Was passiert, wenn Das Mädchen mit dem Perlenohrring der Betrachterin treuherzig ihre Schnauze entgegenstreckt, Der Wanderer über dem Nebelmeer einen Rattenschwanz hinter sich herzieht und Die Erschaffung Adams mit Pfoten statt Fingern besiegelt wird? Die Kunsthalle Lüneburg in der KulturBäckerei zeigt den Fotokünstler Ralf Peters, der 100 berühmte Ikonen der Kunstgeschichte mit Kuscheltieren in einem neuen Licht präsentiert. Dabei stehen die „Meisterwerke“ ihren altehrwürdigen Originalen in nichts nach.
Kategorie: Kunst & Kultur
Die Fotografin Eve Arnold – Retrospektive in Newlands House
Eve Arnold (1912-2012) wurde als Porträtistin für einige der berühmtesten Persönlichkeiten der Welt, darunter Marlene Dietrich, Sophia Loren, Elizabeth Taylor, Jackie Kennedy und Königin Elizabeth II. Arnold wurde 1951 von Magnum angeworben und war über ein Jahrzehnt lang Marilyn Monroes bevorzugter Fotograf.
Per Bak Jensen – Humming Earth
Bizarre Formationen aus ewigem Eis, Vegetation auf kargstem Gestein, der Wald als Potpourri vielfältiger Oberflächen. Die Ausstellung im Museum an der Westküste zeigte großformatige Landschaftsfotografien.
Italien – frühe Fotografien ewiger Sehnsuchtsorte
Das Städel Museum verschlug es fotografisch nach Italien: auf dem Canal Grande schippernde Gondolieri, der Schiefe Turm von Pisa oder die Altertümer Roms. Zahlreiche Fotografien von Giorgio Sommer, dem Unternehmen der Gebrüder Alinari, Carlo Naya oder auch Robert Macpherson prägten das Bild von Italien als Sehnsuchtsort. Die Ausstellung versammelt insgesamt 90 bedeutende Aufnahmen der Jahre 1850 bis 1880 aus der eigenen Sammlung. Es ist eine fotografische Tour entlang der bekanntesten Routen mit den Stationen Mailand, Venedig, Florenz, Rom und Neapel.
Ziemlich beste Freunde: Hans Thuar & August Macke
Die Ausstellung im Museum August Macke Haus rückte Leben und Werk zweier expressionistischer Künstler in den Fokus, die durch eine berührende Freundschaft miteinander verbunden waren: August Macke (1887-1914) und Hans Thuar (1887-1945).
Basquiat. The Modena Paintings
13 Jahre nach der umfassenden Überblicksausstellung zu Jean-Michel Basquiats Gesamtwerk präsentierte die Fondation Beyeler erneut das künstlerische Schaffen des New Yorker Künstlers. Gezeigt wurden großformatige Gemälde, die Basquiat 1982 in der italienischen Stadt Modena für eine geplante Ausstellung malte, zu der es schließlich nicht kam. Mehr als 40 Jahre später versammelte die Fondation Beyeler nun erstmals diese sich mittlerweile in US-amerikanischen, asiatischen und Schweizer Privatsammlungen befindenden Hauptwerke Basquiats, darunter mehrere seiner berühmtesten und wertvollsten Bilder.
Elvira Bach
Das Ernst-Bachlach-Museum Wedel präsentierte Elvira Bach (22. Juni 1951), eine deutsche Malerin der Gegenwart. Die Ausstellung ist eine Retrospektive auf das Gesamtwerk der Künstlerin und vermittelt einen umfassenden Einblick in ihr umfangreiches und konsequentes Schaffen, das sich als ein nie versiegender Bilderstrom bis heute fortsetzt, ohne an Spannung und Lebendigkeit zu verlieren.
Andreas Feininger. New York in the Forties
Das Bröhan-Museum zeigt Schwarz-Weiß-Fotografien von Andreas Feininger (1906-1999) aus seiner Wahlheimat New York. Er gilt als einer der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts.
Josephine Baker: Freiheit – Gleichheit – Menschlichkeit
Die Bundeskunsthalle präsentierte Josephine Baker: Weltstar, Freiheitskämpferin und Ikone. Sie beleuchtete, worauf der Erfolg als erster „schwarzer“ Superstar gründete und wie sie die vermeintlichen Stigmata ihrer Hautfarbe in ihre Stärke verwandelte: Josephine Baker eroberte als Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin ein Weltpublikum. Der Ruhm wurde ihre Waffe im Kampf gegen die Rassenpolitik der Nationalsozialisten, gegen den Rassismus innerhalb der amerikanischen Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg und schließlich in der Bürgerrechtsbewegung. Bis heute ist sie Vorbild für Selbstermächtigung und gesellschaftliches Engagement.
