Leuchtende Freiheit

Aus Original-Fotos, Predigten, Tondokumenten und bewegten Bildern der Montags-Demonstrationen haben der italienische Künstler Stefano Fake und das Kunstkraftwerk Leipzig eine neue, rund 25 Minuten lange Version der "Leuchtenden Freiheit" gestaltet. Sie führt durch die zentralen Stationen der deutschen Teilung bis zum Mauerfall.

Der eigene Antrieb. Feine Fahrräder

Mit der Erfindung des Fahrrads entsteht das effizienteste, mit Muskelkraft zu bewegende Gefährt des Menschen. Mit ihm erweitert der Mensch mit zunehmender Beschleunigung seinen Aktionsradius, mit ihm beginnt zugleich der individualisierte Verkehr. Die Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Frankfurt widmete sich den Höhepunkten des Fahrraddesigns aus drei Jahrhunderten: von Karl Drais‘ Laufmaschine, über Hoch-, Nieder- und Falträder bis zum Alltagsrad oder Sportgerät von heute. Das Spektrum reicht vom handwerklichen Rahmenbau über die industrielle Serienproduktion bis zum Fahrrad aus dem 3D-Drucker.

Bild und Macht: Zeppelin-Fotografie

Wie transportieren Bilder Macht? Wie tragen sie zur Konstruktion von Geschichte bei? Wie manipulieren sie uns? Die Ausstellung Bild und Macht. Zeppelin-Fotografie im Fokus untersucht erstmals umfassend den Zeppelin als Motiv in der Fotografie. Sie setzt damit einen neuen Ausgangspunkt in der Auseinandersetzung mit der visuellen Geschichte des Luftschiffs und zeigt, wie das Bild des Zeppelins im Kaiserreich, der Weimarer Republik und der NS-Diktatur als Werkzeug politischer Propaganda eingesetzt wurde. Als Sinnbild für die Eroberung des Himmels, technologische Überlegenheit, militärische Macht und globale Vernetzung wurde es zum Träger eines imperialen Machtanspruchs. Anhand dieser gezielten medialen Inszenierung stellt das Zeppelin Museum mit Bild und Macht.

Mechanik und Menschlichkeit: Eva Aeppli und Jean Tinguely zum 100. Geburtstag

Das Lehmbruck Museum präsentiert eine umfassende Retrospektive, die die Werke der beiden Pioniere des 20. Jahrhunderts vereint. Der Lehmbruck-Preisträger Jean Tinguely (*1925 Freiburg i. Ü.; † 1991 Bern), bekannt für seine kinetischen Skulpturen und seinen innovativen Umgang mit gefundenen Materialien, trifft auf Eva Aeppli (*1925 Zofingen; † 2015 Honfleur), eine Künstlerin, die es mit ihren handgenähten Figuren vermag, eine berührende Menschlichkeit einzufangen.

100. Geburtstag von Jean Tinguely

Am 22. Mai 2025 wäre der Schweizer Künstler Jean Tinguely (1925–1991) einhundert Jahre alt geworden. Als ein Hauptvertreter und Pionier der kinetischen Kunst wurde Tinguely mit seinen frühen Reliefs und monumentalen Maschinenskulpturen international bekannt. Sein innovatives, spielerisches und bis heute aktuelles Werk wird anlässlich des Geburtstages im Museum Tinguely und international mit einer Reihe von Ausstellungen sowie … Weiterlesen 100. Geburtstag von Jean Tinguely

Kunstmuseum Bonn: „Heimweh nach neuen Dingen“

Mit der Ausstellung „Heimweh nach neuen Dingen. Reisen für die Kunst“ widmet sich das Kunstmuseum Bonn bis zum 7. September dem Thema Reisen von Künstlern und Künstlerinnen und ihrer Bedeutung aus historischer und gegenwärtiger Sicht. Im Mittelpunkt steht die ikonische Tunis-Reise von August Macke, Paul Klee und Louis Moilliet im Jahr 1914, die nicht nur deren künstlerische Entwicklung nachhaltig prägte, sondern auch heutige Diskurse über interkulturellen Austausch, kulturelle Aneignung und Kolonialismus berührt.

INTERACTIONS X WEtransFORM

Seit 2023 veranstaltet die Bundeskunsthalle ein Sommerprogramm der Interaktionen mit Nachhaltigkeit im Dialog mit spielerischen Installationen: Neben einem Projekt von La Fabrique Terrestre auf dem Dach, welches die Vielfalt und Widerstandsfähigkeit einheimischer Grasarten unter den Bedingungen eines potenziellen Temperaturanstiegs von 3° veranschaulicht, werden zwei weitere Positionen gezeigt, die Visionen für eine nachhaltigere und zukunftsweisende Art der Gestaltung unserer Umwelt sind: Tree.ONE von ecoLogicStudio im Foyer, ein synthetischer Baum aus Mikroalgea, ist ein Prototyp einer Vision, in der wir Gebäude wachsen lassen können, anstatt sie zu bauen. Und die große Holz- und Pflanzenkonstruktion Vert von AHEC/Diez Office/OMC°C auf dem Vorplatz zeigt, wie ein nachhaltiger, unkomplizierter Weg zu einer kühleren, grüneren Stadt aussehen kann.

KATHLEEN RYAN

Die Hamburger Kunsthalle zeigte die erste museale Präsentation der US-amerikanischen Künstlerin Kathleen Ryan (*1984). Eine Auswahl von rund dreißig skulpturalen Werken dokumentierte die Entwicklung ihrer künstlerischen Praxis von 2014 bis heute.

