Ursula (Schultze-Bluhm), geboren 1921 in Mittenwalde und verstorben 1999 in Köln, zählte zu den bedeutenden deutschen Künstlerinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit der Ausstellung widmete das Museum Ludwig nach über 30 Jahren die erste umfassende Museumsausstellung und ermöglichte damit eine Neubetrachtung ihrer Arbeit.
Autor: KN
Greser & Lenz: Alles erlaubt
Mit der Titanic aufgestiegen, bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung groß geworden: Seit 1996 zeichnen Achim Greser (*1961) und Heribert Lenz (*1958) gemeinsam Karikaturen für große deutsche Zeitungen. Ihre Karikaturen lösen nicht selten kontroverse Reaktionen bis hin zu persönlichen Anfeindungen aus. Das Museum Wilhelm Busch zeigt eine Werkschau der letzten Jahrzehnte im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Reaktionen, die sie ausgelöst haben.
Jenny Holzer
Das K21 in Düsseldorf zeigte die größte Überblicksausstellung der international renommierten Künstlerin Jenny Holzer (*1950) in Deutschland. Seit den 1970er Jahren ist die US-Amerikanerin für ihren wegweisenden Umgang mit neuen Technologien und ihre gesellschaftskritischen Texte in verschiedenen Medien bekannt.
Re-Inventing Piet. Mondrian und die Folgen
'Re-Inventing Piet. Mondrian und die Folgen' ist die bisher umfangreichste Präsentation zu Mondrians Einfluss auf die Kunst und Kultur des 20. und 21. Jahrhunderts. Sie zeigt eine einmalige Bandbreite von Kunst, Mode, Beispielen aus der Werbung, der Architektur und dem Design: Werke unmittelbarer Zeitgenossen /-innen wie Theo van Doesburg oder Sophie Taeuber-Arp, die berühmten Mondrian-Kleider von Yves Saint Laurent sowie zahlreiche Arbeiten von Künstler-/innen der Gegenwart wie Sylvie Fleury, Remy Jungerman, Sarah Morris oder Mathieu Mercier.
Azulejos – Fliesenkunst der Iberischen Halbinsel
Das Hetjens – Deutsches Keramikmuseum in Düsseldorf widmete eine Ausstellung den Fliesen der Iberischen Halbinsel aus dem 16. bis 20. Jahrhundert, mit dem Fokus auf die Entwicklung in Portugal, ergänzt um ausgewählte Fliesen aus den islamischen Kulturkreisen sowie den Niederlanden.
Rosemarie Trockel
Das Museum für Moderne Kunst Frankfurt präsentierte Rosemarie Trockel (*13.11.2952) mit Werken aus allen Schaffensphasen von den 1970er-Jahren bis zu neuen, eigens für das Museum entstandene Arbeiten.
Alison Jackson: Truth is dead
Mithilfe von Schauspieler-/innen und Doppelgänger-/innen inszenierte Alison Jackson vermeintliche Paparazzi- oder Dokumentaraufnahmen berühmter Persönlichkeiten wie Donald Trump, Marilyn Monroe, der Royal Family, Justin Bieber oder Angela Merkel. Das NRW-Forum Düsseldorf widmet der britischen Fotografin die erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland mit rund 80 Fotografien und Videos aus ihren wichtigsten Werkzyklen.
Alex Katz: Cool Painting
Zu seinem 95. Geburtstag zeigte die ALBERTINA eine umfassende Würdigung des Künstlers Alex Katz (1927 in New York geboren), einer der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen US-amerikanischen Kunst.
Garden Futures – Designing with Nature
Das Vitra Design Museum präsentierte eine umfassende Ausstellung zur Geschichte und Zukunft des modernen Gartens. Gärten sind Spiegel von Identitäten, Träumen und Visionen, sie haben tiefe kulturelle Wurzeln und sind Ausdruck unserer Beziehung zur Natur. Heute ist der Garten viel mehr als ein romantisches Idyll. Gärten sind zu Orten der Avantgarde geworden, dienen als Experimentierfelder für soziale Gerechtigkeit, Biodiversität und eine nachhaltige Zukunft.
Klimt – Inspired by Van Gogh, Rodin, Matisse …
Gemeinsam mit dem Van Gogh Museum in Amsterdam folgte das Belvedere Wien den Spuren zurück zu jenen Avantgardekünstler-/innen, die den Meister der Wiener Moderne nachweislich beeinflussten, und zeigte dabei auch Werke, die aufgrund ihres fragilen Zustands kaum mehr geliehen werden. Mit den 1964 das letzte Mal öffentlich in Österreich gezeigten Wasserschlangen II kehrt eines von Klimts Hauptwerken zurück nach Wien.