RENDEZ-VOUS – Picasso, Chagall, Klein und ihre Zeit
Die Sommerausstellung der Heidi Horten Collection, Wien, lud zum RENDEZ-VOUS mit jenen Künstler-/innen der Sammlung ein, in deren Biografien Frankreich eine zentrale Rolle gespielt hatte. Sie begleitete die Künstler-/innen an jene Orte, die wichtige Stationen in deren künstlerischer Entwicklung dargestellt haben.
Elizabeth „Lee“ Miller: Fotografin zwischen Krieg und Glamour
Das Bucerius Kunst Forum Hamburg präsentierte mit Lee Miller eine der vielseitigsten Fotografinnen und Fotojournalistinnen des 20. Jahrhunderts. In ihrem Œuvre vereint Elizabeth „Lee“ Miller (1907 – 1977) gegensätzliche Genres wie den Surrealismus, Mode-, Porträt und Reisefotografie sowie Kriegsberichterstattung.
Sarah Morris: All Systems Fail
Die Deichtorhallen Hamburg zeigten Künstlerin Sarah Morris. Seit den 1990er-Jahren hat Morris ein umfangreiches Œuvre an Gemälden, Filmen, ortsspezifischen Wandmalereien und Skulpturen geschaffen, die ihr Interesse an Netzwerken, Typologien, Globalisierung, Architektur und den Strukturen von Städten widerspiegeln, in die sie ihre Arbeiten einbettet..
Dimensions – Digital Art since 1859
In den Pittlerwerken in Leipzig wurden rund 60 Kunstwerke vom 19. Jahrhundert bis heute gezeigt und so ein einzigartiges Ausstellungserlebnis geschaffen, das auf faszinierende Weise greifbar machte, wie Kunst und technologische Entwicklungen zusammenhängen. Es wurden u.a. vier Neuproduktionen, zehn europäische Premieren und 17 deutsche Premieren präsentiert.
Ralph Gibson: SECRET OF LIGHT
Das Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg zeigte eine retrospektive Ausstellung des Fotografen Ralph Gibson (*1939), die anhand ausgesuchter Serien die Entwicklung seines Werkes seit den 1960er Jahren bis in die Gegenwart umfasst.
Liam Gillick: Filtered Time
Das Vorderasiatische Museum und der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart präsentieren erstmals ein gemeinsames Projekt mit dem britischen Künstlers Liam Gillick in den historischen Räumen des Pergamonmuseums.
Célébration Picasso 1973 – 2023
Das Picasso-Museum in Antibes würdigte den 50. Todestag des Künstlers. Aber auch in anderen Ländern wurden zu diesem Anlass 50 Ausstellungen und Ereignisse, organisiert.
Das Ende der Malerei – Karl Hagemeister und die Malerei heute
Vor 100 Jahren, 1923, richtete Ludwig Justi, Direktor der Berliner Nationalgalerie, Karl Hagemeister eine große Ausstellung zu seinem 75. Geburtstag aus. Den Schwerpunkt legte Justi auf das Spätwerk, die Wellenbilder. Anlässlich dieser Ausstellung sprach Hagemeister vom „Ende der Malerei“, das er mit seinen Wellenbildern erreicht hätte. Ausgehend von den Wellenbildern Hagemeisters richtete das Bröhan-Museum den Blick nach vorne, ins 20. und 21. Jahrhundert und umfasste malerische, zeichnerische sowie skulpturale und konzeptionelle Ansätze von 18 Künstlerinnen und Künstlern der Gegenwart.
Rosenrot – Grasgrün – Quittengelb
In der Sammlung Würth war florale Diversität groß. Vasen voller prächtiger Sträuße bei Lovis Corinth, Gabriele Münter oder Emil Nolde, blühende Wiesen bei Philipp Bauknecht, Franz Marc oder Alex Katz, verwunschene Künstlergärten bei David Hockney, Per Kirkeby oder Andy Warhol, minutiös archivierte ‚Herbarien‘ bei Herman de Vries, aber auch dystopische Hinweise auf eine aus den Fugen geratene Welt, etwa bei Marc Quinn oder Anselm Kiefer – sie alle zeigen, dass die künstlerischen Auseinandersetzungen mit der vegetabilen Welt nicht nur zu Inbildern kreatürlicher Sinnlichkeit, sondern immer auch zu Dokumenten eines kontinuierlichen kulturellen Deutungswandels werden können.
Nicole Eisenman: What Happened
Das Museum Brandhorst in München zeigte erstmals die gesamte Bandbreite des drei Dekaden umfassenden malerischen und bildhauerischen Werks der Künstlerin Nicole Eisenman. Ein Werk, das auf anarchische Art stets vermag, Hommage und zugleich Kritik an seinem eigenen Sujet zu sein, und dessen Relevanz kunsthistorisch und gesellschaftlich, politisch und zutiefst menschlich ist.
