Viva la Mamma! In einem Schlüsselmoment des 1950er-Jahre-Films nimmt Sissi inmitten der jubelnden Masse auf dem Markusplatz ihr Kind in die Arme. Die Szene hat ihre Wurzeln in einem Mythos, der seit dem 19. Jahrhundert zum kollektiven Gedächtnis Österreichs gehört: Venedig. So wie viele Mythen wurde diese Vorstellung von der Lagunenstadt erst erfunden – auch über zahlreiche bildnerische Darstellungen.
Kategorie: Kunst & Kultur
EIN BILD DER ZEIT. Expressionismus in Film und Kunst
Die Ausstellung beleuchtete den Expressionismus über herkömmliche Gattungsgrenzen hinweg und stellte die wechselseitigen Einflüsse zwischen Malerei, Grafik und Film dar. Sie präsentierte rund 110 Gemälde und Arbeiten auf Papier gemeinsam mit über 40 Filmstils sowie zentralen Sequenzen aus Meisterwerken des expressionistischen Films, von „Das Cabinet des Dr. Caligari“ bis „Metropolis“.
Ich. Max Liebermann – Ein europäischer Künstler
Max Liebermann (1847–1935) gilt als Wegbereiter der Moderne in Deutschland. Eine neue Ausstellung im Düsseldorfer Kunstpalast zeigt mit rund 120 Gemälden die facettenreiche Werkentwicklung des führenden deutschen Impressionisten, dies im internationalen Kontext und Austausch mit Malerkolleg*innen aus verschiedenen europäischen Kunstzentren.
Tomi Ungerer: It’s all about freedom
Tomi Ungerer (1931–2019) gilt als einer der einflussreichsten Zeichner, Illustratoren und Kinderbuchautoren. Publikationen wie Die drei Räuber, Heute hier, morgen fort und Der Nebelmann machten ihn weltberühmt. Darüber hinaus schuf Ungerer Plakate gegen den Vietnam-Krieg und Rassenkonflikte, unternahm Milieustudien in der Hamburger Herbertstraße, verarbeitete zeichnerisch kriegstraumatische Erinnerungen oder erstellte Großcollagen im Spätwerk.
Munch-Museum in Oslo
Im Oktober 2021 wurde das neue MUNCH in Oslo offiziell eröffnet. Es ist fünfmal so groß wie das ursprüngliche Gebäude und bietet den Besuchern auf elf Etagen die Möglichkeit, die gesamte Bandbreite des Werks von Edvard Munch zu erleben.
Der geteilte Picasso – Der Künstler und sein Bild in der BRD und DDR
Was verbinden wir mit Pablo Picasso? Und was haben die Deutschen der Nachkriegszeit mit ihm verbunden, als sein Ruhm auf dem Höhepunkt war? Weitaus mehr als wir: Das ist der Hauptgedanke dieser Ausstellung, die an eine vergessene Breite, Spannung und Produktivität der Aneignung erinnert. Nicht nur um den Künstler geht es hier, sondern um sein Publikum, das sich im kapitalistischen Westen und im sozialistischen Osten Picassos Kunst denkbar verschieden zurechtlegte. Der deutsche Picasso war ein geteilter und zerteilter, aber die Teilung beflügelte auch die Mitteilung: Weil jeder diese Kunst befragte, hatte sie allen etwas zu sagen.
Mode Museum Antwerpen
Das Antwerpener ModeMuseum befindet sich im Herzen des Modeviertels. Das Gebäude beherbergt auch die Modeabteilung der Königlichen Akademie für Schöne Künste sowie Flandres DC. Dank der guten Kontakte zu diesen Partnern ist das MoMu ein äußerst dynamisches Museum, das in engem Kontakt zur gegenwärtigen Modekultur steht, aber auch historische Kompetenz aufbietet.
Fabian Knecht: ISOLATION
Die SPIEGEL|ARCHE – zwei riesige verspiegelte Container, schräg übereinander gestellt auf einem Hügel, mitten in der Stille der Landschaft, unweit von Weimar – feierte 2020 Richtfest. Eingeladen wurde zum Blick auf und in das skulpturale Gebäude mit der Erfahrung des sich veränderten Sehens auf sich selber und die Natur.
Antony Gormley: LEARNING TO BE
Das SCHAUWERK Sindelfingen zeigt eine umfangreiche Einzelausstellung des britischen Bildhauers Antony Gormley (*1950 London). Ausgezeichnet mit dem Turner Prize und dem Praemium Imperiale zählt er zu den wichtigsten Künstlern der Gegenwart. Mit rund 20 Werken aus der Sammlung Schaufler und aus dem Studio des Künstlers – darunter Arbeiten, die bisher nie öffentlich zu sehen waren – ist es die bedeutendste Werkschau Gormleys, die je in Deutschland zu sehen ist.
Hans Brockmöller – Fotografie 1945-1974
Er war ein Chronist der bremischen Häfen: Der Fotograf Hans Brockmöller (1911-1977) dokumentierte fast drei Jahrzehnte die Arbeit, die Menschen und die Infrastruktur in den Bremer Häfen. Vierzig Jahre nach seinem Tod gelangte sein fotografisches Erbe in das Kulturhaus Walle Brodelpott.
Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik
Mit expressiven Bewegungen, extravaganten Erscheinungsbildern und expliziten Vorstellungen von der eigenen Rolle in einer sich rasant wandelnden Welt sprengten Tänzerinnen wie Claire Bauroff, Celly de Rheidt, Anita Berber und Valeska Gert in 1920er-Jahren die gesellschaftlichen Konventionen und Klischees ihrer Zeit. Sich traditionellen Erwartungshaltungen vehement wiedersetzend zogen sie als Pionierinnen eines radikal neuen Selbstverständnisses Blicke auf sich, machten mit exzentrischen Rollen in Avantgardestücken von sich Reden und experimentierten mit Ausdrucksmöglichkeiten zwischen Mimik, Tanz, Sprache und Laut.
Beuys & Bike
Joseph Beuys (1921-1986) erblickte das Licht der Welt in Krefeld, verbrachte aber seine Kindheit und Jugend in Kleve. Anläßlich seines 100 Geburtstages kann man die Orte, die in seinem Leben und Wirken eine wichtige Rolle gespielt haben, auf einer Radroute von Kleve bis Leverkusen erkunden.
Studio 54
Der wohl berühmteste Nachtclub der Welt erwacht zu neuem Leben. Mit der facettenreichen Sonderausstellung „Studio 54: Night Magic“ lässt das Dortmunder U die bewegte Disco-Ära wieder auferstehen. Nach New York und Toronto war Dortmund die einzige europäische Station, an der Besucher/innen noch einmal tief in das Lebensgefühl der 70er-Jahre eintauchen können.
Niki de Saint Phalle
Schon zu Beginn ihrer Karriere in den 1950er Jahren widersetzte sich Niki de Saint Phalle (Amerikanerin und Französin, 1930-2002) künstlerischen Konventionen und schuf Werke, die offenkundig feministisch, performativ, kollaborativ und monumental waren. Ihre erste große Ausstellung in den USA zeigt über 200 Werke, die Saint Phalles interdisziplinären Ansatz und ihre Auseinandersetzung mit drängenden sozialen Fragen unterstreichen. Innovation war der Schlüssel zu Saint Phalles Prozess.
Heather Phillipson
Heather Phillipson hat Räume - in ihren eigenen Worten - als eine Abfolge von "aufgeladenen Ökosystemen, unangepassten Jahreszeiten und ausgegrabenen Lebensformen" neu konzipiert. Sie behauptet, dass die Galerien lebendig sind und in einer parallelen Zeitzone existieren.
ITALIENSEHNSUCHT! Auf den Spuren deutschsprachiger Künstlerinnen und Künstler 1905-1933
talien – spätestens seit Goethes Reise (1786–88) Sehnsuchtsziel und Inbegriff eines paradiesischen Arkadiens für „Nordländer“! Allein die Fülle der Kunstwerke in den Kirchen, Palazzi und Museen zog Bildungsreisende, aber auch Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt an. Daneben lockten die südliche Sonne, die mediterrane Landschaft, das gute Leben. Auch wenn Paris zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Kunstmetropole Europas avancierte, blieb Italien für die junge Künstlergeneration ein begehrtes Reiseziel – zumal, wenn dies mit einem Stipendium in den deutschen Künstlerhäusern, der Villa Romana in Florenz oder der Villa Massimo in Rom verbunden war.
Armin Mueller-Stahl
Der 90. Geburtstag des Weltstars Armin Mueller-Stahl ist für die Kunsthalle St. Annen der Anlass, sein Schaffen im Bereich der bildenden Kunst in den Blick zu nehmen und das Œuvre des 1930 in Tilsit / Ostpreußen geborenen Malers, Musikers und Schauspielers zu entdecken.
Benjamin Katz – Entdeckungen
Mit weltweit berühmten Schwarzweißportraits von Künstler*innen wie Georg Baselitz, Gerhard Richter, Joseph Beuys, Cindy Sherman oder Marisa Merz hat sich Benjamin Katz auf seine stille, aber höchst präsente Art einen festen Platz in der Geschichte der Künstlerfotografie erarbeitet.
Paris: Bourse de Commerce
Das neue Pariser Museum, die Bourse de Commerce, stellt die Werke einer der wichtigsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst der Welt aus, die François Pinault seit mehr als vierzig Jahren zusammengetragen hat.
Yayoi Kusama: Eine Retrospektive
Im Gropius Bau wurde eine Übersichtsschau über das wegweisende Werk der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama (geb. 1929), mit ihrer bisher komplexesten immersiven Ausstellung, gezeigt. Die raumgreifende Arbeit A Bouquet of Love I Saw in the Universe (2021) wurde von Yayoi Kusama eigens für den historischen Lichthof des Gropius Bau entworfen, der für die Dauer der Ausstellung in einem Meer aus großformatigen, wogenden Tentakeln versinken wird.
