MURANO. Farbe Licht Feuer

Murano gilt als Inbegriff der italienischen Glasgestaltung par excellence. Ihre Tradition reicht zurück bis ins 14. Jahrhundert, als Venedig seine schon damals berühmte Glasherstellung auf die benachbarte Insel verlagert hatte. Nach einer wechselvollen Geschichte erlebte sie im 20. Jahrhundert eine erneute Blüte, die Ende der 1920er Jahre begann und bis heute reicht.

Paradies! Paradies?

Zwischen Krieg und der Sehnsucht nach einer idyllischen Welt – die Arbeiten des Malers August Macke erzählen von Reisen in ferne Länder, dem Zauber des Alltags und einer vermeintlich heilen Welt. Paradies! Paradieszeigt 80 Werke aus allen Schaffensphasen des Bonner Expressionisten – darunter auch 16 Gemälde und Aquarelle, die bereits 1920 im Museum Wiesbaden gezeigt wurden. Ergänzt wird die Schau mit 23 Werken von "Rheinischen Expressionisten", die von Macke inspiriert wurden.

Eileen Gray

Eileen Gray (1878-1976) war eine Pionierin des modernen Designs und der Architektur und eine der wenigen Frauen, die vor dem Zweiten Weltkrieg in diesen Bereichen professionell tätig waren. Das Bard Graduate Center in New York zeigt in einer Ausstellung das Leben und das Schaffen dieser einzigartigen Designerin.

ART DÉCO. Grafikdesign aus Paris

Rankende florale Formen und strenge geometrische Elemente, kontrastreiche Farben, klare und zugleich verspielte Typografie – das Grafikdesign des Art Déco vereint das scheinbar Gegensätzliche. Kunstvolle Plakate, Illustrationen und Anzeigen spiegeln die großen Themen dieser Zeit: Die neue Werbung für Haute Couture oder Jazz, Tanz und technische Errungenschaften wie moderne Sportwagen – nicht zuletzt auch für Kriegs- und Staatsanleihen – entführt in die Illusion einer besseren und schöneren Welt.

Keith Haring

Die Ausstellung Keith Haring zeigte frühe Zeichnungen und Experimente mit Video und Performance, großformatige Gemälde auf Papier, Leinwand und Vinyl, darunter zahlreiche seiner populärsten Bilderfindungen wie das Radiant Baby und den Barking Dog, außerdem zahlreiche Beispiele für Harings gesellschaftliches Engagement und seine Beschäftigung mit Produktdesign (Plakate, Schallplattencover usw.).

Daniel Knorr

Daniel Knorr (1968, Bukarest) zählt zu den innovativsten Konzeptkünstlern seiner Generation. Seine ortsspezifischen Installationen sorgten in der Vergangenheit für viel Aufsehen: So ließ er anlässlich der documenta 14 weißen Rauch aus dem Zwehrenturm über Kassel aufsteigen und löste 2005 mit einem leeren Pavillon (European Influenza), mit dem er sein Heimatland Rumänien bei der 51. Biennale in Venedig vertrat, eine politische Debatte aus. Aus heutiger Sicht erscheint der "politisch infektiöse" Biennale Pavillon-Beitrag von damals wie eine subtile Vorahnung der heutigen Corona-Pandemie.

Edward Hopper

Edward Hopper (1882–1967), einer der bedeutendsten amerikanischen Maler des 20. Jahrhunderts, wurde in Nyack, New York, geboren. Nach einer Ausbildung zum Illustrator studierte er bis 1906 Malerei an der New York School of Art. Neben der intensiven Beschäftigung mit deutscher, französischer und russischer Literatur boten besonders Maler wie Diego Velázquez, Francisco de Goya, Gustave Courbet und Édouard Manet dem jungen Künstler wichtige Orientierungspunkte.

Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt

Als am 17. Juli 1945 um 17.08 Uhr die erste Sitzung der Konferenz im Schloss Cecilienhof, dem letzten Schlossbau der Hohenzollern in Potsdam, eröffnet wurde, schaute die Welt gebannt auf die preußische Residenzstadt vor den Toren Berlins. Die Staats- und Regierungschefs der drei Hauptsiegermächte des Zweiten Weltkrieges, USA, Großbritannien und Sowjetunion, trafen sich am Runden Tisch in der zentralen Halle des Schlosses, wo die „Großen Drei“, Harry S. Truman (1884-1972), Winston Churchill (1874-1965), später Clement Attlee (1883-1967) und Josef Stalin (1878-1953) über die Zukunft Deutschlands sowie über eine politische und territoriale Neuordnung Europas und der Welt berieten.

THIERRY MUGLER: COUTURISSIME

Die spektakulär inszenierte Retrospektive stellt das facettenreiche Werk des visionären Couturiers, Regisseurs, Fotografen und Parfümeurs vor. Sie versammelt mehr als 150 zwischen 1977 und 2014 entstandene Haute-Couture- und Prêt-à-porter-Outfits, Bühnenkostüme und Accessoires, Videos, Fotografien, Entwurfszeichnungen und Archivmaterialien. Etwa 100 Werke berühmter Modefotografen von Helmut Newton (1920–2004) bis David LaChapelle (*1963), die Muglers Kreationen in Szene gesetzt haben, runden die Ausstellung ab.