James Rizzi

Eine Rizzi-Sonderausstellung zeigt das Weilburger Rosenhang Museum. Es sind seine farbintensiven Bilder voller Lebensfreude und Optimismus, die Rizzis Kunst so überaus populär und zeitlos machen. Seine Bilder sprechen für sich. Und "Rizzis künstlerische Intelligenz" (R-KI), die all seinen Schöpfungen immanent ist, baut einen direkten Draht zum Betrachter auf. Lässt diesen staunen und schmunzeln.

Stephan Balkenhol – „Zeitfenster“

Der international renommierte Bildhauer Stephan Balkenhol hat sich das Material Holz zu Eigen gemacht und öffnete im Museum Wiesbaden ein Zeitfenster der besonderen Art. Seine Figuren, Abbilder des zeitgenössischen Menschen, treten eigens für die Sonderausstellung Zeitfenster: Stephan Balkenhol trifft Alte Meister in den Dialog mit den Kunstwerken der Gemäldesammlung Alte Meister des Museums Wiesbaden. Fast 50 Skulpturen wurden in Raumbildern vom Künstler inszeniert und Gäste sind dazu eingeladen, die Konfrontation zwischen Alt und Neu zu erfahren und Teil der Begegnungen von Gemälde und Skulptur zu werden.

FÄDEN: Material – Mythen – Symbole

Wer kennt ihn nicht, den Lebensfaden, den roten Faden? Fäden begegnen uns in Mythen, im Sprachgebrauch und auch in der Kunst, wo sie vielfach als Metapher, Modell oder Medium eingesetzt werden. Die Ausstellung der Draiflessen Collection Mettingen widmete sich den symbolischen Bedeutungen von Fäden für den Menschen und das menschliche Leben. Dazu kombiniert sie Arbeiten zeitgenössischer Künstlerinnen mit historischen Werkzeugen des Spinnens sowie mit klassischen Darstellungen ausgewählter griechisch-römischer Mythen.

100 Fragen, 100-mal Heimatliebe: das Rheingau-Quiz

In den 100 Fragen und Antworten von „Rheingau. Das Heimat-Quiz“ bringt uns Geschichte und Geschichten nahe, deckt Kurioses auf, sorgt für Aha-Erlebnisse und Gesprächsstoff. Malerische Weinberge und Winzerörtchen, idyllische Landschaften, historische Schlösser, Burgen und Klöster – schon die Romantiker schwärmten vom Rheingau als „Paradies von Deutschland“.

1920er! Im Kaleidoskop der Moderne

Die 1920er-Jahre galten als Umbruchphase und Experimentierfeld der westlichen Moderne. Die Gleichzeitigkeit und Radikalität dieser Epoche verlieh ihr noch im 21. Jahrhundert eine bemerkenswerte Aktualität und bildete den Ausgangspunkt dieser Ausstellung in der Bundeskunsthalle in Bonn.

Günther Mattei

Günter Mattei (*1947) schafft es in seinen Grafiken mühelos, die verschiedensten Sujets, komplexe Spannungsfelder und scheinbar Unversöhnliches zu einer interessanten Bildsprache verschmelzen zu lassen. In der Ausstellung im Museum Wilhelm Busch präsentierte Mattei einen selbst ausgewählten Querschnitt seiner Plakate, Werbungen und Illustrationen von den frühen 1980er Jahren bis heute.

Greser & Lenz: Alles erlaubt

Mit der Titanic aufgestiegen, bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung groß geworden: Seit 1996 zeichnen Achim Greser (*1961) und Heribert Lenz (*1958) gemeinsam Karikaturen für große deutsche Zeitungen. Ihre Karikaturen lösen nicht selten kontroverse Reaktionen bis hin zu persönlichen Anfeindungen aus. Das Museum Wilhelm Busch zeigt eine Werkschau der letzten Jahrzehnte im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Reaktionen, die sie ausgelöst haben.

The F* word – Guerrilla Girls und feministisches Grafikdesign

„Do women have to be naked to get into the Met.Museum?“ Mit diesem legendären Poster machte die Aktivistengruppe Guerrilla Girls 1989 in New York darauf aufmerksam, dass Frauen zwar ein beliebtes Bildmotiv sind, aber nur wenige weibliche Positionen in Museen, Galerien und Kunstinstitutionen ausgestellt werden. Seit fast 40 Jahren engagiert sich das international bekannte Kollektiv aus den USA mit humorvollen, aufklärenden und anklagenden Arbeiten gegen Sexismus, Rassismus, Diskriminierungen sowie Machtmissbrauch und Korruption im Kunstbetrieb. Seit 2022 befindet sich das Gesamtwerk der Guerrilla Girls im MK&G, wurde mit 100 Arbeiten in der bisher größten Zusammenschau in Deutschland präsentiert.

SHIFT. KI und eine zukünftige Gemeinschaft

Künstliche Intelligenz (KI) prägt zunehmend unseren Alltag und verändert unser Leben nachhaltig. Als eine Schlüsseltechnologie des digitalen Wandels nimmt sie nicht nur Einfluss auf soziale, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge, sondern stellt Grundkonstanten der conditio humana und darauf gründende Menschenbilder infrage.

Cinthia Marcelle: „Ungehorsame Werkzeuge“

Das Museum Marta Herford zeigt mit die international renommierte Künstlerin Cinthia Marcelle (*1974 in Belo Horizonte) im deutschsprachigen Raum. Seit Ende der 1990er-Jahre setzt sie sich in Videos, Skulpturen, Fotografien, Installationen und Performances kritisch mit etablierten und hierarchisierenden Strukturen in der Gesellschaft auseinander, die unser alltägliches Miteinander bestimmen.