Michelangelo ganz nah
Mit der Ausstellung "Michelangelo - Der andere Blick" präsentiert das LWL-Landesmuseum für Klosterkultur/Stiftung Kloster Dalheim ab sofort Michelangelos herausragende Fresken als Reproduktionen. 50 großformatige Darstellungen laden in der Klosterkirche ein, eines der berühmtesten Werke der Kunstgeschichte aus der Nähe zu entdecken. Mit 36 Quadratmetern Bildfläche ist Michelangelos berühmte Darstellung des Jüngsten Gerichts die größte in Dalheim präsentierte Reproduktion.
Frau darf… 100 Jahre Künstlerinnen an der Akademie
Vor rd. 100 Jahren wurden Frauen das das erste Mal an der Akademie der Bildenden Künste in München als Studierende zugelassen wurden: Im Oktober 1920 musste sich die Akademie nach längerem Sträuben weiblichen Studierenden öffnen.
JOSEPH BEUYS DENKEN. HANDELN. VERMITTELN.
Joseph Beuys hat ab den 1960er-Jahren neue Denkansätze geschaffen, die in ihrer Vielfalt noch heute zeitgenössisch wirken. Mit seiner Erweiterung des Kunstbegriffs und dem Konzept der Sozialen Plastik wurde er weltberühmt. Die Kunst – so Beuys’ Leitgedanke – solle auf der sozialen, politischen, geistigen und wissenschaftlichen Ebene wirksam werden und damit integraler Bestandteil unseres Denkens und Handelns sein.
2 x KIPPENBERGER
Das Museum Folkwang präsentierte Kippenbergers selten gezeigtes Hauptwerk The Happy End of Franz Kafka’s ‘Amerika’, das in der großen Ausstellungshalle in den beeindruckenden Dimensionen seiner „Urfassung“ von 1994 zu sehen sein wird. Zeitgleich wurden in den historischen Räumlichkeiten der Villa Hügel Künstlerbücher und -plakate Kippenbergers unter dem Titel 'Vergessene Einrichtungsprobleme' in der Villa Hügel ausgestellt.
Andy Warhol
Andy Warhol (*1928 in Pittsburgh, † 1987 in New York) hat mit seiner Persönlichkeit Menschen in seinen Bann gezogen und polarisiert; seine Kunst hat eine ganze Ära geprägt. Sein facettenreiches Werk hat die Grenzen von Malerei, Skulptur, Film und Musik neu definiert. Mehr noch als seine bewussten Flirts mit der Welt des Kommerz und der Celebrities machen ihn aus heutiger Sicht seine Parteinahmen für alternative Lebensentwürfe zum Ausnahmekünstler, der unvermindert neue Lesarten und Erkenntnisse zu offenbaren vermag.
Paradies! Paradies?
Zwischen Krieg und der Sehnsucht nach einer idyllischen Welt – die Arbeiten des Malers August Macke erzählen von Reisen in ferne Länder, dem Zauber des Alltags und einer vermeintlich heilen Welt. Paradies! Paradieszeigt 80 Werke aus allen Schaffensphasen des Bonner Expressionisten – darunter auch 16 Gemälde und Aquarelle, die bereits 1920 im Museum Wiesbaden gezeigt wurden. Ergänzt wird die Schau mit 23 Werken von "Rheinischen Expressionisten", die von Macke inspiriert wurden.
Keith Haring
Die Ausstellung Keith Haring zeigte frühe Zeichnungen und Experimente mit Video und Performance, großformatige Gemälde auf Papier, Leinwand und Vinyl, darunter zahlreiche seiner populärsten Bilderfindungen wie das Radiant Baby und den Barking Dog, außerdem zahlreiche Beispiele für Harings gesellschaftliches Engagement und seine Beschäftigung mit Produktdesign (Plakate, Schallplattencover usw.).
This is Surrealism! The Boijmans Masterpieces
Vierzig Meisterwerke aus Boijmans 'Surrealismus-Sammlung zeigt das Cobra Museum in Amstelveen besichtigt werden - Arbeiten von Dalí, Magritte, Man Ray und Agar.
100. Geburtstag von Joseph Beuys
Rund 20 Museen und Kulturinstitutionen des Landes widmen sich 2021 dem im Rheinland geborenen Künstler: Joseph Beuys gehört zu den weltweit bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Heute vor 34 Jahren ist er gestorben, doch seine Ideen sind hochaktuell.
Daniel Knorr – WE MAKE IT HAPPEN
Daniel Knorr (1968, Bukarest) zählt zu den innovativsten Konzeptkünstlern seiner Generation. Seine ortsspezifischen Installationen sorgten in der Vergangenheit für viel Aufsehen: So ließ er anlässlich der documenta 14 weißen Rauch aus dem Zwehrenturm über Kassel aufsteigen und löste 2005 mit einem leeren Pavillon (European Influenza), mit dem er sein Heimatland Rumänien bei der 51. Biennale in Venedig vertrat, eine politische Debatte aus. Aus heutiger Sicht erscheint der "politisch infektiöse" Biennale Pavillon-Beitrag von damals wie eine subtile Vorahnung der heutigen Corona-Pandemie.






























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