PICASSO. Künstler und Modell – Letzte Bilder
Im Rahmen der internationalen Feierlichkeiten rund um das 50. Todesjahr von Pablo Picasso (1881–1973) präsentierte die Fondation Beyeler eine konzentrierte Auswahl von zehn späten Gemälden des Künstlers aus der Sammlung Beyeler, der Anthax Collection Marx sowie aus weiteren Privatsammlungen.
The F* word – Guerrilla Girls und feministisches Grafikdesign
„Do women have to be naked to get into the Met.Museum?“ Mit diesem legendären Poster machte die Aktivistengruppe Guerrilla Girls 1989 in New York darauf aufmerksam, dass Frauen zwar ein beliebtes Bildmotiv sind, aber nur wenige weibliche Positionen in Museen, Galerien und Kunstinstitutionen ausgestellt werden. Seit fast 40 Jahren engagiert sich das international bekannte Kollektiv aus den USA mit humorvollen, aufklärenden und anklagenden Arbeiten gegen Sexismus, Rassismus, Diskriminierungen sowie Machtmissbrauch und Korruption im Kunstbetrieb. Seit 2022 befindet sich das Gesamtwerk der Guerrilla Girls im MK&G, wurde mit 100 Arbeiten in der bisher größten Zusammenschau in Deutschland präsentiert.
SHIFT. KI und eine zukünftige Gemeinschaft
Künstliche Intelligenz (KI) prägt zunehmend unseren Alltag und verändert unser Leben nachhaltig. Als eine Schlüsseltechnologie des digitalen Wandels nimmt sie nicht nur Einfluss auf soziale, politische und wirtschaftliche Zusammenhänge, sondern stellt Grundkonstanten der conditio humana und darauf gründende Menschenbilder infrage.
Hüte, Hauben, Hip-Hop-Caps
Mit rund 250 Hüten, Hauben, Mützen und anderen originalen Kopfbedeckungen aus seinem einzigartigen Bestand gab das Bayerische Nationalmuseum erstmals einen umfassenden Überblick über die kulturgeschichtliche Entwicklung dieses modischen Zubehörs vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Was dabei sofort ins Auge stach: Kopfbedeckungen waren und sind Kommunikationsmittel erster Güte. Sie verleihen dem Träger oder der Trägerin Würde und machen Hierarchien sichtbar, können das Gemeinschaftsgefühl stärken, aber auch Distanz schaffen.
Andy Warhol bis Damien Hirst: The Revolution in Printmaking
Das Albertina Wien zeigte seine druckgrafische Sammlung anhand herausragender Künstler: Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein und Agnes Martin, die Künstler Deutschlands mit Georg Baselitz, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer.
Paris ist meine Bibliothek
Mit rund 100 bisher noch nie präsentierten Druckgrafiken und Zeichnungen von Félicien Rops (1833–1898) startete die Hamburger Kunsthalle ihr Ausstellungsjahr 2023.
Couture in Black: Designs by Cristóbal Balenciaga
Cristóbal Balenciaga (1895-1972), galt als 'le maître' unter den Modeschöpfern. "Die Haute Couture ist wie ein Orchester, bei dem nur Balenciaga der Dirigent ist. Wir anderen sind nur Musiker, die den Anweisungen folgen, die er uns gibt", sagte Christian Dior einmal. Der spanische Designer war als strenger Lehrmeister bekannt, der seine Arbeit wie eine Religion betrachtete. Seine komplexen, skulpturalen Entwürfe wirkten am besten in Schwarz, einer seiner Lieblingsfarben. Diesen Herbst präsentiert das Kunstmuseum Den Haag mit der Modeausstellung Balenciaga in Black eine Ode an seine Entwürfe in Schwarz. Es wird das erste Mal sein, dass eine so große Auswahl von Balenciagas Werken in den Niederlanden gezeigt wird.
Ruth Wolf-Rehfeldt: Nichts Neues
DAS MINSK Kunsthaus in Potsdam zeigte im Frühjahr 2023 die Retrospektive 'Nichts Neues', die sich der Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt (*1932 in Wurzen) und ihrem künstlerischen Lebenswerk zwischen 1960 und 1990 widmet. Die Ausstellung untersuchte Wolf-Rehfeldts Typewritings, Druckgrafiken, Collagen und Gemälde in drei thematischen Episoden, die neue Perspektiven auf das Gesamtwerk der Künstlerin eröffnen.
Cinthia Marcelle: „Ungehorsame Werkzeuge“
Das Museum Marta Herford zeigt mit die international renommierte Künstlerin Cinthia Marcelle (*1974 in Belo Horizonte) im deutschsprachigen Raum. Seit Ende der 1990er-Jahre setzt sie sich in Videos, Skulpturen, Fotografien, Installationen und Performances kritisch mit etablierten und hierarchisierenden Strukturen in der Gesellschaft auseinander, die unser alltägliches Miteinander bestimmen.
