen zeigt die atemberaubende Schönheit der Wälder. In unterschiedlichen Kapiteln präsentiert „Mythos Wald“ die Diversität der Waldgebiete, deren Ökosysteme so unterschiedlich sind, wie die Klimazonen in denen sie vorkommen. Um den Äquator liegen die tropischen Regenwälder mit ihrer verschwenderischen Fülle, die mächtigsten Baumriesen wachsen tausende Kilometer weiter nördlich in Kalifornien und in den Transsilvanischen Alpen findet sich Europas letzter Urwald. Facettenreich ist der oft in Märchen und Sagen vorkommende Deutsche Wald mit seinen Eichen, Buchen, Fichten oder Kiefern und gilt dabei auch als Sehnsuchtsort.
Monets Küste – Die Entdeckung von Étretat
Der Küstenort Étretat wird zum Mythos – und fasziniert bis heute. Die Felsen von Étretat, in der Normandie an der Atlantikküste gelegen, zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. Das Städel Museum präsentiert eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes und seinen Einfluss auf die Malerei der Moderne.






























Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.