Gae Aulenti

Die Italienerin Gae Aulenti zählt zu den bedeutendsten Architektinnen und Designerinnen der Nachkriegszeit. Bereits in den 1960er Jahren trug sie mit ihren ikonischen Objekten erheblich zum weltweiten Erfolg Italiens im Produktdesign bei, unter anderem mit der »Locus Solus«-Reihe (1964) oder den Leuchten »Pipistrello« (1965) und »King Sun« (1967). Internationale Anerkennung gewann Aulenti zudem für den Umbau eines ehemaligen Pariser Bahnhofs in ein Museum, das Musée d’Orsay (1980–1986).

Die Welt des Alessandro Mendini

Vor 25 Jahren zeichnete Alessandro Mendini als Chefarchitekt für den extravaganten Neubau des Groninger Museums verantwortlich. Kurz vor seinem Tod stellte Mendini noch eine umfangreiche Auswahl mit eigenen Werken wie auch Arbeiten jener Künstler zusammen, zu denen er eine künstlerische Verwandtschaft spürte, darunter Paul Signac, Gio Ponti und Michele De Lucchi. Mit über 200 Exponaten ist Mondo Mendini ein visuelles Spektakel voll Humor und Poesie, das Mendinis Œuvre als Designer und als Architekt in allen Facetten beleuchtet.

100 Jahre lenkbares Licht

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) blickt mit 100 Jahre lenkbares Licht. Ursprung und Aktualität beweglicher Beleuchtung auf die erfinderischen und ästhetischen Dimensionen von lenkbaren Leuchten vom frühen 20. Jahrhundert bis heute. 44 Originale von Midgard und 20 weiteren Herstellern sowie zahlreiche Zeichnungen, Patente, Briefe und kurze Filme erzählen von der Evolution der Leuchten, von parallelen und jüngsten Entwicklungen.

Sagmeister & Walsh: Beauty

Was ist Schönheit und warum fühlen wir uns von ihr angezogen? Philosophie, Wissenschaft, Psychologie und nicht zuletzt Kunst und Gestaltung streiten seit der antiken Ästhetik kontrovers über das Wesen der Schönheit, ihre Wirkung auf die menschliche Wahrnehmung und unser daraus resultierendes Verhalten.

Stefan Wewerka

Stefan Wewerka (1928–2013) war zweifelsohne eine der vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Nachkriegsmoderne. So war er nicht nur Architekt und Objektkünstler, Designer, Modemacher und Innenarchitekt, sondern auch Bildhauer, Maler, Grafiker, Filmemacher und Aktionskünstler.

Kunstwerke aus Getränkedosen

Man musste schon ziemlich nah herangehen, um festzustellen, dass diese traumhaften Roben, sexy Schuhe und eindrucksvollen Wandbilder aus feinen Streifen von Cola-, Limo- oder Bierdosen bestehen. Geschaffen hat diese schier unglaublichen Werke der Kostümdesigner Nikos Floros für die Ausstellung „Sculptured Costumes Maria Callas" im Düsseldorfer Rathaus.

Es begann in den Sechzigern

Die Ausstellung zu Baselitz, Richter, Polke, Kiefer bot einen umfassenden Blick auf die frühen Werke von diesen vier weltbekannten Künstlern. Sie legten während der kreativen und produktiven 1960er Jahre den Grundstein dafür, dass heute ihre Werke in den Fokus des weltweiten Kunstinteresses gerückt sind.

Ingo Maurer

Die Ausstellung Ingo Maurer präsentiert die Werke des vielfach ausgezeichneten und international renommierten Lichtgestalters Ingo Maurer und führte in seine faszinierende Welt des Lichts und Schattens ein. In enger Zusammenarbeit mit Ingo Maurer und seinem Team entstand eine Überblickschau von frühen Entwürfen bis hin zu aktuellen Leuchten anhand von mehr als 80 Objekten sowie Skizzen, Modellen und Fotografien.

Sensationeller Kellerfund

Zum 100-jährigen Jubiläum des Bauhauses in Hamburg präsentierte die Kunststätte Bossard die Ausstellung „Bauhaus-Lehre in Hamburg“. In der Ausstellung werden entdeckten Kellerfunde von 2018 gezeigt, nämlich original Schülerarbeiten aus den Vorklassen von 1930 – 1933 von Fritz Schleifer, die Schleifer selbst in seinem Keller vor der Zerstörung und Konfiszierung durch die Nationalsozialisten versteckt hatte.

Martin Kippenberger BITTESCHÖN DANKESCHÖN

Martin Kippenberger (1953–1997) war einer der vielseitigsten, produktivsten und einflussreichsten deutschen Künstler seiner Generation. Wie kein anderer verkörpert er das Bild des „typischen Künstlers“. Wie kein anderer lebte er eine untrennbare Symbiose von Leben und Kunstproduktion – intensiv und exzessiv mit allen persönlichen Konsequenzen. Alle seine Arbeiten sind im weitesten Sinne Selbstporträts, sagen etwas über ihn und sein Umfeld aus – auch die, die ihn nicht zeigen.