Gianni Versace Retrospective
Mit der Gianni Versace Retrospective zeigte das Groninger eine Hommage an die Karriere des exzentrischen italienischen Modeschöpfers Gianni Versace, einem der einflussreichsten Couturiers aller Zeiten. Mit der farbenprächtigen, schillernden, emotionsgeladenen Schau entführt das Groninger Museum Besucherinnen und Besucher in eine Welt extravaganter Kleider und aufwendiger Catwalk-Shows, in der Mode, Pop und Design auf spektakuläre Weise zusammenfinden. Es ist 25 Jahre her, dass Gianni Versace ermordet wurde, seine progressiven Ideen jedoch leben heute noch im Modebild fort.
NIKI DE SAINT PHALLE
Niki de Saint Phalle (1930–2002) zählte als eine der Hauptvertreterinnen der europäischen Pop-Art und Mitbegründerin des Happenings zu den bekanntesten Künstlerinnen ihrer Generation. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt zeigte die Geschichte und das vielfältige Œuvre der französisch-amerikanischen Visionärin in einer umfassenden Ausstellung, die mit rund 100 Arbeiten einen Überblick über alle Werkphasen bot.
William Eggleston: MYSTERY OF THE ORDINARY
Mit William Eggleston (*1939 in Memphis, Tennessee) präsentierte c/o Berlin Fondation eine große Retrospektive des US-amerikanischen Meisters der Farbfotografie. Neben berühmten Serien wie Los Alamos gab es in der Ausstellung auch noch nie gezeigte Werke, darunter Bilder aus der Serie The Outlands und Aufnahmen, die zwischen 1981 und 1988 in Berlin entstanden.
Anastasia Samoylova: FLORIDAS
c/o Berlin präsentierte Anastasia Samoylova (geb. 1984, UdSSR). Mit bunt-schillernden, collageartigen Wirklichkeitsausschnitten transportiert sie die seinerzeit als vulgär empfundene Farbigkeit der New Color Photography in die Jetzt-Zeit.
Wayne Thiebaud
Die Fondation Beyeler zeigte in einer Einzelausstellung den außergewöhnlichen, in Europa jedoch bisher nahezu unbekannten amerikanischen Maler Wayne Thiebaud (1920–2021).
Klasse und Masse. Kunststoffdesign im Alltag
Die Ausstellung im Peter-Behrens-Bau/ LVR-Industriemuseums zeigte die vielfältigen Möglichkeiten dieses Werkstoffs vom billigen Ersatzstoff und Massenprodukt bis zur Hightech-Komponente und Designikone. Kunststoffe sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Untrennbar mit industrieller Massenproduktion verbunden, begleiten sie technische Entwicklungen und eröffnen Designer*innen ungekannte Freiheiten in der Gestaltung. Ob Volksempfänger, Trabant, Panton Stuhl, Bobby Car oder iMac: Kunststoffprodukte sind Teil des kollektiven Gedächtnisses geworden und haben ihren Weg ins Museum gefunden.
The Bigger Picture: Design – Frauen – Gesellschaft
Die Ausstellung im Gewerbemuseum Winterthur machte das Schaffen von Designerinnen über einen Zeitraum von 120 Jahren sichtbar. Gleichzeitig eröffnete sie mit ausgewählten Arbeiten ein offenes Forum für eine zukunftsgerichtete Diskussion mit Blick auf aktuelle Entwicklungen.
Barbara Klemm: Schwarz-Weiß ist Farbe genug
Mit ihren Schwarz-Weiß-Fotografien beobachtete Barbara Klemm seit den 1960er Jahren die politischen und kulturellen Geschehnisse in Deutschland und in der Welt. Als Redaktionsfotografin bei der FAZ von 1970 bis 2005 tätig, bereiste sie vier Kontinente und begleitete ebenso die Ereignisse im eigenen Land.
Georg Baselitz zum 85. Geburtstag
Das Museum Würth 2 in Künzelsau zeigte im Atrium anlässlich des 85. Geburtstags des Künstlers Georg Baselitz eine Werkschau mit rund 50 seiner Arbeiten. Der am 23. Januar 1938 in Sachsen geborene Georg Baselitz gehört zu den bedeutendsten deutschen Malern der Gegenwart.
Muster und Moderne – Kunst der 20er Jahre
2023 feierte das Bröhan-Museum 50-jähriges Jubiläum. Passend dazu zeigte das Haus im Jubiläumsjahr verschiedene Ausstellungen, die das breite Spektrum des Museums beleuchteten.
Sunset. Ein Hoch auf die sinkende Sonne
Menschen lieben Sonnenuntergänge. Wenn die Sonne sinkt und in einem Farbenspiel am Abendhimmel zerfließt, ist fast jeder gebannt und zutiefst berührt: von einem Ereignis, das sich tagtäglich wiederholt und doch wie ein letzter Akt empfunden wird.






























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