Ursula – Das bin ich. Na und?
Ursula (Schultze-Bluhm), geboren 1921 in Mittenwalde und verstorben 1999 in Köln, zählte zu den bedeutenden deutschen Künstlerinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit der Ausstellung widmete das Museum Ludwig nach über 30 Jahren die erste umfassende Museumsausstellung und ermöglichte damit eine Neubetrachtung ihrer Arbeit.
Re-Inventing Piet. Mondrian und die Folgen
'Re-Inventing Piet. Mondrian und die Folgen' ist die bisher umfangreichste Präsentation zu Mondrians Einfluss auf die Kunst und Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie zeigt eine einmalige Bandbreite von Kunst, Mode, Beispielen aus der Werbung, der Architektur und dem Design: Werke unmittelbarer Zeitgenossen /-innen wie Theo van Doesburg oder Sophie Taeuber-Arp, die berühmten Mondrian-Kleider von Yves Saint Laurent sowie zahlreiche Arbeiten von Künstler-/innen der Gegenwart wie Sylvie Fleury, Remy Jungerman, Sarah Morris oder Mathieu Mercier.
Rosemarie Trockel
Das Museum für Moderne Kunst Frankfurt präsentierte Rosemarie Trockel (*13.11.2952) mit Werken aus allen Schaffensphasen von den 1970er-Jahren bis zu neuen, eigens für das Museum entstandene Arbeiten.
Alison Jackson: Truth is dead
Mithilfe von Schauspieler-/innen und Doppelgänger-/innen inszenierte Alison Jackson vermeintliche Paparazzi- oder Dokumentaraufnahmen berühmter Persönlichkeiten wie Donald Trump, Marilyn Monroe, der Royal Family, Justin Bieber oder Angela Merkel. Das NRW-Forum Düsseldorf widmet der britischen Fotografin die erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland mit rund 80 Fotografien und Videos aus ihren wichtigsten Werkzyklen.
Alex Katz: Cool Painting
Zu seinem 95. Geburtstag zeigte die ALBERTINA eine umfassende Würdigung des Künstlers Alex Katz (1927 in New York geboren), einer der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen US-amerikanischen Kunst.
Klimt – Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse …
Gemeinsam mit dem Van Gogh Museum in Amsterdam folgte das Belvedere Wien den Spuren zurück zu jenen Avantgardekünstler-/innen, die den Meister der Wiener Moderne nachweislich beeinflussten, und zeigte dabei auch Werke, die aufgrund ihres fragilen Zustands kaum mehr geliehen werden. Mit den 1964 das letzte Mal öffentlich in Österreich gezeigten Wasserschlangen II kehrt eines von Klimts Hauptwerken zurück nach Wien.
PICASSO. Künstler und Modell – Letzte Bilder
Im Rahmen der internationalen Feierlichkeiten rund um das 50. Todesjahr von Pablo Picasso (1881–1973) präsentierte die Fondation Beyeler eine konzentrierte Auswahl von zehn späten Gemälden des Künstlers aus der Sammlung Beyeler, der Anthax Collection Marx sowie aus weiteren Privatsammlungen.
Andy Warhol bis Damien Hirst: The Revolution in Printmaking
Das Albertina Wien zeigte seine druckgrafische Sammlung anhand herausragender Künstler: Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein und Agnes Martin, die Künstler Deutschlands mit Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer.
Paris ist meine Bibliothek
Mit rund 100 bisher noch nie präsentierten Druckgrafiken und Zeichnungen von Félicien Rops (1833–1898) startete die Hamburger Kunsthalle ihr Ausstellungsjahr 2023.
NIKI DE SAINT PHALLE
Niki de Saint Phalle (1930–2002) zählte als eine der Hauptvertreterinnen der europäischen Pop-Art und Mitbegründerin des Happenings zu den bekanntesten Künstlerinnen ihrer Generation. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt zeigte die Geschichte und das vielfältige Œuvre der französisch-amerikanischen Visionärin in einer umfassenden Ausstellung, die mit rund 100 Arbeiten einen Überblick über alle Werkphasen bot.
William Eggleston: MYSTERY OF THE ORDINARY
Mit William Eggleston (*1939 in Memphis, Tennessee) präsentierte c/o Berlin Fondation eine große Retrospektive des US-amerikanischen Meisters der Farbfotografie. Neben berühmten Serien wie Los Alamos gab es in der Ausstellung auch noch nie gezeigte Werke, darunter Bilder aus der Serie The Outlands und Aufnahmen, die zwischen 1981 und 1988 in Berlin entstanden.






























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