
Der Kunstraum Gewerbepark-Süd in Hilden präsentierte die Werkschau Zero+. Die Ausstellung versammelt nicht nur eine Auswahl repräsentativer Werke von Mack, Piene und Uecker, sondern zeigt u.a. mit Arbeiten der Künstler Mischa Kuball, Ólafur Elíasson und Hartmut Neumann, wie das Erbe von Zero weiterlebt.
Die sogenannte „Stunde Null“ wurde in der Kunst Ende der 50-er Jahre von den Künstlern Heinz Mack, Otto Piene und später Günther Uecker eingeläutet. In einem künstlerischen Befreiungsakt sollte der Ballast des Zweiten Weltkriegs abgeworfen werden, den sie zunehmend als Belastung der Kunst empfanden und dem sie etwas Neues, Helles und Positives entgegensetzen wollten. Die Bewegung „Zero“ (dt. Null) war geboren.
Zero lebt weiter
Vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden gesellschaftlichen Wandels apostrophierte die Künstlergruppe bereits 1966, Zero sei tot, und löste sich im selben Jahr als Formation auf. Parallel brachte die beginnende Zeit der Umbrüche neue fruchtbare Projekte wie die von Charles Wilp und Yves Klein hervor, die schon 1961 sprichwörtlich in die Leere gingen und so den Fixpunkt zwischen Geburt und Tod neu definierten. Zwei Jahre zuvor entstand bereits die LP „Musik der Leere / Tanz der Leere“ der Künstlerfreunde. Ihre Konzepte sind ebenfalls Thema der Ausstellung, genauso wie das Erbe von Zero, das in vielen Kunstideen weiterlebt und gewachsen ist.
Bild: Otto Piene, PAX Paris, 1969, Leihgabe Galerie Löhrl, VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.